Kommunale Pilotregionen in Sachsen schaffen Transparenz mit der PICTURE-Methode

(PresseBox) (Dresden/Münster, ) Der Stichtag zur Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie rückt näher – Dabei stellt sie den öffentlichen Sektor EU-weit vor grundlegende Änderungen, sofern die Kerngedanken konsequent umgesetzt werden:

* Grundlegende Vereinfachung der von der Richtlinie im öffentlichen Sektor betroffenen Geschäftsprozesse – flächendeckend, branchenübergreifend und europaweit;
* Die Schaffung von Einheitlichen Ansprechpartnern mit dem Ziel, Behördenkontakte für Unternehmen aus einer Hand – elektronisch aus der Ferne – anzubieten und abzuwickeln, was ein verwaltungsübergreifendes Denken in Prozesszusammenhängen erfordert.

Im Freistaat Sachsen übernimmt die Aufgabe des Einheitlichen Ansprechpartners die Landesverwaltung, der EA soll zentral bei der Landesdirektion Leipzig angesiedelt werden. Zur Erfüllung seiner Aufgaben ist der EA auf eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen angewiesen, da im kommunalen Umfeld ein Großteil der Geschäftsprozesse abläuft, die aus Sicht eines Unternehmens zur Aufnahme einer Dienstleistungstätigkeit erforderlich sind. Um Immobilienmakler zu werden sind beispielsweise mehr als 20 unterschiedliche Abläufe an unterschiedlichen Stellen in Kombination zu durchlaufen.

Zur Erarbeitung der fachlichen Inhalte wurden in Sachsen als Pilotkommunen die Landeshauptstadt Dresden, der Vogtlandkreis sowie die kreisangehörigen Städte Plauen und Oelsnitz nominiert. Zur Durchführung der Arbeiten wurde die PICTURE GmbH aus Münster beauftragt, welche zur Erhebung der Geschäftsprozesse die PICTURE-Methode, die PICTURE-Prozessplattform sowie umfangreiches prozessuales Verwaltungswissen beisteuert. „Viele Bundesländer diskutieren noch darüber, WO der einheitliche Ansprechpartner verortet werden sollte. In Sachsen klären wir gerade, für WAS er eigentlich angesprochen werden kann“, fasst Dr. Lars Algermissen, Geschäftsführer der PICTURE GmbH, die Projektziele zusammen.

Neben den kommunalen Vertretern werden in den kommenden Monaten weitere Akteure aus den Pilotregionen eingebunden, sofern Sie mittelbar oder unmittelbar an den relevanten Verwaltungsleistungen beteiligt sind – dazu gehören beispielsweise Handwerkskammern und die Industrie- und Handelskammern. Als Ergebnis wird das erhobene fachliche Prozesswissen so aufbereitet, dass alle Verwaltungen in Sachsen davon bei der Umsetzung der EU-DLR profitieren können. „Die Schaffung von Referenzprozessen bietet ein großes Potenzial, Doppelarbeiten zu vermeiden, Synergien aufzudecken und die Basis für einen kooperativen Ansatz zur Verwaltungsmodernisierung zu schaffen“, so Algermissen.

Das Projekt soll bis Ende September abgeschlossen sein – Weitere Informationen, Statusberichte und öffentlich zugängliche Ergebnisse können ab Anfang Juli in Zusammenarbeit mit dem Soraia-Netzwerk unter www.pilotregion-sachsen.de abgerufen werden.

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