PALFINGER zeigt trotz harter Zeiten Stärke

Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2008 erfolgreich fortgesetzt / Ergebnis spiegelt rückläufige Marktentwicklung und Anpassungen wider / Stärkung der Ertrags- und Finanzstruktur soll weiterhin Wahrnehmung von Chancen ermöglichen

(PresseBox) (Salzburg, ) Die PALFINGER Gruppe blickt auf ein zwiespältiges Jahr zurück. Während im 1. Halbjahr noch zweistelliges organisches Wachstum erzielt wurde, waren im 2. Halbjahr die Auswirkungen des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds deutlich spürbar. Die starke Ausgangsposition und die getätigten Akquisitionen ermöglichten dennoch das Umsatzwachstum von 14,3 Prozent auf 794,8 Mio EUR für das Gesamtjahr 2008.

Die Ergebnisentwicklung spiegelt die Rahmenbedingungen stärker wider: Nach erfreulichen Ergebnissen im 1. Halbjahr konnte das operative Ergebnis im 2. Halbjahr nicht weiter gesteigert werden. Das EBIT ging von 99,6 Mio EUR auf 69,1 Mio EUR im Jahr 2008 zurück. Dazu trugen die Bilanzierungsvorschriften bei Akquisitionen und die geänderte Gewichtung der Produkte innerhalb des Konzerns - vom Kran hin zu den hydraulischen Systemen - ebenso bei wie der Rückgang des europäischen Krangeschäfts im 2. Halbjahr.

Im 4. Quartal 2008 musste PALFINGER ein negatives Quartalsergebnis verbuchen. Dazu trugen neben der Geschäftsentwicklung die Impairmentabschreibungen und Sozialplankosten in Höhe von 6,4 Mio EUR bzw. 3,1 Mio EUR bei. Ohne diese Effekte hätte PALFINGER trotz der umgesetzten Kapazitätsreduktion auch in diesem Quartal ein positives Ergebnis erzielt.

Die immer noch zufrieden stellende EBIT-Marge von 8,7 Prozent nach 14,3 Prozent im Vorjahr ist unter dem Blickwinkel dieser Maßnahmen sowie der Akquisitionen zu sehen, die sich durch die Kaufpreisallokation und Integrationskosten negativ auf das Ergebnis auswirkten.

Wesentliche Veränderungen

Das Jahr 2008 war gekennzeichnet von starker Akquisitionstätigkeit. Die Ende 2007 übernommene deutsche MBB Gruppe machte PALFINGER weltweit zur Nummer zwei bei Ladebordwänden. Sie trug 2008 mit 61,7 Mio EUR zum Umsatz bei. Im August übernahm PALFINGER den ELEVANT Hubarbeitsbühnenbereich der deutschen WUMAG GmbH, im Oktober wurde mit der Akquisition von Omaha Standard das Produktportfolio in Nordamerika um regional spezifische Lkw-Aufbauten erweitert. Mit einem Umsatzbeitrag von 94,4 Mio EUR trugen diese Akquisitionen deutlich zum Wachstum und zur weiteren Stärkung der PALFINGER Gruppe bei.

Das umfassende dreijährige Investitionsprogramm, das zusätzlich zu den laufenden Ersatzinvestitionen Erweiterungsinvestitionen im Ausmaß von 80 Mio EUR umfasste, wurde im Jahr 2008 abgeschlossen. Während 2007 der Schwerpunkt auf Kapazitätserweiterung lag, standen 2008 Rationalisierungspotenziale durch Prozessverbesserungen und weitere Qualitätssteigerung im Vordergrund.

Mit dem 1. Quartal 2008 schuf PALFINGER ein neues Segment VENTURES, in dem alle strategischen Initiativen des Konzerns gebündelt werden. Dies gewährleistet die Konzentration auf gezielte Nutzung von Wachstumschancen für die PALFINGER Gruppe.

Die laufende Bereinigung des Auftragsbestands sowie der spürbare Rückgang der Marktnachfrage im Laufe des Jahres 2008 konnten zunächst im Rahmen der flexiblen Strukturen von PALFINGER aufgefangen werden. Das sich verschlechternde Wirtschaftsklima veranlasste das Management nach dem Abbau der Leasingmitarbeiter im 4. Quartal zu einer Reduktion der Mitarbeiteranzahl, um für die erwartete Talsohle im Jahr 2009 gerüstet zu sein. Für die 96 betroffenen Mitarbeiter der österreichischen Standorte wurde ein Sozialplan implementiert, für einen Großteil der österreichischen Mitarbeiter wurde darüber hinaus ab Jänner 2009 bis auf Weiteres Kurzarbeit eingeführt. Diese Maßnahmen wurden unter der Annahme einer mittelfristigen Erholung getätigt, die Betriebsleistung kann rasch wieder um rund 20 Prozent erhöht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent auf 309,8 Mio EUR, die Eigenkapitalquote beträgt 48,5 Prozent. Die Gearing Ratio erhöhte sich vor dem Hintergrund der Akquisitionen und des Investitionsprogramms auf 53,8 Prozent nach 26,7 Prozent im Vorjahr und befindet sich damit immer noch auf niedrigem Niveau.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich betrug 32,6 Mio EUR nach 53,0 Mio EUR im Jahr 2007. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die gegenüber 2008 reduzierte Investitionstätigkeit, die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf sowie getätigte Ertragsteuerzahlungen zurückzuführen. Die gegenüber 2007 geringere Finanzierung der Firmenzukäufe aus dem operativen Cashflow führte zu einem Cashinflow aus dem Finanzierungsbereich. Dies schlägt sich auch in einem Rückgang des Free Cashflow von - 23,2 Mio EUR auf - 39,5 Mio EUR im Geschäftsjahr 2008 nieder.

