100.000 Euro Preisgeld im alten Bundestag übergeben

KYOCERA-Umweltpreis 2010 geht an SkySails

(PresseBox) (Bonn, ) Auf dem Tag der Wirtschaft ist heute in Bonn zum zweiten Mal der mit 100.000 Euro dotierte KYOCERA-Umweltpreis verliehen worden. Gewinner ist das Technologieunternehmen SkySails GmbH & Co. KG. Auf den zweiten Platz wählte die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer die LichtBlick AG, gefolgt von der Groz-Beckert KG auf Platz 3. Mehr als 60 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um den KYOCERA-Umweltpreis beworben. Die drei Preisträger überzeugten im Hinblick auf Innovation, Marktpotenzial, Umweltentlastung und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen. Wie schon beim ersten KYOCERA-Umweltpreis hat die Jury darüber hinaus einen Sonderpreis verliehen. Ausgezeichnet mit dem "Ehrenpreis des KYOCERA-Umweltpreises" für ihr besonderes Umweltengagement wurden Aloys Wobben, Geschäftsführer der ENERCON GmbH, und Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands der Henkel AG & Co. KGaA.

Bereits zum zweiten Mal hat der Drucker- und Kopiererhersteller KYOCERA zusammen mit seinen Partnern, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.), den KYOCERA-Umweltpreis verliehen. Mit einem Preisgeld von 100.000 Euro ist er einer der höchstdotierten Wettbewerbe im Umweltschutz in Deutschland. Hauptziel der Initiative ist es, CO2reduzierende Projekte in mittelständischen Unternehmen anzustoßen und nachhaltig zu fördern. "Wir von KYOCERA freuen uns mit den drei Preisträgern. Sie sind Beleg dafür, welch wichtige Rolle die Entwicklung nachhaltiger Technologien nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland heute einnimmt. Mit dem KYOCERA-Umweltpreis führen wir den Weg unseres Unternehmensgründers Dr. Inamori fort, indem wir die kreative Kraft von Leidenschaft, Mut und Neugier gepaart mit dem Respekt gegenüber den Menschen und der Umwelt auch über unsere eigenen Unternehmensgrenzen hinweg fördern", fasst Reinhold Schlierkamp, Geschäftsführer KYOCERA MITA DEUTSCHLAND, die Ziele und Ergebnisse des KYOCERA-Umweltpreises zusammen. Wichtigste Kriterien für die Bewertung der insgesamt über 60 eingereichten Projekte waren Innovationsgrad, Marktpotenzial, Umweltentlastung und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen.

Gewinnerprojekte unterstreichen Innovationspotenziale deutscher Unternehmen

Als Gewinner des KYOCERA-Umweltpreises kann sich die SkySails GmbH & Co. KG über ein Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro freuen. Das Unternehmen, auf dem Tag der Wirtschaft vertreten durch Stephan Wrage, Erfinder, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter, ist Markt- und Technologieführer im Bereich automatisierter Zugdrachensysteme. Die Entwicklung dieses einzigartigen Windantriebs für Frachtschiffe überzeugte die Jury auf der ganzen Linie. Die technischen Möglichkeiten, die sich durch die räumliche Trennung von Schiff und "Segel" bzw. Zugdrachen ergeben, ermöglichen ein völlig neuartiges Leistungsspektrum. Im Vergleich zu normalen Segeln erzeugen SkySails pro Quadratmeter Fläche das fünf- bis 25fache an Vortriebskraft. Der Betrieb von Schiffen wird profitabler, sicherer, umweltfreundlicher und unabhängiger von knappen Ölreserven. Treibstoffverbrauch und gleichermaßen die Emissionen (SOx, NOx, CO2) können im Jahresdurchschnitt zwischen 10 und 50 Prozent reduziert werden. Hochgerechnet wäre es durch den weltweiten und konsequenten Einsatz der SkySails-Technologie möglich, jährlich über 150 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, dies entspricht ca. 15 Prozent des CO2-Ausstoßes der Bundesrepublik Deutschland.

