Gleichstellungsbeauftragte in der Region Hannover fordern existenzsicherndes Einkommen für Hebammen

(PresseBox) (Hannover, ) "Rosarot für Männer - Himmelblau für Frauen? - Geschlechterkultur im Wandel": Unter diesem Motto stand die 20. Bundeskonferenz der kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten im Wuppertal. Vom 2. Mai bis zum 4. Mai 2010 diskutierten Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover mit rund 350 Kolleginnen aus dem ganzen Bundesgebiet über neueste Daten und Fakten zur Gleichstellung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Quoten für Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen und demographischen Wandel.

"Neben der Einführung eines Gleichstellungsgesetzes für die Privatwirtschaft und einem Mindestlohn für alle Branchen unterstützen wir vehement die aktuelle Forderung des Hebammenverbandes", resümiert Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Existenz von Hebammen aufgrund ständig steigender Haftpflichtprämien bei gleichzeitig stagnierendem Einkommen gefährdet wird."

Ab dem 1. Juli 2010 erreichen die Haftpflichtprämien der Hebammen eine Höhe, die befürchten lässt, dass die Versorgung der Frauen nicht mehr flächendeckend sichergestellt werden kann. "Den massiven Prämiensteigerungen stehen Einnahmen gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind", formulierte die Bundeskonferenz in einem Antrag. Die sieben Sprecherinnen der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros sind nun beauftragt, sich bei der Bundesregierung und Krankenkassen für die Hebammen einzusetzen.

Bildunterschrift
Gleichstellungsbeauftragte aus der Region Hannover besuchten die Bundeskonferenz der kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Wuppertal: Petra Mundt von der Region Hannover, Anette Wiede aus Lehrte, Mona Achterberg aus Isernhagen, Jennifer Glandorf aus Sehnde und Petra Pape aus Burgdorf (von links nach rechts).

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