+++ 811.789 Pressemeldungen +++ 33.732 Newsrooms +++ 6.000 Medien +++

Frankreichs "Nutella-Steuer" löst Proteste in Indonesien und Malaysia aus

(PresseBox) (Farven, ) Die französische Nationalversammlung hat heute ihren ursprünglichen Plan einer Importsteuererhöhung auf Palmölimporte abgeschwächt. Die Absicht der Steuererhöhung hatte bei den Top-Produzenten Indonesien und Malaysia den Aufschrei des Entsetzens verursacht; die Steuer wird als diskriminierend und unfair bezeichnet.

In Frankreich gibt es eine starke Lobby gegen die Abholzung von Regenwäldern. Mit einem ersten Plan, die Steuer auf Palmöl aus Plantagenanbau von aktuell 104 €/Tonne auf 300 Euro zu erhöhen, sind sie aber gescheitert. Jetzt sollen noch 90 €/Tonne aufgeschlagen werden. Produzenten, die den Nachweis erbringen, dass sie die Kriterien der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit erfüllen, sollen von der Steuer ausgenommen werden. Öle, die in der kosmetischen Industrie verwendet werden, sind von der Steuerbelastung ebenfalls befreit.

Die Steuererhöhung soll auch auf Importe von Kokosnuss- und Palmkernöl angewandt werden, sofern diese für die menschliche Ernährung verwendet werden.

Frankreichs Palmölimporte sind mit 110.000 Tonnen p.a. nicht so riesig, dass es die größten Exportländer nachhaltig tangieren könnte, dort fürchtet man aber den Dominoeffekt. Deshalb hat Indonesien auch bei der WTO Protest gegen Frankreichs Steuerpläne eingelegt.

Frankreich hatte bereits im Jahr 2012 zum ersten Mal eine Importsteuer auf Palmöl eingeführt. Diese wird in der Presse als „Nutella-Steuer“ bezeichnet, da in der Schoko-Haselnusscreme rund 20 % Palmöl enthalten ist. Seither wird in Nutella nur noch Palmöl auf nachhaltigem Anbau verwendet, so das private Unternehmen Ferrero. Die Proteste der Palmölgegner richten sich auch gegen das für die menschliche Gesundheit nachteilige gesättigte Fett. Deshalb fordern sie die Supermärkte auf, Palmölprodukte komplett aus dem Sortiment zu verbannen.

Sollte dem Gesetzentwurf in dieser Woche auch vom französischen Oberhaus zugestimmt werden, wird eine Importsteuer in Höhe von 194 €/Tonne ab Mai oder Juni erhoben.

Website Promotion

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo rechts) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton und Informationsmaterialien. Die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.
Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.