Der mit 30.000 Euro bedachte zweite Platz wurde von der LichtBlick AG in Person des Vorstandsvorsitzenden Dr. Christian Friege in Empfang genommen. LichtBlick ist mit über 550.000 Kunden Deutschlands größter, von den etablierten Energiekonzernen unabhängiger, Energieversorger. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen von der Jury für sein zukunftsweisendes und breit anwendbares SchwarmStrom-Konzept. LichtBlick plant damit auf Grundlage von mindestens 100.000 ZuhauseKraftwerken in Gebäuden mit einem Wärmebedarf von 40.000 bis 400.000 kWh, durch intelligente Steuerung und Vernetzung ein virtuelles Großkraftwerk mit einer Erzeugungskapazität von 2.000 Megawatt zu realisieren. Erdgasbetriebene ZuhauseKraftwerke erreichen aufgrund der Nutzung von Wärme und Strom eine mit über 92 Prozent zwei bis dreimal so hohe Energieeffizienz wie Atom- oder Kohlekraftwerke. Sie sparen gegenüber der herkömmlichen Strom- und Wärmeerzeugung bis zu 60 Prozent Kohlendioxid ein. Dank der flexiblen Steuerung der Anlagen kann SchwarmStrom gezielt die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne ergänzen und ermöglicht so den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die ersten erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen werden bereits im Sommer 2010 in Hamburg installiert.

Die Groz-Beckert KG erhält als Drittplatzierter ein Preisgeld von 20.000 Euro. Als weltweit agierender Hersteller von Werkzeugen und Systemteilen für die Textilindustrie versucht Groz-Beckert mit seinen Entwicklungen ökonomische Notwendigkeiten der Textilindustrie mit ökologischen Vorteilen zu verbinden. Jüngstes Beispiel ist das von der Jury ausgezeichnete Projekt "Litespeed". Die Litespeed-Nadel ist eine Stricknadel-Neuentwicklung für den Einsatz in Hochleistungs-Rundstrickmaschinen. Durch die Optimierung der Nadelgeometrie, d.h. durch die partielle Reduzierung der Nadelschaftdicke werden Gewicht und Reibung der Nadel im Nadelkanal vermindert. Mit dem Effekt, dass weniger Energie für die Nadelbewegung notwendig ist und der Stromverbrauch der Maschine deutlich gesenkt wird. Der Verschleiß am Nadelfuß und an den Schlossteilen verringert sich zudem deutlich. Eine weitere positive Begleiterscheinung ist eine bessere Verteilung des Nadelöls. Für Strickmaschinen bedeutet dies eine geringere Maschinentemperatur, reduzierter Ölverbrauch und weniger Ölvernebelung. Die zweite Komponente der Entwicklung ist die Optimierung des Schmieröls. Durch eine auf den Strickprozess angepasste Zusammensetzung des Schmieröls und die Verwendung von Anteilen nativen Ursprungs kann der Ölverbrauch und der Einsatz von umweltschädigenden Ressourcen weiter gesenkt werden. Die im Labor auf Prüfständen und in Feldversuchen ermittelten Ergebnisse zeigen ein Potenzial für eine jährliche Reduktion der elektrischen Leistung von ca. 0,5 GW, eine Reduzierung der C02-Emmission um jährlich 3,4 Mio. t CO2 und eine Einsparung von jährlich 1 Mio. Liter Mineralöl in der Nadelölherstellung. Mit der Vergabe des dritten Platzes an Groz-Beckert würdigte die Jury aber nicht nur die technologische Innovation, sondern möchte auch das enorme Exportpotenzial dieses Projekts hervorheben.

Ehrenpreis des KYOCERA Umweltpreises geht an Kasper Rorsted und Aloys Wobben

Um die Tendenz zu mehr Verantwortung in den deutschen Unternehmen noch stärker zu verankern, hat sich die Jury entschieden, in diesem Jahr nicht nur Unternehmen für ihre konkreten technologischen Maßnahmen und Entwicklungen auszuzeichnen, sondern auch zwei prominente Managerpersönlichkeit zu ehren.

Aufgrund des jahrelangen Engagements und seiner wegweisenden Leistungen für die Windkrafttechnologie in Deutschland, ist die Wahl auf Aloys Wobben von ENERCON gefallen. 1984 hatte der Diplomingenieur mit einem kleinen Team begonnen, erste Windenergieanlagen zu entwickeln. Seitdem hat ENERCON immer wieder neue Maßstäbe auf diesem zukunftsweisenden Technologiefeld gesetzt. Heute beschäftigt das in Aurich ansässige Unternehmen direkt und indirekt mehr als 12.000 Menschen weltweit. Mit über 16.000 installierten Windenergieanlagen in über 30 Ländern zählt ENERCON auch international zu den führenden Herstellern im Bereich der Windenergie. Grundlage dieses Erfolges ist die von Wobben stets vorangetriebene Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Für Henkel gehört Nachhaltigkeit seit über 130 Jahren zum Selbstverständnis. Als Vorsitzender des Vorstands von Henkel steht Kasper Rorsted dafür ein, dass Nachhaltigkeit integraler Bestandteil des Unternehmens bleibt. So hat sich der hohe Stellenwert auch durch die Wirtschaftskrise nicht verändert. Für Kasper Rorsted ist Nachhaltigkeit eines der herausragenden Merkmale von Henkel und ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wichtig ist, die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten. Wer dagegen unter CSR und Nachhaltigkeit eher Spenden, Sponsoring und Projekte außerhalb der eigentlichen Geschäftstätigkeit versteht, greift aus Sicht von Henkel zu kurz.

