Die Steuerungswerkzeuge BDE, ERP und CAQ bei Firma Josef Mawick Kunststoff-Spritzgusswerk

(PresseBox) (Pforzheim, ) Geschäftsabläufe sind oft sehr vielfältig: Neben komplexen Produktionsprozessen und hoch getakteten Lieferketten müssen unterschiedlichste Ressourcen geplant und verwaltet werden. Dazu kommt die Qualitätskontrolle. Eine effiziente Software-Architektur, die auf Basis einer "Best-of-Breed"-Strategie für jeden Teilbereich des Unternehmens die jeweils beste Anwendung einsetzt, sorgt für Effizienz- und Qualitätssteigerung in der Produktion: Das Josef-Mawick-Kunststoff-Spritzgusswerk setzt auf ein integriertes Gesamtkonzept, bei dem ein ERP-System als zentrales Steuerungswerkzeug dient.

Der Kunststoffverarbeiter Mawick verarbeitet pro Jahr etwa 8. 000 Tonnen Rohmaterial in 200 verschiedenen Material- und Farbzusammenstellungen. Auf rund 50 Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von 500 bis 15 000 kN und zwei Blasanlagen werden jedes Jahr über 70 Millionen Kunststoffspritzguss- und Blasformteile hergestellt und an Unternehmen, wie MIK, Puky oder Siemens geliefert. Ein ebenso wichtiger Abnehmerkreis ist die Automobilindustrie, zu denen Unternehmen wie Johnson Controls ehemals Varta oder Hella gehören. Um im immer komplexer werdenden Produktionsalltag die Übersicht zu behalten, setzte der Kunststoffverarbeiter schon früh auf den Einsatz einer Softwarelösung:

"Unsere Firma ist stetig gewachsen und musste sich den sich beständig wandelnden Produktionsprozessen in der Branche immer wieder neu anpassen", erklärt Dirk Hoffmann, IT-Leiter bei Mawick, den Wechsel: "Die Funktionen des alten Systems waren eingeschränkt und konnten unseren Anforderungen nicht mehr Stand halten. Die Software war einfach ausgereizt." Daher entschied sich das Unternehmen, auf eine modernere, funktionellere Softwarelösung umzusteigen.

Die Wahl fiel nach gründlichem Auswahlprozess schließlich auf Bäurer-Wincarat, einer ERP-Branchenlösung für die Kunststoff verarbeitende Industrie aus dem Hause Sage-Bäurer. Innerhalb eines Jahres wurde die Software sukzessive implementiert. Die ERP-Lösung selbst umfasst dabei das gesamte Spektrum des Datenmanagements im Unternehmen - von der Materialwirtschaft bis zur Produktion und vom Werkzeugbau bis zum Spritzguss. Den entscheidenden Ausschlag für die Einführung der Lösung gab schließlich die Ausrichtung des Programms auf die Kunststoffverarbeitende Industrie und die langfristige Möglichkeit, weitere Best-of-Breed-Softwarelösungen in das modular aufgebaute System zu integrieren und somit für jeden Teilbereich das Produkt des jeweils geeignetsten Anbieters einsetzen zu können.

Mit dem Ziel, die für das Unternehmen effizienteste Software-Architektur zu schaffen, folgte schließlich die Integration der Lösung für die Betriebs- und Maschinendatenerfassung (BDE/MDE) des Anbieters ProSeS sowie der Anwendung für computergestützte Qualitätssicherung (CAQ) der Firma Quipsy. Die Integration dieser beiden Lösungen in das ERP-System hinein ermöglicht es dem Verarbeiter heute, die Organisation seiner Prozesse über alle Unternehmensbereiche hinweg effizienter zu gestalten. "Die Integration der Systeme funktioniert ohne Probleme", so Hoffmann. Die Betriebsdatenerfassung (BDE) fungiert als Bindeglied zwischen der Produktion und dem ERP-System. Somit können sowohl die organisatorischen Betriebsdaten, wie etwa die Auftrags- und Personaldaten überblickt werden, als auch die technischen Betriebsdaten, wie Maschinen- und Prozessdaten. Besonders wichtig für den Kunststoffverarbeiter ist die Maschinendatenerfassung (MDE), also die Schnittstelle zwischen den Maschinen und der Informationsverarbeitung. Von Bedeutung sind hier vor allem Daten zur Ausbringung und Auslastung sowie zu Laufzeiten, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Maschine sowie deren Zustand. Diese Angaben sind wichtiger Bestandteil bei der Planung und Steuerung von Aufträgen in der Produktion.

Über die Integration werden die Daten direkt an das ERP-System übertragen und verarbeitet. Die eingegangenen Daten zeigen sofort den aktuellen Zustand der Produktion an und ermöglichen somit eine qualitätsgerechte Planung und Steuerung der Fertigung. "Die Daten können in Grafiken oder Tabellen ausgewertet werden", sagt Hoffmann. Der Anwender erhält somit in kurzer Zeit einen Überblick über Stückzahlen, Produktionszyklen oder Kavitätsänderungen.

Auch eine Fehler- und Schwachstellenanalyse sowie der Abgleich von Maschinendaten ist möglich. "Änderungen produktionsrelevanter Parameter werden angezeigt. Bei Abweichungen oder Fehlern kann somit sofort reagiert und gegebenenfalls umgeplant werden." Durch die Analyse der Ausschussmenge werden nachhaltige Qualitätsverbesserungen erzielt. Rüst- und Durchlaufzeiten lassen sich reduzieren, was wesentlich zu einer Verbesserung der Termintreue der Fertigung beiträgt.

Weitere Unternehmensinformationen auf den Internetseiten der Unternehmen:

http://www.Mawick.eu
http://www.Sage.de
http://www.Quipsy.de
http://www.ProSeS.de
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