Lieber mal Wasser als Alkohol!

Jugendschutzkontrollen und Präventionsaktion der Region Hannover zu Himmelfahrt

(PresseBox) (Hannover, ) Christi Himmelfahrt - nicht nur Väter ziehen an dem Feiertag mit beladenem Bollerwagen durch die Region. Auch viele Jugendliche nutzen den schulfreien Donnerstag, um im Freien ausgelassen zu feiern. In den vergangenen Jahren ist es dabei wiederholt zu Alkoholmissbrauch durch Minderjährige gekommen, vor allem an beliebten Treffpunkten im Deister und am Steinhuder Meer. Aus diesem Grund zeigen der gesetzliche und präventive Jugendschutz der Region Hannover erneut Präsenz vor Ort - um vor übermäßigen Alkoholkonsum zu warnen, zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden.

Schon ab dem Vormittag sind die Jugendschützer an der Kreuzbuche im Deister und an der Badeinsel in Steinhude mit der örtlichen Polizei unterwegs, um das Alter von Alkohol trinkenden Jugendlichen zu überprüfen und hochprozentige Getränke sicher zu stellen oder zu vernichten. Stark alkoholisierte Jugendliche werden in Begleitung der Polizei nach Hause gebracht, außerdem wird ermittelt, wie die Minderjährigen an den Alkohol gekommen sind. "Können wir herausfinden, wer die Flaschen weitergegeben oder verkauft hat, leiten wir konsequent Ordnungswidrigkeitsverfahren ein", kündigt Bettina von Domarus vom gesetzlichen Jugendschutz der Region Hannover an.

Bereits in der Nacht zum 1. Mai haben die Jugendschützer auf Veranstaltungen Jugendliche kontrolliert. Bei Maifesten in Gehrden und Degersen sowie an öffentlichen Plätzen in Mellendorf wurden rund 60 Jugendliche überprüft. Neun von ihnen wurden nach Hause begleitet, der höchste gemessene Alkoholwert betrug 1,84 Promille.

Lieber Wasser statt Alkohol - mit dieser ungewöhnlichen Aktion wirbt das Team Jugendarbeit der Region Hannover zu Himmelfahrt zum zweiten Mal für den kontrollierten Umgang mit Alkohol. Mit einem Kanister und kleinen Wasserflaschen im Bollerwagen ziehen zwei Jugendschützer über die Badeinsel am Steinhuder Meer und bieten Jugendlichen an, ihre alkoholischen Getränke gegen Wasser einzutauschen. Dass das funktioniert, zeigen die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr: Zehn Liter alkoholische Getränke wurden im Kanister gesammelt, einige Liter mehr wurden weggeschüttet.

"Mit der Aktion verfolgen wir zwei Strategien: Die akute Gefährdung durch Alkohol zu verringern und mit den Jugendlichen über die Folgen von exzessivem Trinken ins Gespräch zu kommen", sagt Friederike Eike vom Team Jugendarbeit der Region Hannover. Es gehe nicht darum, den Genuss von Alkohol generell zu verbieten, sondern den maßvollen, verantwortungsvollen Umgang mit Wein oder Bier zu fördern.

"Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren haben wenig Erfahrung mit Alkohol und unterschätzen daher seine Wirkung", so Friederike Eike. Dabei helfe es manchmal schon, einfache Regeln beim Genuss von Alkohol zu beachten: ausreichend zu essen zum Beispiel, nicht zu hastig zu trinken und sich vor allem zwischendurch ein Wasser zu genehmigen. Zum Beispiel aus dem Bollerwagen des Teams Jugendarbeit: 100 Wasserflaschen wurden im vergangenen Jahr gegen alkoholische Getränke eingetauscht.

Bild: Aktion "Trink doch mal ein Wasser" - wie im vergangenen Jahr zieht Friederike Eike vom Team Jugendarbeit der Region Hannover am Himmelfahrtstag mit einem Bollerwagen über die Badeinsel am Steinhuder Meer, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihre alkoholischen Getränke gegen Wasserflaschen einzutauschen.

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