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Bessere Koordinierung des Schiffsverkehrs

Abschlussdemonstration des BMWi-Projekts „COSINUS - Kooperative Schiffsführung für Nautische Sicherheit“ für die Erforschung der Integration land- und bordseitiger Navigationssysteme am 16. 09.2015.

(PresseBox) (Oldenburg, ) Abschlussdemonstration des BMWi-Projekts „COSINUS - Kooperative Schiffsführung für Nautische Sicherheit“ für die Erforschung der Integration land- und bordseitiger Navigationssysteme am 16. 09.2015. Ziel des Projektes: Die Abstimmung der Schiffsführer und die Beratung durch die Verkehrszentrale durch verbesserte, einheitliche Situationswahrnehmung der Verkehrslage zu optimieren.

Der herannahende ehemalige Tropensturm Henri schickte die ersten Böen über die Elbe vor Cuxhaven, als das Forschungsschiff „Otzum“ und die Segelyacht „Fräulein Smilla“ die Leistungsfähigkeit der Ergebnisse von COSINUS demonstrierten. Dabei war die Installation eines Integrierten Brückensystems von Raytheon Anschütz, sowie Sensorik von OFFIS aus dem eMIR-Testfeld an Bord der Otzum nur eine Seite der Demonstration. An Land stand der SIGNALIS Demotruck mit einer voll funktionsfähigen Radaranlage plus AIS-Empfänger und einem SIGNALIS VTS-System in der provisorischen Verkehrszentrale („COSINUS Traffic“) im Veranstaltungsraum. Per Videolink wurden die Ereignisse an Bord und im Demotruck den eingeladenen Experten der Branche live in die Hapag-Hallen am Amerikahafen übertragen.

Technologischer Kern ist eine vom OFFIS entwickelte Kommunikationsverbindung die per VHF-Funkstrecke und LTE-Mobilfunknetz zwischen Bord und Landseite aufgebaut wird. Über diese Verbindung können Schiffe mit und über das VTS-System als Relaisstation aktuelle Routen und geplante Manöver austauschen. Missverständnisse werden durch Visualisierung inklusive einer Risikoabschätzung für Kollisionen an Bord sowie in der Verkehrszentrale verhindert. Mittels einer Manöverplanung von der Hochschule Wismar können die Manöver im Integrierten Brückensystem von Raytheon Anschütz weiter visuell unter Berücksichtigung von Umwelt und Schiffsdynamik vorbereitet und durch eine Online-Manöverprädiktion beim Abfahren der Manöver unterstützt werden.

Ein weiteres Element ist der Austausch von Sensordaten zwischen Schiff und Land. In Cuxhaven wurde demonstriert, wie Sensordaten vom SIGNALIS VTS-System und von der Raytheon Anschütz-Schiffsbrücke durch eine von OFFIS entwickelte Datenfusion zu einem Lagebild zusammen geführt werden. Erkannte Radartracks von Land oder von See können kombiniert und einheitlich zusammen dargestellt werden. So verbessert sich die Zuverlässigkeit der Verkehrswahrnehmung deutlich.

In der Demonstration vor Cuxhaven wurde die Segelyacht (wegen einer extra für Demo-Zwecke eingeführten Radar-Abschattung) nicht durch das landseitige Radar des VTS-Systems erfasst, aber trotzdem durch die Online-Einbindung der Daten von der Otzum dargestellt. Der VTS-Operator hat dem Schiffsführer auf der Otzum bekannte Routen der vorbeifahrenden Seeschiffe gesendet, so dass dieser die geplante Route der Otzum mit dem Wissen über mögliche Kollisionsgefahren anpassen konnte.

Projektleiter Michael Braun von SIGNALIS sieht mit der funktionierenden Demonstration der COSINUS-Technologie einen deutlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit: „Die entwickelten Technologien haben das Potenzial, die Verkehrsabwicklung durch verbesserte Abstimmung der Verkehrsteilnehmer und bessere und überall bekannte Lagebilder deutlich sicherer und effizienter zu machen.“ Die Arbeiten von COSINUS wurden eng mit internationalen, europäischen und nationalen Bemühungen zur Weiterentwicklung der e-Navigation koordiniert. „Die Technologien gehen direkt in europäische Projekte wie EfficienSea2 und dem Mona Lisa-Projektnachfolger Sea Traffic Management ein. So können diese Technologien mit vereinten Kräften verbreitet werden“ so Prof. Dr.-Ing. Axel Hahn vom Informatikinstitut OFFIS.

SIGNALIS hat das Projekt COSINUS koordiniert, die landseitigen Technologien verantwortet und in ihrem VTS-System umgesetzt. Raytheon Anschütz hat den Routen- und Sensordatenaustausch an Bord und die von der Hochschule Wismar im Projekt weiterentwickelten Manöverplanung in ihrer Synapsis Brücke integriert. OFFIS hat den Datenaustausch, die Sensordatenfusion und neue Visualisierungsansätze für die integrierten Daten und Kollisionsgefahren entwickelt.

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Über OFFIS - Institut für Informatik

OFFIS ist ein 1991 gegründetes, international tätiges Forschungs- und Entwicklungsinstitut für ausgewählte Informatik-Technologien und praxisrelevante IKT-Forschungsbereiche. In durchschnittlich 70 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten leistet OFFIS mit seinen rund 280 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Forschung und prototypische Entwicklungsarbeit auf höchstem internationalem Niveau in den Bereichen Energie, Gesundheit und Verkehr. Dabei kooperiert OFFIS mit weltweit über 400 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

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