Saar-Export in 2011 auf Rekordniveau

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Nach einem Zuwachs von über 15 Prozent erreichten die Exporte der Saarwirtschaft im vergangenen Jahr einen neuen Rekordstand: Erstmals wurde die Marke von 15 Milliarden Euro übersprungen. "Der Export hat sich in 2011 einmal mehr als die stärkste Wachstum treibende Kraft erwiesen. Die Saarindustrie hat sich auf den Weltmärkten erfolgreich etabliert. Das ist eine gute Basis für ein weiterhin überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum." So kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Frankreich blieb mit 2,4 Milliarden Euro wichtigster Auslandskunde, die USA und die Schwellenländer trugen überproportional zum Wachstum bei.

Nach einer Steigerung um gut zehn Prozent ist Frankreich mit insgesamt 2,4 Milliarden Euro Exporterlös das mit Abstand wichtigste Abnehmerland - vor Großbritannien (1,6 Milliarden Euro) und Italien (1,2 Milliarden Euro). Mit mehr als siebzig Prozent Steigerung und über 900 Millionen Euro Umsatz schoben sich die USA auf Platz vier vor - wohl auch eine Folge des schwächeren Euro. Nach Spanien und Belgien folgt mit China (690 Millionen Euro, plus 40 Prozent) das erste Schwellenland unter den saarländischen Export-Destinationen.

TRIC statt BRIC Während die BRIC-Länder China, Russland und Indien überdurchschnittlich zum Exportwachstum beitrugen (jeweils plus ein Fünftel), nahmen die Ausfuhren nach Brasilien nur noch geringfügig zu (102 Millionen Euro, plus ein Prozent). Stattdessen haben die Türkei (300 Millionen Euro, plus 61 Prozent) und Südafrika (110 Millionen, plus 24 Prozent) für die Saarwirtschaft inzwischen eine höhere Bedeutung.

Mit knapp 13 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 18 Prozent verzeichneten auch die Einfuhren eine neue Rekordmarke. Auch hier führt Frankreich die Länderliste mit 2,1 Milliarden unangefochten an - vor Spanien, dem Vereinigten Königreich, Italien und Belgien. Anders als für die Bundesrepublik insgesamt spielten Importe aus China mit 390 Millionen Euro für das Saarland eine eher untergeordnete Rolle (Rang 11). Brasilien erreicht mit über 550 Millionen Euro (plus 55 Prozent) Platz sieben in der Liste der Herkunftsländer, hauptsächlich aufgrund gestiegener Rohstoffpreise.

"Die Schwellenländer gewinnen als Kunden saarländischer Unternehmen kontinuierlich an Bedeutung. Dies gleicht stagnierende oder leicht rückläufige Exporte in die südeuropäischen Länder zurzeit mehr als aus", resümiert Volker Giersch. "Die IHK wird ihre Mitgliedsunternehmen auch weiterhin bei der Erschließung ausländischer Absatzmärkte unterstützen - mit vielfältigen Informationen, mit gutem Rat und über das das weltweite Netz der Auslandshandelskammern."
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer