Erste Stiftungsprofessur an der Hochschule Ravensburg-Weingarten

(PresseBox) (Essen, ) Die ifm electronic gmbh ermöglicht eine Stiftungsprofessur, die ab März 2010 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten eingerichtet werden soll. "Wir glauben an die Zeit nach der Krise, deshalb müssen wir für die Zukunft schon jetzt die Weichen stellen und in die Forschung investieren." so Geschäftsführer Martin Buck.

Sowohl für die ifm als auch die Hochschule Ravensburg-Weingarten spielt diese Kooperation eine große Rolle. Aufgrund dessen traf die Geschäftsleitung der ifm bereits vor zwei Jahren, zu Beginn der Zusammenarbeit, die Entscheidung, eine Stiftungsprofessur an der Hochschule einzurichten. Für Rektor Professor Dr. Thomas Spägele ist die Stiftungsprofessur ein "Beweis unserer Forschungsstärke" und er verspricht sich viel von der Verzahnung von Industrie und Hochschule. Dies sei fruchtbringend für die ganze Region Bodensee-Oberschwaben.

Die vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderte Professur ist auf zehn Jahre finanziert. Der Stifterverband selbst bezuschusst den Lehrstuhl mit 100.000 Euro, die ifm electronic unterstützt ihn für einen Zeitraum von zehn Jahren.

Lehren und Forschen wird der ifm-Professor im Masterstudiengang Optische Systemtechnik. Auch eine wissenschaftliche Assistentenstelle plus Laborausstattung beinhaltet die Finanzierung. "ifm", so Personalleiter und Prokurist Steffen Fischer, "hat großes Interesse daran, dass optische Messtechniken in Forschung und Lehre verankert werden."

Doch zur Tat geschritten werden kann erst, wenn die Genehmigung der Professur durch den baden-württembergischen Ministerrat erfolgt ist.

Die Vorteile dieser Partnerschaft sind klar ersichtlich: Seit einem Jahrzehnt arbeiten Wissenschaftler an einer dreidimensionalen Kameramesstechnik, seit vier Jahren sind industrielle Produkte auf dem Markt. Weltweit haben in diesem Bereich nur wenige Unternehmen Erfahrung; ganz vorne dabei ist ifm. Der 3D-Sensor des Unternehmens erfasst Szenen und Objekte auf einen Blick räumlich. Durch diese Technik könnte eine Zukunftsvision bald Realität sein, die häufig diskutiert wird: Nämlich die, dass ein Auto vollautomatisch den gewünschten Abstand zum Vordermann beibehält oder eine automatische Notbremsung einleiten könnte.

Diese optischen Messtechniken sollen nun an der Hochschule Ravensburg-Weingarten durch die Einrichtung der Stiftungsprofessur weiter entwickelt werden. Die Forschung eilt dem Verkauf von Produkten gewöhnlich fünf oder gar zehn Jahre voraus. Deshalb, so Geschäftsführer Martin Buck, seien Investitionen gerade in wirtschaftlich schwierigen Situationen sinnvoll: "Als Familienunternehmen denken wir nachhaltig in Zehn-Jahres-Zeiträumen. Sobald der Aufschwung eintritt, wollen und werden wir wieder ganz vorne mit dabei sein."

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