Bundestagswahl 2005: Statistikdaten werden in Hessen mit ReadSoft-Lösung FORMS erfasst

Wahlstatistiken aus den hessischen Wahlkreisen werden auf der Basis von mit FORMS ausgelesenen Daten gemacht / Hessisches Statistisches Landesamt wertet 60.000 repräsentative Wahlzettel aus

(PresseBox) (Neu-Isenburg, ) Eine heiße Phase erwartet das Hessische Statistische Landesamt (HSL) jetzt nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005. In der Woche ab dem 26. September werden die hessischen Wahlbezirke ihre abgegebenen Wahlzettel an die Abteilung Grafik- und Beleglesung beim HSL nach Wiesbaden schicken. Hier werden diese mit der Software FORMS der Neu-Isenburger ReadSoft GmbH für Statistikzwecke elektronisch ausgelesen. FORMS, eine Lösung für die automatisierte Formularerkennung, ist beim HSL bereits seit 1998 im Einsatz und wird für die Erfassung zahlreicher standardisierter Formulare und Vordrucke genutzt. So kommt sie unter anderem bei Landtagswahlen zum Einsatz, um auch die Stimmen auszuzählen. Die Wahlzettel der diesjährigen Bundestagswahl werden manuell ausgezählt. Mit FORMS dagegen erhebt das Landesamt elektronisch Daten zu den Wählern selbst, wie etwa Geschlecht, Altersgruppe, wie die Erst- und Zweitstimmen vergeben wurden sowie wie viele der Wahlzettel ungültig sind und aus welchem Grund – in Abhängigkeit davon, warum eine Stimme nicht gewertet werden kann, etwa durch Durchstreichen oder Nicht-Ausfüllen des Wahlzettels. Etwa zwei Wochen wird es dauern, bis die rund 60.000 Wahlzettel aus ausgewählten, repräsentativen Wahlkreisen ausgelesen sind. Basierend auf den extrahierten Daten erstellt die Fachabteilung Wahlen des Hessischen Statistischen Landesamts dann einen entsprechenden statistischen Bericht. In diesem kann man unter anderem anhand von Vergleichsdaten von der Bundestagswahl 2002 Trends und Tendenzen des Wählerverhaltens im Bundesland Hessen erkennen. Der Bericht wird unter anderem unter www.statistik-hessen.de zu finden sein, wo er neben weiteren Statistikdaten der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Bei den Wahlzetteln zur Bundestagswahl handelt es sich um einfache standardisierte Vordrucke mit Ankreuzfeldern, die sich mit der spezialisierten Software erfassen lassen. Damit FORMS die einzelnen Felder auslesen kann, wird zunächst ein Musterformular digitalisiert und die auszulesenden Felder in einer FORMS-Maske markiert. Bei der Auswertung werden die ausgefüllten Wahlzettel eingescannt und elektronisch mit der FORMS-Maske abgeglichen. Die derart ausgelesenen Informationen dienen dann der Statistik. Trotz des größtenteils automatischen Prozesses und des einfach auszulesenden Aufbaus der Wahlzettel sind die Bundestagswahl-Statistiken eine zeitaufwändige Aufgabe für das HSL: Jeder einzelne Beleg wird persönlich von einem HSL-Mitarbeiter aus der Abteilung Grafik- und Beleglesung gesichtet, um eine hundertprozentige Qualität der Daten zu erreichen. Generell erreicht FORMS im Einsatz beim Hessischen Statistischen Landesamt eine sehr hohe Erkennungsquote von meistens 98 bis über 99 Prozent. Die Software hat sehr hohe Akzeptanz bei den Anwendern, da sie leicht zu administrieren ist und ihre Anschaffung sich bereits seit Jahren amortisiert hat. Vor dem Einsatz von FORMS hatte das Landesamt die Datenerfassung an einen externen Dienstleister ausgelagert. Mit FORMS werden monatlich üblicherweise zwischen 15.000 und 30.000 Erhebungsbögen beim HSL verarbeitet.

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