Ergebnisse der DIHK-Ausbildungsumfrage 2009 im IHK-Bezirk Rostock

(PresseBox) (Rostock, ) Bei der langfristigen Fachkräftesicherung und Personalplanung der Unternehmen haben die kurzfristigen Geschäftserwartungen keine entscheidende Bedeutung. 34 % der befragten Unternehmen konnten nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. 39 % stellen rückläufige Bewerberzahlen fest.

198 Ausbildungsbetriebe der IHK zu Rostock beteiligten sich im Februar 2009 an der DIHK-Ausbildungsumfrage 2009. Unter dem Eindruck der Finanzkrise geben 20 % der Betriebe an, weniger Ausbildungsplätze als im Jahr 2008 anzubieten, die restlichen 80 % halten ihr Angebot auf Vorjahresniveau bzw. steigern es sogar.

Die Chancen für Bewerber/innen um Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern sind demnach auch angesichts der stark rückläufigen Zahl der Schulabgänger/innen so gut wie lange nicht. Dafür spricht auch, dass die kurzfristigen Geschäftserwartungen bei der Entscheidung für oder gegen Ausbildung nur bei 21 % der an der Befragung teilnehmenden Betriebe von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die langfristige Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist wichtiger. Viele Unternehmen (34 %) konnten bereits 2008 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Vielfach lagen keine bzw. keine geeigneten Bewerbungen vor oder Ausbildungsstel-len wurden von Auszubildenden nicht angetreten. 39 % der Unternehmen stellten fest, dass die Zahl der Bewerbungen insgesamt deutlich zurück geht, 41 % beklagten das spürbare Nachlassen der Qualität der Bewerbungen.

Die Ausbildungsreife der Schulabgänger ist nach wie vor ein Top-Thema: 66 Prozent der Unternehmen nennen Defizite bei Schulabgängern als Ausbildungshemmnis. Immer noch stellen Betriebe (59 %) Mängel in der Leistungsbereitschaft und Motivation sowie in der Belastbarkeit (51 %) fest. Mangelnde elementare Rechenfertigkeiten werden von 51 % und Mängel beim mündlichen Ausdrucksvermögen von 46 % festgestellt.
Das zweitwichtigste Hemmnis sind mit 25 % keine Übernahmemöglichkeiten für Auszubildende. Die unsichere wirtschaftliche Perspektive ist für 19 % ein Ausbildungshemmnis.

Aus den Umfrageergebnissen lässt sich schließen, dass die Unternehmen trotz der Krise möglichst viele Ausbildungsplätze bereitstellen. Wichtig ist, dass die Jugendlichen sich rechtzeitig und intensiv um einen Ausbildungsplatz, möglichst in Mecklenburg-Vorpommern, bewerben. Es gibt viele Chancen auf eine solide Ausbildung als Voraussetzung für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang in unserem Bundesland.

Die IHK zu Rostock wirbt bei den Unternehmen für Ausbildungsplätze, die IHK-Lehrstellenbörse (www.rostock.ihk24.de) bietet interessante Angebote. Den Ausbildungsbetrieben werden in den nächsten Jahren demografiebe-dingt Bewerber fehlen. Umso wichtiger ist es, die Ausbildungsreife zu verbessern und allen Jugendlichen durch spezifische Bildungsangebote eine Chance zu geben.

IHK Industrie- und Handelskammer Rostock

Die IHK zu Rostock ist als erste Industrie- und Handelskammer in Mecklenburg-Vorpommern nach der international gültigen Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Damit gehört sie nun auch zu den ersten 30% der TOP-IHKs in Deutschland, die dieses Qualitätssiegel tragen. Die IHK zu Rostock ist mit 34.000 gewerblichen Mitgliedsunternehmen die Stärkste in Mecklenburg-Vorpommern. Mit den Wachstumsmärkten der Maritimen Wirtschaft, Logistik, Biotechnologie und Tourismus ist der IHK Bezirk der bedeutendste und wichtigste Wirtschaftsstandort in Mecklenburg-Vorpommern. Die IHK zu Rostock betreut 2.000 Ausbildungsbe-triebe mit insgesamt 12.000 Ausbildungs- und Umschulungsverhältnissen.

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