Unter der Lupe: Mittelzentren der Region

IHK stellt zweites Ranking der südhessischen Kommunen vor / 16 Mittelzentren und vier Unterzentren wurden untersucht

(PresseBox) (Darmstadt, ) Bensheim ist spitze, dicht gefolgt von Weiterstadt - dann folgen mit einigem Abstand Mörfelden-Walldorf und Gernsheim. Rein sportlich gesehen hat sich in der Rangliste der wirtschaftsfreundlichsten Mittelzentren in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar in den vergangenen dreieinhalb Jahren nicht viel verändert. "Aber wichtiger als die Rangliste sind uns die Ergebnisse und Unterschiede bei einzelnen Indikatoren. Hier möchten wir ansetzen, um mit den Kommunen eine konstruktive Diskussion über die künftige Entwicklung und eine aktive wirtschaftsfreundliche Politik zu führen", stellt Dr. Peter Müller, Vorstand GGEW Gruppen-Gas-und Elektrizitätswerk Bergstraße AG, Bensheim und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt fest. Die IHK erhofft sich dadurch eine weitere Verbesserung der Standortbedingungen für ihre Unternehmen. "Vor allem aber bessere Zukunftschancen für die Mittelzentren und damit für die Region als Ganzes", sagt Müller.

35 ökonomische und strukturelle Indikatoren

Die IHK Darmstadt untersuchte erneut alle Mittelzentren in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar nach ökonomischen und strukturellen Indikatoren. 16 Mittelzentren und vier Unterzentren in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwald und Bergstraße hat die IHK anhand von 35 Parametern miteinander verglichen. Die vergleichende Analyse "Mittelzentren im Wettbewerb" wurde im Mai 2007 von der IHK erstmals veröffentlicht. Nun liegen die aktuellen Ergebnisse vor. Das erste Ranking sorgte für rege Diskussion in den Kommunen. "Unsere Analyse hatte den gewünschten Erfolg. Viele Städte haben danach noch intensiver den Dialog mit der IHK gesucht und haben ihre kommunale Planung deutlicher an den Interessen der Wirtschaft vor Ort ausgerichtet", zieht IHK-Vizepräsident Müller ein erstes Fazit.

Standortfaktor Wirtschaftsfreundlichkeit

In die Analyse flossen die Ergebnisse einer im vergangenen Jahr von der IHK koordinierten Unternehmensbefragung ein. In zwölf Mittelzentren der Region wurden damals Unternehmer zur Bedeutung und Qualität der Standortfaktoren befragt. Dabei zeigte sich, dass den Unternehmen neben den harten Standortfaktoren wie Breitbandversorgung und Erreichbarkeit der Absatzmärkte zunehmend weiche Standortfaktoren wie Umwelt- und Lebensqualität ebenso wie die Wirtschaftsfreundlichkeit der kommunalen Behörden wichtig sind.

Neu aufgenommen als Indikator in das Mittelzentrenranking wurde die Ausstattung mit Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. "Damit werden die Städte attraktiv als Wohnorte für Fachkräfte", sagt Müller. Bei den kommunalen Finanzen befragte die IHK die Kommunen direkt. Bei den anderen Indikatoren griff die IHK auf die amtlichen Statistiken und auf ihr eigenes Zahlenmaterial zurück.

Veranstaltungen in der Region geplant

Bei einer Mittelzentren-Konferenz stellte die IHK Darmstadt am 25. Oktober 2010 Bürgermeistern und Wirtschaftsförderern der Kommunen das Ranking vor. Die IHK Darmstadt will die dabei angestoßene Diskussion über die lokalen Standortbedingungen für die Wirtschaft weiter führen und wird in den kommenden Wochen das Ranking und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen in den Landkreisen vorstellen. Die IHK steht aber auch jeder Kommune für politische Schlussfolgerungen aus dem Ergebnis zur Verfügung.

Hintergrund

Was ist ein Mittelzentrum?

Die Einstufung als "Mittelzentrum" nimmt die Landesregierung vor. Bei der Einstufung spielen beispielsweise die Einwohnerzahl, das Einzugsgebiet und die infrastrukturelle Ausstattung eine wichtige Rolle. Insofern verfügen die untersuchten Städte über eine grundsätzlich vergleichbare Ausstattung mit Kultur-, Sport-, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen.

Die Indikatoren:

Die IHK untersuchte 20 mittelgroße Städte der Region nach 35 ökonomischen und strukturellen Indikatoren. Wie attraktiv sind die Mittelzentren für die Wirtschaft? Wie sieht es mit der Ausstattung mit Arbeitsplätzen, dem Einzelhandelsangebot, der Ausstattung mit verfügbaren Gewerbeflächen aus? Befinden sich die Standortbedingungen für die Wirtschaft in den Mittelzentren ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau? Auf diese Fragen gibt das Mittelzentren-Ranking der IHK Darmstadt eine Antwort. Außerdem trägt die Untersuchung dazu bei, positive und negative Standortfaktoren zu erkennen, um so Schwachstellen beheben zu können.

Das Ergebnis:

Nach den Berechnungen der IHK ergibt sich im Ergebnis folgende Rangliste der untersuchten 20 mittelgroßen Städte:

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