Bayerisches Handwerk zur OECD-Studie

Traublinger: Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen

(PresseBox) (München, ) Scharf kritisiert der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D., den neusten OECD-Bildungsbericht, in dem Deutschland wieder einmal vorgeworfen wird, einen zu geringen Anteil an Studenten zu haben. "Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen", betont Traublinger und weist darauf hin, dass in anderen Ländern oftmals für Berufe ein Studium vorgesehen ist, die bei uns im berufliche Bildungssystem erlernt werden. Dies sieht übrigens auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan so, die erklärt, die erfolgreiche berufliche Bildung zum Gesellen und Meister spiegele sich in der OECD-Studie nicht wider.

Damit könne man auch die Kosten, die für die Bildung in den einzelnen Ländern aufgewendet werden, nicht vergleichen, so der BHT-Präsident. Der OECD-Bericht mokiere, dass in Deutschland nur 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Bildung aufgewendet würden, während der Durchschnitt der OECD-Länder bei 6,1 Prozent liege. Man müsse aber auch die hohen Aufwendungen der Betriebe für die Ausbildung umfassend berücksichtigen. Traublinger: "Die sogenannten Experten der OECD sollten die Jugendarbeitslosenstatistiken der einzelnen Länder in ihre Untersuchungen mit einbeziehen, dann wäre sehr schnell deutlich, dass gerade unsere duale Berufsausbildung und die Weiterbildung zum Meister viel eher als Vorbild taugt als das ewige Starren auf die Zahlen der Hochschüler." So liege die Jugendarbeitslosigkeit im ach so hochgelobten Finnland nach Angaben von "eurostat" im 1. Quartal 2009 bei 18,8 Prozent und damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.
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