Plan zur Veräußerung der Mobility-Gruppe beschlossen

(PresseBox) (Gelsenkirchen, ) Der Vorstand der Masterflex AG hat in seiner heutigen Sitzung entschieden, die Mobility-Gruppe als letzte derzeit verbliebene Nicht-Kerngeschäftsaktivität der Masterflex-Gruppe zu veräußern.

Mit der Veräußerung der Mobility-Gruppe wird der in 2008 eingeleitete Konzernumbau im Rahmen der langfristigen Strategie des Konzerns, dessen Geschäftstätigkeit auf das Kerngeschäft High-Tech-Schlauchsysteme zu konzentrieren und sich von damit nicht in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten zu trennen, abgeschlossen werden. Der Konzern sucht nunmehr aktiv nach einem Käufer für die Mobility-Gruppe und führt hierzu bereits erste Gespräche.

Im Zuge der Umklassifizierung des Geschäftsbereichs als 'zur Veräußerung gehalten' werden Wertminderungen anfallen. So ist mit einem möglichen Entkonsolidierungsverlust von bis zu 3,5 Mio. EUR zu rechnen, was in etwa der Hälfte der den Gesellschaften im Geschäftsbereich Mobility gewährten Darlehen sowie den in der Masterflex AG noch aktivierten Eigenleistungen von rund 0,5 Mio. EUR entspricht.

Genannte Abschreibungen werden die Liquiditätssituation der Masterflex-Gruppe nicht beeinflussen; gleichwohl wird sich das Eigenkapital um die genannten Abwertungsbeträge reduzieren. Auf Basis kaufmännischer Vorsicht sollte somit eine Belastung der - nach Durchführung der parallel laufenden Neustrukturierung der Bilanzpassiva - bereinigten wie neu strukturierten Bilanz der Masterflex AG durch Effekte der Vergangenheit in Zukunft weitgehend ausgeschlossen werden können.

Erläuterungstext:

Die überproportionale Wachstums- und Diversifizierungsstrategie der auf den Börsengang folgenden Jahre führte zu einer hohen Verschuldung und zu erheblichen bilanziellen Verwerfungen. Im Geschäftsjahr 2008 wurde mit dem zwingend notwendigen Restrukturierungskurs begonnen, das Geschäft der Masterflex AG wieder auf das Kerngeschäft High-Tech-Schlauchsysteme zu refokussieren, da insbesondere die Verschuldungslast zwischenzeitlich erdrückende, sogar existenzbedrohende Ausmaße angenommen hatte. Das Schlauchgeschäft war in allen Jahren der zuverlässige und mit Abstand größte Ergebnisträger in der Masterflex-Gruppe und erwirtschaftete durchgängig stabile Cash Flows sowie attraktive Margen. Zudem steht der Name Masterflex seit mehr als 20 Jahren für herausragende Kompetenz im gesamten Markt für High-Tech-Schlauchsysteme.

Mit der Entkonsolidierung der Mobility-Sparte, welche keine Synergien mit dem Kerngeschäft aufweist und in ihrer geschäftlichen Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen des Vorstandes der Masterflex AG zurückliegt, wird die in 2008 eingeleitete Restrukturierung binnen Jahresende abgeschlossen werden.

Der Vorstand wird den Verkaufsprozess zügig vorantreiben und neben einem Komplettverkauf der Gruppe auch separate Verkäufe einzelner Mobility-Beteiligungen und/oder Kooperationen mit Partnern aktiv prüfen.
Ein momentanes Ausbleiben hinreichender Markteinschätzungen sowie ein gegenwärtiges Fehlen von Kaufangeboten erschwert die Beurteilung hinsichtlich möglicher bilanzieller Effekte. Da es sich bei der Mobility-Gruppe um eine selbst gegründete Firmengruppe handelt, sind hier keine Firmenwerte aktiviert und es stellt sich dem entsprechend dazu nicht die Frage nach einer Neubewertung. Gleichwohl wurde die Gründung sowie der Ausbau des Geschäftes in der Vergangenheit mit Darlehen vorfinanziert.
Insgesamt bestehen Forderungen in Höhe von rund 5,0 Mio. EUR gegenüber verschiedenen Tochtergesellschaften der Mobility-Gruppe. Darüber hinaus wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 0,5 Mio. EUR aktiviert. Als Gegenwert bestehen neben den Beständen (rund 2,0 Mio. EUR) auch Patente und ein Geschäftsmodell mit hohem Ausbaupotenzial.

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