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Zukunft für manroland-Niederlassung in Großbritannien

(PresseBox) (Offenbach, ) Wie die manroland sheetfed GmbH mitteilt, hat sie das Bogenoffset-Geschäft und die Vermögenswerte der manroland Great Britain Ltd übernommen. Diese Niederlassung war in Folge der Insolvenz der manroland AG am 5. Dezember 2011 ebenfalls in die Insolvenz geraten. Damit ist die Unsicherheit über die Zukunft von manroland in Großbritannien mit dem heutigen Tag beendet. Die Britischen Insolvenzverwalter mussten einschreiten, nachdem die Pensionsforderungen nicht mehr durch die Muttergesellschaft übernommen wurden.

manroland Great Britain Ltd, seit 1999 im Geschäft, war gegründet worden nachdem manroland Deutschland den bisherigen Distributor PPS übernommen hatte.

Mehr als 40 Niederlassungen weltweit und rund 100.000 Quadratmeter Produktionsanlagen in Deutschland waren Teil der Übernahme des Bogenoffset-Geschäfts von der manroland AG durch den britischen Industriellen Tony Langley im vergangenen Monat. Das Geschäft in Großbritannien war in dieser Übernahme nicht enthalten.

Somit wurde nun eine neue Gesellschaft, die manroland sheetfed (UK) Ltd, gegründet, die gleich heute das Geschäft in den bisherigen Räumlichkeiten in Mitcham im Südwesten von London mit 37 Mitarbeitern fortsetzt. Der bisherige Vertriebsleiter für den Bogenoffset in England, Adam Robotham (38) wurde zum Geschäftsführer der neuen Gesellschaft ernannt. Er war 1998 als Vertriebsmitarbeiter zu manroland/PPS gekommen.

Ein Unternehmenssprecher der manroland sheetfed GmbH kommentiert dieses Ergebnis: "Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Unsicherheit nun auch in Großbritannien beendet ist und bedanken uns bei unseren vielen geschätzten Kunden im vereinigten Königreich für ihre Geduld während der Phase der Neuausrichtung."

Die Verhandlungen über den Verkauf des Rollenbereichs in Großbritannien an einen anderen Interessenten ist bereits weit fortgeschritten und schließt die örtlichen Mitarbeiter aus diesem Teil ebenfalls mit ein.

manroland Meilensteine:

- 1871: Gründung eines "Associationsgeschäftes zur Produktion von lithografischen Schnellpressen" durch Louis Faber und Adolf Schleicher.

- 1879: Die erste Albatros-Maschine wird nach St. Petersburg/Russland exportiert.

- 1911: Die erste Roland-Offsetpresse kommt auf den Markt.

- 1922: Die neue Einfarben-Offsetmaschine Klein-Roland 00 ermöglicht die Produktion von bis zu 5.000 Bogen in der Stunde.

- 1951: Auf der ersten Drupa-Messe präsentiert man die Ultra, eine hochflexible Vierfarbenmaschine.

- 1972: Die ROLAND 800, integriert mit der ersten Farbsteueranlage im Bogenoffset, ermöglicht den Druck von 10.000 Bogen pro Stunde.

- 1979: Die Roland Offsetmaschinenfabrik Faber & Schleicher, Offenbach und der Druckmaschinenbereich der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg vereinigen sich zur MAN Roland Druckmaschinen AG, Offenbach/Main.

- 1990: Mit ihrem richtungsweisenden Automatisierungskonzept bedruckt die mittelformatige ROLAND 700 15.000 Bogen in der Stunde.

- 1995: Mit der ROLAND 900 wird eine innovative Bogenoffsetmaschine für das Großformat präsentiert. Mit vielen Features setzt sie Maßstäbe in puncto Schnelligkeit und Ökonomie.

- 2000: ROLAND 500 mit 18.000 Bogen/h.

- 2003: ROLAND 900 XXL, Format 7/7B und Format 8.

- 2004: Vorstellung ROLAND DirectDrive: Direktantrieb bei Bogenmaschinen.

- 2004: Vorstellung ROLAND InlineFoiler Prindor: Kaltfolien-Applikation im Bogen.

- 2006: MAN verkauft die Mehrheitsanteile an der MAN Roland Druckmaschinen AG an Allianz Capital Partners (ACP), einer Investmentgesellschaft der Allianz AG. Die Anteile werden nun von einer Investmentgesellschaft gehalten, an der MAN zu 35% und ACP zu 65% beteiligt sind.

