MVV Energie fordert gemeinsame Kraftanstrengung für die Energiewende

(PresseBox) (Frankfurt / Mannheim, ) Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter an einem Strang ziehen - Umsatzplus und konstantes operatives Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr - Investitionsprogramm beeinflusst Ergebnisentwicklung in den nächsten Jahren

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) hat zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland eine gemeinsame Kraftanstrengung und überprüfbare Meilensteine von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Bei der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz betonte der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten Unternehmensgruppe, Dr. Georg Müller, am Donnerstag in Frankfurt, "dass wir die Herausforderungen bei dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Steigerung der Energieeffizienz sowie der Sicherung einer zuverlässigen und umweltfreundlichen Energieversorgung bei wettbewerbsfähigen Preisen nur dann meistern können, wenn alle Beteiligte an einem Strang ziehen und der Weg in die Energiezukunft durch ein transparentes Monitoring nachhaltig überwacht wird". Auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter seien Planungssicherheit und schnelle Entscheidungen erforderlich: "Unser Energiesystem muss erneuerbarer, dezentraler und flexibler werden. Erneuerbare Energien übernehmen Schritt für Schritt die Leitfunktion." Dabei dürften, so Dr. Müller, die Spielregeln der Energiemärkte und des Wettbewerbs nicht aus dem Auge verloren werden.

MVV Energie hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (1. Oktober 2010 - 30. September 2011) in einem schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld, in dem viele Energieunternehmen mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen zu kämpfen hatten, sehr gut behauptet. So konnte das Unternehmen seinen Außenumsatz gegen den allgemeinen Trend im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 3,59 Milliarden Euro steigern und damit die eigene Umsatzprognose übertreffen. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) liegt mit 242 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau (243 Millionen Euro). Dr. Müller: "Diese stabile Ertragssituation ist ein besonderer Erfolg und deutlicher Beweis für die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe."

Steigender Absatz bei Industrie- und Gewerbekunden

Hauptgrund für die positive Unternehmensentwicklung ist nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden das ausgewogene Geschäftsportfolio. Die MVV Energie Gruppe konnte in den zurückliegenden zwölf Monaten bei Industrie- und Gewerbekunden den Absatz von Gas um 19 Prozent, von Strom um 2 Prozent und von Wärme um 3 Prozent steigern. Und auch im Umweltgeschäft konnte die angelieferte Menge brennbarer Abfälle um 4 Prozent erhöht werden.

Mit diesen Steigerungen ist es der Unternehmensgruppe gelungen, die gegenüber dem Vorjahr durch die deutlich mildere Witterung verursachten Rückgänge bei der Gas- und Wärmeversorgung auszugleichen. So lagen die Gradtagszahlen im Geschäftsjahr 2010/11 um rund 7 Prozent unter den vergleichbaren Werten im Geschäftsjahr 2009/10.

Das gute Ergebnis erlaubt es Vorstand und Aufsichtsrat, der am 16. März 2012 im Mannheimer Congress Center Rosengarten stattfindenden Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11 eine konstante Dividende von 0,90 Euro je Aktie vorzuschlagen. Dies ergibt eine unveränderte Ausschüttungssumme von 59,3 Millionen Euro.

Energiewende bestätigt eingeschlagenen Kurs

Mit Blick auf die nächsten Jahre erwartet Dr. Müller durch die Energiewende einen fundamentalen Systemwechsel für die Energiebranche in technologischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Hinsicht: "In Deutschland liegt die Zukunft des Energiemarktes in einer umweltfreundlicheren und stärker dezentralen Energieerzeugung." MVV Energie habe schon vor Fukushima die richtigen Weichen gestellt. Durch die Energiewende werde der eingeschlagene Kurs bestätigt. Dr. Müller: "Wir wollen unsere Kunden auch in Zukunft sicher und umweltfreundlich mit Energie versorgen und sie dabei unterstützen, Energie effizienter zu nutzen."

