Die Apple-Store-Strategie: Königsweg im stationären Marketing? Nicht für KMU

(PresseBox) (Marburg, ) Wohlfühlen und Markenwert schlagen den Preis. Marquardt+Compagnie zeigen am Beispiel Apple, welche Marketing-Strategie sich etablierte Marken leisten können und weshalb das "Schema Apple" nicht unbedingt für KMU geeignet ist.

Es ist schon kurios: Wo auch immer man einen Apple-Store betritt, ist er voll. Mancherorts sind die Geräte vor lauter Besuchern kaum zu sehen. Die Anziehungskraft und Attraktivität der Marke Apple macht auch im stationären Handel nicht Halt, trotz der teils deutlichen Preisunterschiede zum Online-Angebot. Woran liegt das? Man sollte meinen, höhere Preise für identische Produkte schrecken Käufer ab. Nicht so im Apple-Store. Dahinter steckt allerdings ein durchdachtes Kalkül.

Kombination aus Spieltrieb und Design: Apples Verkaufsstrategie

Apple bietet seinen Kunden eine einzigartige Atmosphäre aus ansprechendem Design, wohl überlegtem Ambiente und konsequenter Anordnung der einzelnen Elemente. Unternehmen wie dieses zeigen auf eigenwillige Weise, was es für große Marken bedeutet, die eigene Corporate Identity in Design und Angebot zu präsentieren. Annehmlichkeiten, wie vernetzte Geräte, mit denen man ins Internet gehen kann, welche man berühren, ausprobieren und erkunden kann, befriedigen den Spieltrieb der Besucher. Wer einen der Läden betritt, kommt aus dem Staunen so schnell nicht mehr heraus. Aber Staunen, Anfassen und Ausprobieren sind noch keine Verkaufsargumente. Welchen Trick bedient sich Apple, den stationären Absatz derart hoch zu halten?

Kaufrausch im Apple-Store: Ein durchdachtes Kalkül.

Käufer von Apple-Produkten sind in der Regel nicht dafür bekannt, wenig Geld zu besitzen. Unabhängig davon schafft es das Unternehmen, trotz höherer Preise für ein und dieselben Geräte, einen Großteil standortgebunden zu verkaufen. Wie geht das?

Apple bedient sich eines einfachen, aber wirkungsvollen Marketingtricks. Die Stores werden so ausgelegt, dass die Besucher dazu gebracht werden, möglichst tief in die eigene Tasche zu greifen. Ein typischer Apple-Store gliedert sich nämlich in drei Sektionen. Rot, grün und blau. Die Idee dahinter: Ablenkung und alle Familienmitglieder gleichermaßen einbeziehen. Während etwa die rote Zone direkt am Eingang dafür sorgt, dass die Besucher (was vorwiegend neugierige Neukunden anlockt) einen allgemeinen, einladenden Überblick über das Angebot erhalten, kommen Kinder in der grünen "Familiy-Zone" voll auf ihre Kosten. Schließlich sollte auch an die Kunden von morgen gedacht werden. Das ist moderne Markenbindung nach Schema Apple. Abschließend befindet sich am hinteren Ende des Stores die blaue Zone. Hier steht Kundenbindung und Bestandskundenpflege auf dem Programm. Besucher, die bereits Kunden sind und ein Apple-Gerät besitzen, werden hier kompetent beraten. Serviceorientierung wie aus dem Lehrbuch.

Markenbindung nach "Schema Apple"

Mit diesem durchdachten Kalkül aus einem offenen, einladenden Shop-Design, vielfältigen Spiel- und Probierplätzen und einer gleichmäßigen Ansprache sämtlicher Besucherkategorien, vom neugierigen Neukunden bis zum treuen Apple-Veteranen, schafft es die Marke Apple auch im stationären Bereich einen starken Auftritt. Apple wird in erster Assoziation mit Technologie und digitalem Fortschritt und nicht mit örtlichem Handel in Verbindung gebracht. Trotzdem kann man diesem Beispiel eine wichtige Erkenntnis entnehmen, auch wenn die Wege und Intensionen der Marke durchaus mit Vorsicht zu genießen sind. Markenbindung nach Schema Apple versinnbildlicht eine ganzheitliche Verbraucheransprache und Kundenpflege. Apple-Fans sind treue Kunden. Sie kaufen aus Überzeugung. Weil sie sich wohlfühlen. Weil sie von Angebot und Produkt überzeugt sind. Und weil sie eine starke Marke kaufen wollen.

Das Apple-Store-Beispiel: Der Goldstandard im Marketing? Nicht für KMU.

Ein klares Jein. Das Beispiel Apple zeigt einen Weg, der funktioniert kann. Aber nicht bei jedem Unternehmen und schon gar nicht uneingeschränkt. Samsung zum Beispiel versucht einen ähnlichen Weg, jedoch mit deutlich geringerem Erfolg. Copy & Paste führt also nicht zum Ziel. Und das ist es auch, was Marquardt+Compagnie ihren Kunden immer wieder aufzuzeigen versuchen: Abschauen von den Großen der Branche kann sich lohnen, darf aber nicht zur Regel werden und sollte unbedingt an die eigene Corporate Identity angepasst werden. Apple genießt Erfolg, weil sie vor allem Prestige und Macht symbolisieren. Welches KMU kann sich ein solches Image leisten oder gar über Jahre aufrechterhalten? Kleinere Unternehmen dürfen zwar gucken, müssen aber umdenken. Ihr Erfolg liegt im Überdauernden, im Nachhaltigen. Marken wie Apple gehören zur sogenannten Wegwerf-Generation. Kunden kaufen, probieren aus und "reagieren sich ab". Am Ende werden die Gadgets aber schnell kalt in der Ecke liegen. Apple kann sich dieses Image durchaus leisten. Noch zumindest. KMU stehen für anhaltende Mehrwerte. Diese Mehrwerte machen aus mittelständischen Betrieben starke Marken. Dazu zählen Kongruenz und Integrität. Markenwerte, die überdauern, welche die Kunden schätzen und langfristig vertrauen. Man darf gespannt sein, wie lang das Schema Apple noch gut geht.

Wie werden aus KMU starke Marken? Marquardt+Compagnie zeigt Wege, dieses Ziel zu erreichen.
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Immer schnellere und komplexere Kommunikationswege, sowie eng verzahnte Abläufe lassen keine Zeit für falsche Entscheidungen. Fehler werden umgehend wirksam und kosten oft eine Menge Geld. Der moderne Unternehmer ist heute umfassend gefordert, Informationen zu evaluieren, zu analysieren und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um sich gegen die weltweite Konkurrenz zu behaupten. Tragfähige, durchdachte Kommunikationsstrategien sind ein existenzielles Werkzeug in diesem Prozess. Sie geben Struktur und sorgen für die konsequente Entscheidungsfindung. Das gilt sowohl für die Kundengewinnung oder Bestandskundenpflege, als auch die Führung von Mitarbeitern oder die Gewinnung neuer Fachkräfte.

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