Ausweg aus der Krise durch nachhaltiges Wirtschaften

Vollversammlung der IHK Bonn/Rhein-Sieg mit 150 Gästen / Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen spricht über die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Zukunft

(PresseBox) (Bonn, ) "Sicher, klar und verlässlich muss der Energiemix der Zukunft sein." Das sagte Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, bei der Vollversammlung mit Gästen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Kunst und Kultur waren der Einladung der IHK in das Gästehaus La Redoute nach Bad Godesberg gefolgt, um Röttgens Ausführungen zur Nachhaltigkeit zu hören.

"Es ist unsere Aufgabe, dass wir die Bedingungen für Wachstum und Wohlstand auch für unsere Kinder aufrecht erhalten", so eine Botschaft von Bundesminister Röttgen. "Nachhaltigkeit ist die Ordnungsantwort auf die Krise", betonte der Minister. "Die Staaten haben finanziell auf Kosten der Zukunft gelebt", kritisiert Röttgen. "Die Krise ist entstanden, weil wir die finanziellen Ressourcen der Zukunft aufgezehrt haben", so der Bundesumweltminister. Er zieht die Parallele zwischen natürlichen Ressourcen und dem Finanzmarkt: "der Verbrauch des Finanzkapitals ist vergleichbar mit dem Verzehr des Naturkapitals. Dies wird noch verschärft durch die demografische Entwicklung und die wirtschaftliche Globalisierung," erläutert Dr. Norbert Röttgen, und zeigt die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auf. Die Weltbevölkerung wird von 6 auf über 9 Milliarden ansteigen. Der Ressourcen- und Energiehunger wird sich ausweiten. China entwickelt sich wirtschaftlich und schafft sich einen Mittelstand. Endliche Rohstoffe werden stärker nachgefragt und teurer. Die Entwicklungen laufen in eine Sackgasse. "Deshalb heißt die Strategie", so Röttgen, "nachhaltiges Wirtschaften. Die Wachstumsentwicklung muss vom CO2 Verbrauch abgekoppelt werden. Es besteht die ökonomische Notwendigkeit für neue Technologien, wie z.B. Elektromobilität. Die dritte industrielle Revolution ist bereits eingeleitet. Deutschland ist Marktführer in Umwelttechnologien." Mit Blick in die Zukunft berichtet der Umweltminister, dass die Weltordnung machtpolitisch im Fluss ist. Sie orientiert sich an der technologisch ökologischen Revolution. Deutschland hat in diesem Kontext eine besondere Verantwortung: die Energieversorgung muss durch Klimaziele sicher, preisgünstig und überwiegend CO2-frei organisiert sein. Deutschland ist Industrieland und kann diesen Status in den Leitmärkten des 21. Jahrhunderts nur halten, wenn es dynamisch ist. "Wir wollen Antreiber sein, wenn die ökonomische Wettbewerbsfrage und die geopolitische Machtfrage gestellt wird", unterstreicht Bundesminister Dr. Norbert Röttgen.

Signale aus Berlin notwendig, die das Vertrauen in die Politik aufbauen

IHK-Präsident Dr. Ernst Franceschini ging in seiner Rede auf die Verantwortung der Bundes- und Landesregierung ein, das Vertrauen der Wirtschaft zu stärken. "Das Land braucht eine stabile Regierung, daher fordere ich die gewählten Vertreter auf, schell eine stabile Landesregierung zu bilden", so der IHK-Präsident. Die Zukunft werde von den Unternehmen positiv gesehen. Konjunktur und Export haben angezogen. Nun sei es notwendig, dass die Politik Wachstumspfade aufzeigt.

Dr. Ernst Franceschini betont, dass Bonn/Rhein-Sieg eine Zukunftsregion sei, deren Stärken man sich bewusst machen muss: "Oberstes Marketinggebot muss es sein, dass das eigene Produkt nicht schlecht, sondern gut zu reden. Dies gilt vor allem dann, wenn das Produkt auch gut ist. Wer wollte das für unsere Region bestreiten."

Franceschini blickt auf seine neunjährige Amtszeit zurück und erklärt, dass in den Gesprächen mit der Stadt Bonn immer die gleichen Themen behandelt wurden: "Sie lauten Stadtentwicklung, großflächiger Einzelhandel innerhalb und außerhalb des Cityrings, Bahnhofsvorplatz, Haus der Bildung und seit geraumer Zeit das World Congress Center und das Festspielhaus Beethoven." Er ruft die Vertreter der Stadt auf, zumindest eines dieser Themen noch während seiner Amtszeit umzusetzen.

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