Dafür hat sich die Unternehmensgruppe ein ehrgeiziges Investitionsprogramm vorgenommen, mit dem sie bis 2020 insgesamt 3 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie in die Modernisierung der bestehenden Anlagen und Netze investieren möchte. Dabei konzentriert sich MVV Energie auf die Windenergie an Land, auf Biomasse und Biogas sowie auf die thermische Abfallverwertung.

Schon im letzten Jahr haben diese Wachstumsinvestitionen Fahrt aufgenommen. Insgesamt hat die Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2010/11 247 Millionen Euro investiert. Damit konnte auch der Anteil der erneuerbaren Energien und der umweltfreundlichen Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) an der eigenen Stromerzeugung weiter gesteigert werden. So stammen aktuell 20 Prozent des selbst produzierten Stroms aus regenerativen Energiequellen und weitere 28 Prozent aus KWK. Dr. Müller: "Wir erzeugen also bereits fast die Hälfte unseres Stroms umweltschonend und effizient, während der Bundesdurchschnitt im Vergleich erst bei 31 Prozent liegt."

Investitionen in die Zukunft gehen weiter

Auf der Grundlage ihrer soliden Finanzbasis - die Unternehmensgruppe verfügt über eine bereinigte Eigenkapitalquote von 39,5 Prozent - will MVV Energie ihren Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen. Dabei ist in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2012/13 ein steigendes Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Euro geplant. Die wichtigsten bereits beschlossenen Einzelinvestitionen sind die im südenglischen Plymouth geplante thermische Abfallverwertungsanlage mit 250 Millionen Euro sowie der Windpark Kirchberg im Hunsrück mit 84 Millionen Euro. Dr. Müller: "Wir wollen damit die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende für weiteres profitables Wachstum nutzen."

Gleichzeitig will das Unternehmen seinen überregionalen Strom- und Gasvertrieb mit einer zukunftsorientierten Vertriebsstrategie kontinuierlich ausbauen. Auf diesem Erfolgskurs spielt der Energiefonds Strom/ Gas und die Verbindung mit Ökostrom und Biogas eine besondere Rolle.

Hohe Investitionen beeinflussen Ausblick

Auch wenn die instabilen Rahmenbedingungen und die weiterhin volatilen Energiemärkte eine verlässliche Prognose erschweren, rechnet die Unternehmensgruppe für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 bei normalem Witterungsverlauf mit einem leichten Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresniveau. Dabei sind der deutschlandweite Strom- und Gasvertrieb, der Ausbau der Fernwärme an den deutschen und tschechischen Standorten sowie das Windgeschäft die Haupttreiber.

Das Mannheimer Energieunternehmen sieht die wesentlichen Ergebnisfaktoren im sogenannten Clean Dark Spread, den Abfallpreisen, dem Witterungsverlauf sowie der Entwicklung von Regulierung und Wettbewerb. Mit ihrem ausgewogenen Geschäftsportfolio geht MVV Energie auch in den kommenden Jahren davon aus, die energiepolitischen Veränderungen besser verkraften zu können als viele andere Energieunternehmen. Dr. Müller: "Gleichwohl machen sich stark steigende Brennstoffkosten, die 2013 anstehende Vollauktionierung der CO2-Emissionsrechte und das Regulierungsumfeld auch bei unserem Ergebnis bemerkbar."

Zudem beeinflussen die hohen Zukunftsinvestitionen in den nächsten Jahren die Ergebnisse in starkem Maße, da sie erst nach Inbetriebnahme positive EBIT-Beiträge liefern können. In Verbindung mit dem aktuellen Ausfall des Gemeinschaftskraftwerkes Kiel geht das Unternehmen nicht davon aus, das hohe Ergebnisniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010/11 mit 242 Millionen Euro im nächsten Jahr wieder zu erreichen. Dr. Müller: "Wir sind zuversichtlich, diese Belastungen durch positive Beiträge aus unseren Wachstumsgeschäften sowie durch Kosteneinsparungen aus interner Optimierung und Effizienzsteigerung teilweise ausgleichen zu können. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011/12 jedoch ein Adjusted EBIT leicht unter dem Vorjahresniveau."

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