LAND-DATA-Anwenderkonferenz 2010: Risiko- und Finanzmanagement in der Landwirtschaft

(PresseBox) (Visselhövede, ) Der Strukturwandel in der Landwirtschaft bringt eine Konzentration auf weniger aber dafür größer und komplexer werdende Unternehmen mit verschiedenen Betriebsteilen und wachsenden Beratungsanforderungen mit sich. Bei der Einschätzung von Stärken und Risiken eines landwirtschaftlichen Unternehmens sowie bei der Vergabe von Krediten für Zukunftsinvestitionen setzen Entscheider verstärkt auf eine vorausschauende Gewinn- und Liquiditätsplanung. Auf was es beim Risikomanagement in der Landwirtschaft ankommt und mit welchen Planungshilfen Buchstellen und Steuerberatungskanzleien ihre Mandanten unterstützen können, stand im Mittelpunkt der Diskussion auf der LAND-DATA-Anwenderkonferenz am 19. Mai 2010.

67 Vertreter der führenden Buchstellen und Steuerberatungskanzleien aus ganz Deutschland folgten der Einladung von LAND-DATA zu einem Austausch mit Experten aus Forschung, Lehre und dem Bankensektor, um sich über die aktuellen Anforderungen an ein effizientes Risikomanagement in der Landwirtschaft zu informieren. Begleitet durch Experten aus Wissenschaft und Praxis wurde die aktuelle Situation in der Landwirtschaft erläutert und diskutiert wie Buchstellen und Steuerberater Unternehmer bestmöglich bei der richtigen Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Betriebes sowie bei der Beantragung von Fördermitteln und Krediten unterstützen können.

Mit dem Konzentrationsprozess, den die Landwirtschaft gegenwärtig durchläuft, und der daraus resultierenden zunehmender Kapitalintensität der Betriebe erhöht sich die Möglichkeit betriebswirtschaftlicher Fehlentscheidungen. Globalisierung und Liberalisierung der Märkte, Klimawandel und zunehmender technischer Fortschritt erhöhen das unternehmerische Risiko. Darüber hinaus sehen sich Landwirte, die traditionell über Jahrzehnte an ihre Hausbank gebunden waren, heute einer Vielfalt an Finanzierungsangeboten ausgesetzt. Das bedingt auch steigende Anforderungen und Nachfragen nach einer fundierten Entscheidungsunterstützung bei Finanzierungsfragen. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass gut vorbereitete Finanzierungsentscheidungen auch bei sehr erfolgreichen Unternehmen eine hohe Durchschlagkraft haben können. "Dabei gehen die befragten Unternehmer aus ihrem Gefühl heraus eher davon aus, dass externe Faktoren wie Preise und Agrarpolitik ihr Unternehmensergebnis weitaus mehr beeinflussen als komplizierte Analysen, Planungen und Optimierungsverfahren. So werden noch immer viele unternehmerische Entscheidungen in der Landwirtschaft aus dem Bauch heraus getroffen", so Dr. Norbert Hischauer in seinem Vortrag zum modernen Agrarmanagement. "Dabei haben Betriebe, die formale Optimierungsverfahren zur Planung des Produktionsprogramms einsetzen, in 23 von 24 untersuchten Produktionsjahren ein besseres Ergebnis erreicht. In einem Beobachtungszeitraum von sechs Jahren haben vier Betriebe unterschiedlicher Größe im Durchschnitt sogar deutlich von formalen Optimierungsverfahren profitiert. Häufig werden Zeitmangel, Grenzkosten der Planung sowie Ablehnung von Planungsinnovationen oder einfach Unkenntnis als Gründe vorgeschoben, um betriebsübergreifende Risikomanagementinstrumente nicht in vollem Umfang zu berücksichtigen".

