Die "Chemie stimmte" im Bayerischen Landtag

Über 80 Parlamentarier und 4.500 Besucher bei der Landtagsausstellung von ChemDelta Bavaria

(PresseBox) (München/Burgkirchen, ) 25 Gesprächsrunden mit über 80 Abgeordneten aller Fraktionen und 4.500 externe Besucher: Die 18 südostbayerischen Chemie-Unternehmen der Initiative ChemDelta Bavaria ziehen eine positive Bilanz ihrer Ausstellung im Bayerischen Landtag, die drei Wochen lang eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Bayerns und einen Schwerpunkt der chemischen Industrie im Süden Deutschlands porträtierte.

Mit der Ausstellung "ChemDelta Bavaria: Dynamik und Perspektive - gemeinsam die Zukunft der Region sichern" präsentierte sich die Gemeinschaftsinitiative von 18 Unternehmen aus dem Bayerischen Chemiedreieck der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungs­trägern im Bayerischen Landtag in München. Eröffnet wurde sie von Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG. Die Ausstellung diente als Informations-plattform für rund 4.500 interessierte Bürger bzw. Besucher des Landtags und als Forum für Gespräche zwischen Chemiedreiecksvertretern und Parlamentariern. "Unser Ziel, den Bekanntheitsgrad des Bayerischen Chemiedreiecks zu erhöhen, auf seine Bedeutung und auf seine Problemfelder hinzuweisen, haben wir voll erreicht", sagt Dr. Werner Goll, Sprecher der Initiative ChemDelta Bavaria. "Wir haben die Chemie in den Landtag gebracht - und sie hat gestimmt", freut sich auch Franz Xaver Völkl von den Bayerischen Chemieverbänden, die die Ausstellung initiierten.

Bedeutung für Bayern

Auf einer Gesamtfläche von rund 180 Quadratmetern wurde mit Informationstafeln, Multimedia-Präsentationen und Realexponaten die Wirtschaftsregion zwischen Inn und Salzach, ihre Bedeutung für Bayern und die chemische Industrie im Freistaat sowie aktuelle Herausforderungen, die zukunftsbestimmend für die rund 75.000 direkt und indirekt Beschäftigten im Bayerischen Chemiedreieck sind, erklärt. Mit mehr als acht Milliarden Euro Umsatz pro Jahr bildet das Bayerische Chemiedreieck einen Schwerpunkt der chemischen Industrie im Süden Deutschlands und gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Bayern. Bis 2011 werden die dort ansässigen Unternehmen rund 2,5 bis drei Milliarden Euro in Produktionsanlagen und Infrastruktur der Standorte investieren, nicht zuletzt auch ausgelöst durch den Bau der Ethylenpipeline Süd (EPS) ins Chemiedreieck. "Die im Zusammenhang mit dem Bau der EPS erfahrene Unterstützung durch Landtag und Bayerische Staatsregierung zeigt deutlich, welch wesentlicher Zusammenhang zwischen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen und Investitionen durch die Industrie besteht", so Völkl.

Engpass Verkehrsinfrastruktur

In rund 25 Gesprächskreisen und Informationsveranstaltungen mit über 80 Parlamentariern, den Fraktionsspitzen aller im Landtag vertretenen Fraktionen und zahlreichen Mitgliedern des Bayerischen Kabinetts verwiesen die Chemieunternehmensvertreter aber auch auf die Probleme, mit denen das Bayerische Chemiedreieck zu kämpfen hat: Denn trotz der hohen Investitionen durch die angesiedelten Unternehmen - darunter Weltkonzerne wie BASF, Clariant, Dyneon, Linde, OMV und Wacker - bildet die Verkehrsinfrastruktur derzeit noch einen erheblichen Engpass. Die Bahnanbindung des Chemiedreiecks über die Strecke München-Mühldorf-Freilassing, einschließlich der Abzweigung Tüßling-Burghausen, müsse endlich vollständig zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden, der Weiterbau der Autobahn A 94 zügig fortgesetzt werden. "Wie bei der EPS brauchen wir ein ähnlich zupackendes Handeln des Staates auch zur Behebung der Defizite in der Verkehrsinfrastruktur", forderte Dr. Staudigl als Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände bereits bei der Ausstellungseröffnung. Die Chemieinitiative machte darüber hinaus im Rahmen der Ausstellung auf die notwendige Sicherung der Energieversorgung und den zum Teil bereits heute fehlenden Nachwuchs bei Fachkräften und Akademikern in den naturwissenschaftlichen Disziplinen aufmerksam - Themen, die alle Unternehmen des Bayerischen Chemiedreiecks betreffen.

ChemDelta Bavaria ist die Gemeinschaftsinitiative der Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck zu Sicherung und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion im Einklang mit den Menschen und der Umwelt in Südostbayern.

www.chemdelta-bavaria.de

Bildunterschrift: Informationsaustausch und Diskussion mit den Vertretern des Bayerischen Chemiedreiecks: (im Bild von rechts) ChemDelta-Sprecher Dr. Werner Goll (2. v. re.) erläuterte den beiden prominenten Grünen-Abgeordneten Sepp Daxenberger und Dr. Christian Magerl die Wirkungsweise von Flugzeugenteisungsmitteln des Chemiedreieck-Unternehmens Clariant, begleitet von Dr. Oliver Mieden (Vinnolit), Dr. Bernhard Langhammer (InfraServ Gendorf), Peter Rüger (Borealis), Dr. Klaus Blum (Wacker) und Grünen-Fraktionsreferentin Jutta Wilking. Foto: Posselt/Bayerischer Landtag, frei zur Veröffentlichung

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