Die Jury des KYOCERA-Umweltpreises

Entschieden über die Vergabe des KYOCERA-Umweltpreises hat eine zehnköpfige Jury unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesumweltministers Prof. Dr. Klaus Töpfer. Zu den weiteren Mitgliedern des hochkarätig besetzen Entscheidungsgremiums zählen der Klimaexperte Prof. Dr. Mojib Latif, BVMW-Präsident Mario Ohoven, Dieter Brübach aus dem Vorstand des B.A.U.M., Martin Poreda, Gründer des Internet-Unternehmens kununu, Sebastian Matthes, Wirtschaftswoche, Dr. Stephan Schwarzer, Abteilungsleiter Umwelt- und Energiepolitik bei der WKÖ, Jörg Dürr-Pucher, Generalbevollmächtigter der Deutschen Umwelthilfe, Dr. Ahmet Lokurlu, Geschäftsführer der SOLITEM AG und Gewinner des KYOCERA-Umweltpreises 2008 sowie Detlef Herb, Umweltbeauftragter von KYOCERA.

KYOCERA: Umweltengagement mit Tradition

Der nachhaltige Umgang mit den weltweiten Ressourcen gehört zur Unternehmensphilosophie von KYOCERA. Im Sinne dieser Tradition richtet der Konzern nicht nur seine Produktentwicklung aus, sondern engagiert sich seit vielen Jahren auch in den verschiedensten Umweltschutzprojekten. KYOCERA lässt sich dabei vor allem vom Motto des Firmengründers Dr. Kazuo Inamori leiten: "Respect the Devine and Love People" (Respektiere das Göttliche und liebe die Menschen). Im Zentrum dieser Unternehmenshistorie steht die Entwicklung entsprechend nachhaltiger Technologien im Bereich der Drucker und Kopierer, aber auch in der Solarsparte des Konzerns. Darüber hinaus bietet KYOCERA eigene Verpackungs- und Recyclingstrategien, achtet bei jeder Niederlassung auf ressourcenschonende Konzepte und engagiert sich seit langem in verschiedenen Umweltschutzprojekten. Höhepunkt dieses Engagements ist die Verleihung des KYOCERA-Umweltpreises.

Hintergrundinformationen zu KYOCERA und dem KYOCERA-Umweltpreis finden Sie unter: www.kyocera-umweltpreis.de

KYOCERA FINECERAMICS GMBH

KYOCERA MITA ist einer der weltweit führenden Anbieter von wirtschaftlichen Outputlösungen. Die Produktpalette umfasst netzwerkfähige ECOLaser-Drucker, digitale Kopier- und Multifunktionssysteme sowie effiziente Lösungen im Outputbereich.

Als weltweit einziger Hersteller setzt KYOCERA MITA mit der ECOSYS-Technologie langlebigste Komponenten in allen Produkten ein und garantiert damit niedrigste Druckkosten und lange Wartungsintervalle.

Mit Sitz in Meerbusch steuert die KYOCERA MITA DEUTSCHLAND GmbH die deutschen Vertriebs-, Marketing- und Service-Aktivitäten. Geschäftsführer ist Reinhold Schlierkamp.

KYOCERA MITA ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der japanischen KYOCERA Corporation. Der Konzern gehört zu den Fortune 500 und ist ein führender Hersteller von High-Tech-Keramik, elektronischen Komponenten, Solarzellen und Mobiltelefonen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (1.April 2006 - 31.März 2007) beschäftigte die KYOCERA Corporation weltweit mehr als 63.000 Mitarbeiter und erzielte einen Nettoumsatz von rund 8,1 Mrd. €. Der Konzern steigerte damit den Nettogewinn im Jahresvergleich um 52,8 Prozent.

Das Unternehmen unterstützt seit 1987 die Deutsche Umwelthilfe. Seit dem 01. Januar 2005 ist KYOCERA Hauptsponsor des Fußballvereins Borussia Mönchengladbach.

Weitere Informationen sowie druckfähige Presse-Bilder finden Sie auch auf der Internetseite von KYOCERA MITA, unter www.kyoceramita.de.

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