Finanzieren in schwierigen Zeiten

Großes Interesse an IHK-Vortragsveranstaltung

(PresseBox) (Heilbronn, ) Wie die Förderinstitute Unternehmen in der derzeitigen schwierigen konjunkturellen Situation unterstützen, wollten über 170 Gäste im Heilbronner Haus der Wirtschaft wissen.

Die einen wollen investieren, andere brauchen finanzielle Mittel, um Löcher zu stopfen oder magere Zeiten zu überstehen. Schnell ist in der momentanen Wirtschaftskrise dabei von "Kreditklemme" die Rede, da sich die Finanzierungsbedingungen verschlechtert haben. "Die Liquiditätslage wird immer schwieriger", betonte auch IHK-Vizepräsident Oliver Durst in seiner Begrüßung. Und als Ge-schäftsführer eines mittelständischen Familienunternehmens in der Zahnradfertigung weiß Durst wovon er spricht: "Wir mussten einen Umsatzeinbruch verzeichnen, auch Kollegen aus der Au-tomobilzulieferbranche berichten von teilweise hohen Umsatzrückgängen." Kein Wunder also, dass das Interesse groß war, als bei der IHK Heilbronn-Franken das Thema "Finanzieren in schwierigen Zeiten" auf dem Programm stand.

Welche Möglichkeiten es gibt, um mit Hilfe der Förderinstitute des Bundes und des Landes Kredite zu bekommen - darüber referierten hochkarätige Fachleute wie Dr. Burkhard Touché von der KfW Mittelstandsbank, Dr. Manfred Schmitz-Kaiser, Mitglied des Vor-stands der L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg) sowie Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

So haben die Förderinstitute gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine breite Palette an Förderprogrammen und Bürgschaften im Angebot. Einhelliger Appell der Referenten: Nutzen sie diese Möglichkeiten möglichst schnell, die Mittel stehen bereit. Von einer Kreditklemme könne aus Sicht der Referenten nicht die Rede sein. Ein Lob gab es von Dr. Manfred Schmitz-Kaiser: "Die Politik hat in dieser Krisensituation rasch gehandelt und mit den aufgelegten Sonderprogrammen in Bund und Land auf die aktuellen Herausforderungen reagiert."

In der anschließenden, vom stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Helmut Kessler moderierten Diskussion wurde deutlich, wo manche Unternehmer der Schuh drückt: Was nützen alle Programme, wenn die Hausbanken als zwischengeschaltete Institute nicht mitspielen? So solle doch die Möglichkeit eingeräumt werden, Kredite direkt bei den Förderinstituten abzurufen. Eine Forderung, die Dr. Burkhard Touché strikt ablehnt: "Das kann und will die KfW nicht leisten. Wir treten nicht in Konkurrenz zur Privatwirtschaft. Außerdem kann die Hausbank vor Ort wesentlich besser prüfen, ob Voraussetzungen für einen Kredit oder eine Bürgschaft - wie beispielsweise eine positive Zukunftsprognose - vorliegen." Und auch Guy Selbherr machte dabei unmissverständlich klar: "Bürgschaften sind zwar der Ersatz für fehlende Sicherheiten, nie aber für mangelnde Rentabilität."

Finanzieren in schwierigen Zeiten war das Thema einer hochkarätig besetzten Veranstaltung im Heilbronner Haus der Wirtschaft (von links): Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg, Toni Gmyrek, Geschäftsführer HWK Heilbronn-Franken, Dr. Manf-red Schmitz-Kaiser, Mitglied des Vorstands der L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg) sowie Dr. Burkhard Touché von der KfW Mittelstandsbank, mit dem stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Helmut Kessler und IHK-Vizepräsident Oliver Durst (Foto: IHK).

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen der Förder-institute des Bundes und des Landes gibt es im Internet unter www.heilbronn.ihk.de - Starthilfe/Unternehmensförderung.

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