Technology Review über elektronisches Messpflaster

Pflaster kontrolliert Kalorienverbrauch

(PresseBox) (Hannover, ) Ein auf der Haut tragbares Messgerät soll sowohl die Kalorienaufnahme als auch den Verbrauch automatisch erfassen und so beim Abnehmen helfen. Dies berichtet die Zeitschrift Technology Review [http://www.technology-review.de] in ihrer Juli-Ausgabe.

Wer mehr Kalorien verbraucht, als er zu sich nimmt, verliert an Gewicht. Um die Zufuhr zu begrenzen, muss man die Kalorienwerte kennen und ständig rechnen. Diese Kontrolle ist mühsam und dämpft die Abspeckmotivation.

Ein vom US-Unternehmen PhiloMetron entwickeltes Messpflaster soll jetzt beim Kalorienzählen helfen.

Sowohl die Kalorienaufnahme als auch der Verbrauch soll das Messgerät automatisch erfassen und daraus mit einem Computer-Algorithmus alle 24 Stunden das Netto-Ergebnis berechnen.

Die dafür nötige Elektronik haben die PhiloMetron-Entwickler in einem dünnen Schaumstoff-Pflaster untergebracht. Es enthält einen Chip, Beschleunigungssensoren sowie Sensoren zur Messung der Hauttemperatur, der Herz- und der Atemfrequenz. Außerdem wird die elektronische Leitfähigkeit der Haut gemessen. Später soll noch ein Sensor für die Ermittlung der Wassermenge im Körper hinzukommen, damit sich unterscheiden lässt, ob eine etwaige Gewichtsabnahme nur auf Flüssigkeitsverlust beruht oder aber der Körper tatsächlich an die Fettreserven geht.

Das Pflaster, das einmal pro Woche erneuert werden soll, überträgt die Werte per Bluetooth-Funkverbindungen zum Beispiel auf das eigene Handy, auf dem eine Software die Netto-Ergebnisse verzeichnet und Tipps gibt, wie der beabsichtigte Kalorienverbrauch noch erreicht werden kann.
Derzeit kann das Messgerät die Kalorienaufnahme nur auf 500 Kilokalorien genau bestimmen.

Das in San Diego ansässige Unternehmen PhiloMetron will das Pflaster, das in anderthalb Jahren erhältlich sein soll, hauptsächlich über medizinisches Fachpersonal oder Fitness-Trainer verkaufen. Der Preis pro Packung mit mehreren Pflastern soll zwischen 70 und 300 Euro liegen.

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