- 2006: Die DirectDrive-Technologie erobert den Markt mit super-schnellen Rüstzeiten, die es sogar ins Guinnes Buch der Rekorde schaffen.

- 2007: Stärkung der Dienstleistungskompetenz: Aktive Vermarktung PRINTVALUE mit printservices, printcom, printnet und printadvice.

- 2008: Aus MAN Roland wird manroland. Ein neues Logo wird auf der drupa präsentiert. ROLAND 700 Maschinen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 18.000 Bogen pro Stunden sind verfügbar.

- 2009: Die Kreditkrise trifft die Druckindustrie hart und die geplante Börsengang der manroland AG wird ad acta gelegt.

- 2010: "One Touch"-Konzept wird vorgestellt Einführung der Vision einer Bogendruckmaschine, die per Knopfdruck vollautomatisch druckt bringt ein bisher unvorstellbares Maß an Automatisierung. Das Konzept hat sich bereits auf manroland-Rollendruckmaschinen bewährt

- 2010: manroland gibt Zusammenarbeit mit dem Hersteller von Inkjet-basierten digitalen Drucksystemen, Océ, bekannt.

- 2010: Das Unternehmen startet die Wendung bei der ROLAND 900, XXL, die größte Bogenoffset Bogenwendung und setzt damit Maßstäbe in punkto Qualität und Kapazität.

- 2011: Die Neumaschinenverkäufe sind im Vergleich zu 2008 um über 60% gesunken, aber der After-Sales-Service zu einer installierten Basis von über 10.000 Maschinen weltweit ist stabil geblieben. ACP führt Gespräche mit der Schweizer Private Equity Gesellschaft Capvis, aber die Verhandlungen zu einer Übernahme scheitern und am 25. November, stellt die manroland AG Insolvenzantrag.

- 2012: (Januar) Insolvenzverwalter Werner Schneider meldet starkes Interesse von potenziellen Interessenten. Ein Verkauf der Rollenoffset-Sparte an die deutschen L. Possehl & Co mbH Gruppe wird vereinbart. Die Bogenoffset- Sparte wird zusammen mit allen Immobilien, darunter rund 100.000 qm an Produktionsstätten in Offenbach und Mainhausen und über 40 Vertriebs-und Servicegesellschaften weltweit, wird an den britischen Industriellen Tony Langley und die Engineering-Gruppe, die er steuert, Langley Holdings PLC verkauft.

- 2012: (7. Februar) Die Kartellfreigabe des deutschen Bundeskartellamts ist erfolgt und die manroland sheetfed GmbH startet das Geschäft. Während der Insolvenz waren rund 1000 Mitarbeiter der Offenbacher Zentrale und Produktionsstätten entlassen worden. In einer bewegenden Rede an die versammelte Offenbachbelegschaft von rund 1.000 verbliebenen Mitarbeitern, sprach Tony Langley mit Hilfe eines Übersetzers von "dem Beginn einer neuen Ära" und versprach langfristiges Engagement. Er erinnerte an John F. Kennedys berühmte Berliner Rede mit der Feststellung: "Ich bin ein Rolander ". Die Übernahme wird allgemein begrüßt.

- 2012>: Der Markt für Druckmaschinen hat beispiellose Turbulenzen in den letzten Jahren gesehen, aber die manroland sheetfed GmbH sieht sich als "Porsche" unter den Druckmaschinenherstellern und rechnet damit, innerhalb eines Jahreswieder in die Gewinnzone zu kommen. Die Produktionskapazitäten können jederzeit angepasst werden, sobald sich Marktbedingungen verbessern. Inzwischen hat das Unternehmen seine Forschungs-und Entwicklungsprogramm festgelegt und wird einige Innovationen auf der drupa 2012 präsentieren.

Disclamer

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf fundierten Annahmen und Hochrechnungen der Unternehmensleitung der manroland sheetfed GmbH beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse davon aufgrund vielfältiger, vom Unternehmen nicht beeinflussbarer Faktoren abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der Wirtschaftslage, der Wechselkurse sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Branche gehören. Die manroland sheetfed GmbH übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung, dass die künftige Entwicklung und die künftig tatsächlich erzielten Ergebnisse mit den in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen und Aussagen identisch sein werden. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
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