Erfolgreiche Programme für Betriebe in Schieflage

Außer dem "Runden Tisch" bieten IHK, HWK und die KfW Mittelstandsbank seit Mai auch die neue Turn Around Beratung für Betriebe in Schwierigkeiten an

(PresseBox) (Heilbronn, ) Als erste Wirtschaftsvertretung in Baden-Württemberg starteten die IHK Heilbronn-Franken und die Handwerkskammer Heilbronn-Franken im Juli 1998 gemeinsam mit der KfW Mittelstandsbank ein Programm, das sich seitdem als Erfolgsmodell erwiesen hat. Damals wurde auf Initiative der IHK der "Runde Tisch" geboren, der darauf ausgerichtet ist Unternehmen zu helfen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. So konnte bisher 195 Unternehmen geholfen werden. So wurden über 1 900 Arbeitsplätze gerettet und ein Umsatzvolumen von rund 181 Millionen Euro/Jahr gesichert.

Eine Erfolgsquote von über 80 Prozent "die sich wahrlich sehen lassen kann", wie Dr. Helmut Kessler, Stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, anlässlich eines Erfahrungsaustausches aller Beteiligten im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) betonte. So gelingt in den meisten Fällen gemeinsam mit von der KfW gelisteten Wirtschaftsberatern, angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Dr. Helmut Kessler: "Hinter unserem Runden Tisch steckt ein ausgefeiltes Beratungs- und Betreuungskonzept. Er ist ein elementarer Baustein des so genannten Heilbronner Weges, mit dem wir heimische Unternehmen über ihren gesamten Lebenszyklus hinwegbegleiten." Kein Wunder also, dass auf Initiative der IHK Heilbronn-Franken jetzt bundesweit die Mittel, die für das Erfolgsprojekt zur Verfügung stehen, um 20 Prozent erhöht wurden.

Und gerade in der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise boomt der Runde Tisch. In Zeiten des konjunkturellen Aufschwungs verzeichnete Thomas Leykauf, IHK-Berater für Wirtschaftsförderung, im ersten Halbjahr 2008 lediglich sechs Betreuungen im Rahmen des Runden Tisches. Im ersten Halbjahr 2009 waren es bereits fast drei Mal so viele.

Extra aus Berlin angereist waren Dr. Burkhard Touché, KfW-Abteilungsdirektor Beratungsförderung und Christiane Sperlich von der Unternehmeragentur der KfW Bankengruppe. Touché: "Uns sind solche Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Besonders bei unserer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der IHK Heilbronn-Franken hat es sich immer wieder gezeigt, wie wertvoll die Anregungen und Vorschläge sind, die von der Kammer kommen. Wir bemühen uns dann in Berlin diese Vorschläge umzusetzen und die notwendigen Mittel zu erhalten." Weiteres Thema: das Förderprogramm "Gründercoaching Deutschland". Dessen Ziel ist es, mit Coachingmaßnahmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen die Erfolgsaussichten junger Unternehmen zu steigern. Touché: "Außerdem haben wir zusätzlich zu unserem KfW-Unternehmerkredit nun auch ein Sonderprogramm aufgelegt, bei dem Unternehmen in der derzeitigen Krise Kredite bis zu 50 Millionen Euro erhalten können."

Neu aufgelegt wurde auch die Turn Around Beratung (TAB) für Unternehmen. "Anders als bei dem vorherigen Programm, das Mitte 2008 auslief, können diese Unterstützung nun zusätzlich auch Unternehmen erhalten, die nicht vorher an einem Runden Tisch teilgenommen haben", erläuterte Christiane Sperlich. Ziel dieses Programms ist es, Unternehmen die sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden, die Finanzierung von Beratungsmaßnahmen zu ermöglichen. Sofern eine positive Fortführungsprognose vorliegt, können dann Zuschüsse zu den Beratungskosten gewährt werden. So soll durch Beseitigung der festgestellten Schwachstellen im Unternehmen deren Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden, um ihren Bestand nachhaltig zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.

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