Maja Schreiber beantwortet 5 Fragen

"Die DIN nützt nichts, wenn die Weitsicht für Projekte fehlt."

(PresseBox) (Vilsbiburg, ) Frau Schreiber, wann wird ein Projekt zum Projekt?

Darüber führe ich mit vielen Unternehmen Gespräche. Und jedes Unternehmen sieht das anders. Logisch. Doch wichtig ist, dass sie die zu lösenden Probleme angehen und Projekte definieren.

Laut DIN 69901 ist ein Vorhaben ein Projekt, wenn es
  • zeitlich, finanziell, personell oder anders begrenzt ist,
  • ein Zielvorgaben hat,
  • Bekannte oder/ und unbekannte Risiken bestehen,
  • eine projektspezifische Organisation/ Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams,
  • neuartig und/ oder komplex ist
Haben Sie ein Beispiel?

Die Computer im Unternehmen müssen auf Windows 10 umgestellt werden. Ist dies ein Projekt oder nicht? Das erste Unternehmen sagt ja, denn die Kriterien von oben treffen darauf zu. Das zweite Unternehmen sagt nein, denn „ich habe dafür eine IT-Abteilung, die dafür zuständig ist.“

Sicher kommt es darauf an, welche Auswirkung eine solche Umstellung auf Windows 10 auf das Geschäft des Unternehmens und deren Abteilungen hat. Wenn die Hauptaufgabe darin besteht, alle Rechner einmal anzufassen und umzustellen, finde ich das Vorgehen von Unternehmen zwei richtig. Wenn durch die Umstellung aber Investitionen notwendig werden oder Produktionsstillstände entstehen können ist, es ganz sicher besser die Umstellung als Projekt zu behandeln.

Wie lange schlummern Projekte in Unternehmen, ohne dass sie erkannt und umgesetzt werden?

Wie lange schlummern Projekte in Unternehmen und werden nie beendet, wäre die nächste Frage. Das Problem ist eher, dass es keinen Abgleich zwischen der Unternehmensstrategie und der Auswahl an Projekten gibt, die umgesetzt werden.

Es müsste eine Auswahl an Projekten geben, die der Unternehmensstrategie folgen, damit die Ressourcen optimal für die unternehmerischen Ziele verwendet werden. Wenn die Unternehmensleitung den Mitarbeitern die Strategie der Projekte kommuniziert, sind diese auch mit dem notwendigen Engagement bei der Umsetzung dabei.

Natürlich kann es auch sein, dass Unternehmen auf Projekte angesprochen bzw. aufmerksam gemacht werden. Als Projektberaterin bringt man Erfahrungen mit, von denen die Mandanten profitieren.

Welches sind die gegenwärtig signifikantesten Projekte in mittelständischen Unternehmen?

So würde ich die Frage nicht stellen. Es gibt Projekte, die es schon immer gab, die sich allerdings den zeitlichen Gegebenheiten anpassen und eine neue Generation von Projekten in den Mittelpunkt des Handels stellen. Es gibt aber auch Anforderungen, die ganz neu sind, denken Sie an Industrie 4.0. und die sich damit wandelnden Anforderungen an die Arbeitsorganisation, an die Qualifizierung von Führungskräften und Beschäftigten bis hin zur Innovationsbereitschaft und Flexibilität des Management.

Wie nähern sich die Unternehmen diesen Themen an?

Was machen Sie, wenn Sie ein Problem haben? Schieben Sie es bei Seite oder klären Sie es? Was machen Sie, wenn Sie einen Brief von Flensburg bekommen. Lassen Sie ihn zu oder öffnen Sie ihn?

Es ist mitunter auch immer eine Frage der Psychologie. Probleme unter den Teppich kehren oder sie mit dem Blick nach vorn lösen? Und gestatten Sie mir diese Metapher: Wird der Brief mit der Bussgeld-Forderung nicht geöffnet, kommt garantiert der nächste. Usw.

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