Globalisierung braucht Insektenschutz made in Germany

Inka-Paletten sind für Exporteure erste Wahl: Sie gehen problemlos durch den Zoll

(PresseBox) (Siegertsbrunn, ) Der Vogelgrippevirus H5N1 ist auf dem Vormarsch Richtung Westeuropa. Anoplophora glabripennis aber ist schon da. Der Asiatische Laubholzbockkäfer befiel im Mai 2004 in der Nähe von Passau die ersten Laubbäume und tauchte unlängst bei Bonn auf. Etliche Bäume wurden deshalb gerodet und verbrannt. In den USA gab es wegen des Eindringlings bereits ein Kettensägenmassaker, dem 5.000 Bäume zum Opfer fielen.

Das Einschleppen von Holzschädlingen ist eine Kehrseite der globalisierten Wirtschaft. Käferlarven hocken als blinde Passagiere in Kisten und Paletten. Finden sie in ihrer neuen Heimat gute Lebensbedingungen, fehlen gar Fressfeinde, vermehren sich die Viecher explosionsartig.

Um das zu verhindern, hat die International Plant Protection Convention (IPPC), einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, Gegenmaßnahmen ergriffen. Immer mehr Länder, darunter China und die USA, bekennen sich zum ISPM15-Standard, der für Vollholzpaletten entweder eine Hitzebehandlung oder eine Begasung mit dem giftigen und deshalb in der EU verbotenen Methylbromid fordert. Es gibt aber auch Alternativen zu Hitze und Gift. Die Firma Inka Paletten aus Siegertsbrunn bei München fertigt Paletten aus Holzspänen. Diese werden mit biologisch abbaubarem Harnstoffharz vermengt und unter Hitze und hohem Druck in Form gepresst. Dadurch sind Inka-Paletten in jedem Fall frei von Pflanzenschädlingen und gehen in Ländern mit ISPM15-Standard problemlos durch den Zoll. „Die universelle Exportfähigkeit hat die Inka-Palette zur meistverkauften Einwegpalette Europas gemacht“, freut sich Geschäftsführer Peter Fischer. Das hat auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Während viele Firmen Jobs abbauen, errichtete ein Lizenzfertiger in Berlin 2004 ein neues Werk für Exportpaletten.

Wiederbefall ausgeschlossen

Mit diesem ebenso einfachen wie durchdachten Produkt made in Germany will Inka Paletten weiter wachsen und hat mit einer Studie der Materialprüfanstalt Brandenburg ein neues Verkaufsargument für verantwortungsbewusste Exporteure gefunden. Es geht um den Wiederbefall des Palettenholzes. „Der ISPM15-Standard will, dass eine Vollholzpalette 30 Minuten lang auf über 56 Grad erhitzt wird. Dann sind zwar alle Larven und Käfer abgetötet“, beschreibt Peter Fischer. „Das hitzebehandelte Holz bleibt aber für Larven ein gefundenes Fressen.“ Wie das Experiment mit der Hausbocklarve ergab, entwickeln sie sich auf dem hitzebehandelten Holz genauso gut wie in unbehandelten Brettern. Die untersuchte Spezies Hylotrupes bajulus (L.) steht exemplarisch für andere Pflanzenschädlinge. „Die Untersuchung zeigt, dass unsere Inka-Paletten auch vorbeugend und damit besser gegen Pflanzenschädlinge geschützt sind als Paletten aus hitzebehandeltem Holz“, sagt Fischer. Seine Paletten haben eine geschlossene Oberfläche, die von den Viechern kaum angenagt werden kann. Das Material ist zudem schwer verdaulich. In der Untersuchung gingen 90 Prozent der Hausbocklarven, die sonst Dachstühle und Möbel befallen, nach einigen Wochen Inka-Diät ein. Der Asiatische Laubholzbockkäfer dürfte sich an den Siegertsbrunner Paletten noch schneller den Magen verderben. Er vergreift sich mit Vorliebe an frischem, sägefeuchtem Holz. Inka-Paletten sind für diese Spezies kein Leckerbissen.

Hinweis für Journalisten
Hochauflösendes Bildmaterial zu dieser Information stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung: Bitte geben Sie uns kurz per E-Mail an info@h-zwo-b.de Bescheid.

INKA Paletten GmbH

Inka-Paletten aus Holzwerkstoff sind in allen gängigen Größen von der Viertelpalette im Format 400 x 600 mm bis hin zur CP3-Palette mit den Abmessungen 1140 x 1140 mm erhältlich. In der „Schwer-Ausfertigung“ sind Inka-Paletten mit bis zu 1.250 Kilogramm dynamisch belastbar, der Höchstwert für eine statische Belastbarkeit liegt etwa beim Dreifachen.

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