Qualität von Informationen beeinflusst das Rating der Banken

Aus Sicht der Banken und der Agrarförderung spielt die Liquiditätslage, welche heute höheren Schwankungen unterliegen, bei der Kreditanalyse eine immer wichtigere Rolle. Fehlende Konzepte und Unsicherheiten bei der Investitionsplanung wirken sich unmittelbar negativ auf ein Rating aus. Abhilfe schaffen regelmäßige Bankgespräche in Begleitung des Betriebs- oder Steuerberaters, aktuelles Datenmaterial (aktueller Abschluss, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Geldbericht), ergänzende Betriebszweigauswertungen zur Produktionseffizienz, die frühzeitige Einbindung der Hausbank bei Engpässen und das Aufzeigen von Liquiditätsreserven (z. B. Verringerung von Vorräten, Verschiebung geplanter Investitionen, Veräußerung nicht genutzten Betriebsvermögens). "Eine positive Kreditentscheidung hängt entscheidend von der Jahres- abschlussanalyse, dem Sinn der Investition, dem Umfeld (Betrieb, Agrarpolitik) sowie der Kapitaldienstfähigkeit in der Zukunft ab. Aber auch scheinbar belanglose Faktoren wie beispielsweise die Kontoführung eines Unternehmers geben uns wichtige Indikatoren bei der Einschätzung der Kreditwürdigkeit", so das Fazit von Dr. Christian Bock, Bereichsleiter für das Fördergeschäft bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die insgesamt über eine Bilanzsumme von 76 Mrd. Euro verfügt.

Anforderungen aus der Praxis

"Mein Steuerberater ist ein ganz wichtiger Partner. Ich benötige nicht nur eine solide Datenbasis, die mir zeitnah zur Verfügung gestellt wird. Im Idealfall erhalte ich Auswertungen, die ich als Controllinginstrument zur Liquiditätssicherung heranziehen kann, werde fachlich gut beraten sowie bei Fragen rund um die Kontierung von Buchungen bestmöglich unterstützt", fasst Wolfgang Täger-Farny die Anforderungen aus der Praxis zusammen. Als Landwirt, der erfolgreich einen 450 ha-Betrieb im niedersächsischen Groß Twülpstedt führt, setzt er seit 40 Jahren LAND-DATA-Software in der Betriebsführung ein.

Positive Teilnehmerbewertung der Anwenderkonferenz 2010

Gemeinsames Fazit aller Teilnehmer und Referenten der LAND-DATA-Anwenderkonferenz 2010 ist, dass Kontrollinstrumente, die rein auf erfassten Daten basieren, für eine erfolgreiche Unternehmensführung längst nicht mehr ausreichen. Moderne Softwareanwendungen beinhalten darüber hinaus attraktive Planungsinstrumente zur Planung der zu erwartenden Erträge und Aufwendungen sowie der zukünftigen Liquidität auf Grundlage der Zahlungsströme in der Buchführung. LAND-DATA stellt mit der Jahresabschlussanalyse, einem Betriebsvergleich mit anderen Landwirten in der Unternehmensanalyse sowie der Gewinnvorausschau attraktive Planungsinstrumente zur Verfügung. Eine umfangreiche Liquiditätsplanung in der Buchführungssoftware ADNOVA finance wird Anwendern ab Herbst 2010 zur Verfügung stehen. Damit gibt das führende Softwareunternehmen im landwirtschaftlichen Rechnungswesen seinen Partnern in Buchstellen und Steuerberatungskanzleien ein wichtiges Instrument an die Hand, um Landwirte bei der Planung der weiteren Entwicklung ihres Betriebes zu begleiten. Für ein erfolgreiches Rating muss die Kreditwürdigkeit des Unternehmens in Bankgesprächen stichhaltig und glaubhaft belegt werden. Ebenso gilt es, für den Betrieb über die nächsten Jahre und im Falle einer Hofübergabe eine klare Entwicklungsperspektive aufzuzeigen.

"Auf die Ausweitung der LAND-DATA-Anwenderkonferenz als Expertenforum für aktuelle Themen in der Landwirtschaft haben wir rundherum positive Rückmeldung erhalten. Mitarbeiter in Buchstellen und Steuerberatungskanzleien sind heute nicht mehr nur Partner beim Erfassen und Auswerten von Daten in der Buchführung. Sie begleiten Landwirte darüber hinaus bei der Planung von Investitionen und Umstellungen in der Produktion. Der Steuerberater unterstützt den Landwirt bei der Vorbereitung und Durchführung von Bankgesprächen. Diese Ausweitung der Beratungsintensität müssen und werden wir in der Softwareentwicklung aktiv begleiten. Dass wir damit richtig liegen hat die Diskussion mit unseren Anwendern gezeigt", so die Bilanz von Dipl.-Ing. Andreas Baldamus, Geschäftsführer der LAND-DATA, nach regem Austausch mit den Teilnehmern.

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