iX über Google Earth und World Wind

Planeten-Browser läuten neues Internetzeitalter ein

(PresseBox) (Hannover, ) [1]Geo-Browser wie Google Earth oder World Wind könnten sich zur universellen Schnittstelle für ortsbezogene Informationen aller Art entwickeln und so völlig neue Geschäftsfelder eröffnen, schreibt das IT-Profimagazin iX [2] in der Ausgabe 12/2005.

Anwendungen zur Visualisierung von Geo-Daten gibt es schon lange. Bislang fehlte jedoch eine massentaugliche Software, die dem Endanwender den Sinn und die Zweckmäßigkeit geographischer Informationen vermittelte.

Doch jetzt sind zwei herausragende Programme aufgetaucht:
NASAs Browser World Wind und Google Earth. Das Open-Source-Programm World Wind ist seit Mitte 2004 erhältlich, die frei erhältliche Windows-Software Google Earth seit Juni dieses Jahres. Beide Anwendungen erlauben, einen Planeten seiner Wahl zu erforschen - bei World Wind momentan Erde, Mond und Mars, bei Google Earth die Erde, den Mond gibt es als Erweiterung.

Das Betrachten von Satellitenbildern ist zwar ein kurzweiliges, jedoch endliches Vergnügen, vor allem wenn es nicht andere Daten ergänzen. Man wird diesen Anwendungen aber nicht gerecht, wenn man sie lediglich als Bildbetrachter einsetzt. Für Archive und Datensammlungen jeglicher Art ist die Metapher der Erde als digitales Modell ein nahe liegendes Konstrukt, denn in ihr steckt das Potenzial zur Entwicklung eines Universalarchivs für alle Ereignisse dieser Welt. Es finden sich kaum Informationen, die nicht eine historische Dimension und damit einen zeitlichen und räumlichen, sprich geographischen Aspekt besitzen.

Historische Reportagen erhalten durch den Einsatz von Geo-Browsern eine Qualität, die in Lehre und Ausbildung deutliche Veränderungen nach sich ziehen dürfte. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten sich beispielsweise in der Stadt- und Regionalplanung und im Tourismus.

"Für kleinere Unternehmen eröffnen sich insbesondere im Bereich Dienstleistungen rund um die Aufbereitung von Geo-Informationen Geschäftsmöglichkeiten, die mit denen beim Auftreten von Internet-Dienstleistungen in den 90er Jahren vergleichbar sind", meint Henning Behme, stellvertretender iX-Chefredakteur. "Mit vermehrter Verbreitung der Geo-Browser steigt der Druck, Inhalte an sie anzupassen und für sie bereitzustellen, um die eigene Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erhöhen. (hb)

Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 12/2005 steht zum Download [3] bereit.

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise-medien.de/...
[2] http://www.heise.de/ix/
[3] http://www.heise-medien.de/...

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