Entsprechend der Dividendenpolitik von PALFINGER schlägt der Vorstand für das Jahr 2008 eine Dividende von 0,39 EUR je Aktie - nach 0,70 EUR im Vorjahr - vor. Die Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs im Jahr 2008 beträgt 2,1 Prozent.

Die Reduktion der Kapazitäten im 2. Halbjahr führte zu einer Erhöhung des gebundenen Kapitals. Der Return on Capital Employed (ROCE) ging in diesem Zusammenhang auf 13,1 Prozent zurück. Die Reduzierung der Vorräte entsprechend den geänderten Märkten bildet eine wesentliche Herausforderung im Jahr 2009.

Ausblick

Der erwartete Geschäftsverlauf im Jahr 2009 ist vor dem Hintergrund der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu sehen, wobei sich die gute regionale und produktseitige Aufstellung sowie die gesunde finanzielle Basis der PALFINGER Gruppe in dem unsicheren Marktumfeld als wesentlicher Wettbewerbsvorteil beweisen.

Das Management geht davon aus, dass umsatzseitig Rückgänge im Kranbereich teilweise durch die getätigten Akquisitionen kompensiert werden. Ertragsseitig wird das Jahr 2009 jedoch das Niveau des Berichtsjahres 2008 deutlich verfehlen. Dazu trägt einerseits die Tatsache bei, dass die neuen Gesellschaften in Produktbereichen tätig sind, die von niedrigeren Margen gekennzeichnet sind als der Kranbereich. Andererseits wird sich die voraussichtlich weiterhin schwache Nachfrage nach Kranen auch im Ergebnis deutlich niederschlagen.

Im 4. Quartal wurde ein Projekt zur nachhaltigen Stärkung der Ertrags- und Finanzstruktur gestartet. Die wesentlichen Säulen betreffen Fixkosteneinsparungen, Prozessverbesserungen, Umsatzsteigerungen und Maßnahmen zur Reduktion des Capital Employed. Mögliche Stützungen von strategisch wichtigen Händlern und Lieferanten könnten die Kapitalbindung allerdings erhöhen. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts sich bietender Akquisitionschancen wird an einer längerfristigen Ausrichtung der Finanzierungsstruktur gearbeitet.

Im Zuge dessen bereitet das Management derzeit eine Schuldscheinemission vor. Mit einem Volumen von 50 Mio EUR soll sie zur langfristigen Refinanzierung bestehender kurzfristiger Verbindlichkeiten ebenso verwendet werden wie zur Nutzung weiterer Wachstumschancen. Das Interesse der Investoren bestätigt die Stärke und das Potenzial der PALFINGER Gruppe. Zudem erwarb das Unternehmen vor wenigen Tagen einen 40-Prozent-Anteil an dem rumänischen Lieferanten Nimet Srl, der zurzeit rund ein Viertel seines Umsatzes mit der Produktion von verchromten Komponenten für PALFINGER erzielt.

Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der PALFINGER AG, zeigt sich dementsprechend optimistisch: "Wir können uns dem wirtschaftlichen Umfeld nicht entziehen. Aber unsere Stärke zeigt sich in vielen Chancen, die wir sehen und auch nutzen können. Abgesehen von der Anpassung der Strukturen und Prozesse an die weitere Marktentwicklung verfolgen wir das klare Ziel, weitere Marktanteile zu gewinnen und aktiv am Konsolidierungsprozess der Branche mitzuwirken."

PALFINGER AG

PALFINGER, zählt seit Jahren zu den international führenden Herstellern hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme. Als multinationale Unternehmensgruppe mit Sitz in Salzburg erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 4.600 Mitarbeitern 2008 einen Gesamtumsatz von 794,8 Mio EUR.

Der Konzern verfügt über Produktions- und Montagestandorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Innovation, weitere Internationalisierung und Diversifikation der Produkte und Dienstleistungen bilden die strategischen Säulen der Unternehmensstrategie. Am Weltmarkt für hydraulische Knickarmkrane gilt PALFINGER nicht nur als Markt-, sondern auch als Technologieführer. Mit über 4.000 Vertriebs- und Servicestützpunkten in mehr als 130 Ländern auf fünf Kontinenten ist PALFINGER immer in Kundennähe.

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