Ruhrgebiet im Fernsehen: Der Schrei nach Identität

Bewegende TV-Produktionen bei der "Tour de Ruhr" des Grimme-Instituts noch bis Samstag zu erleben

(PresseBox) (Marl, ) Packendes Fernsehen, bewegende Geschichten, Mythen und Legenden, beeindruckende Zeit- und Augenzeugen, lebhafte Diskussionen - das Fernsehfestival "TV: Tour de Ruhr" des Grimme-Instituts zu RUHR.2010 hat einen verheißungsvollen Start erlebt. Eine ganze Woche unternimmt das vom Grimme-Institut konzipierte und organisierte Festival den ehrgeizigen Versuch, die Darstellung des Ruhrgebiets im Fernsehen in exemplarischen Produktionen unterschiedlicher Genres aus fünf Jahrzehnten zu zeigen und dem Diskurs zu erschließen.

Der Episodenfilm "Autopiloten" von Bastian Günther, der Dokumentarfilm "Rote Fahnen sieht man besser" von Theo Gallehr und Rolf Schübel oder auch das Fußballepos "Nordkurve" von Adolf Winkelmann - schon diese Auswahl aus den am ersten und zweiten Tag des Festivals gezeigten Produktionen belegt das breite Spektrum der TV-Filme, die noch bis zum kommenden Samstag (30.10.) in Marl zu sehen sind. Es sind Beispiele für ganz unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen von Autoren, Produzenten, Regisseuren und Schauspielern auf und an das Ruhrgebiet. Jeder Film für sich ist ein starkes Stück Fernsehen mit dem Ziel, das Revier in seinem ständigen Strukturwandel zu erfassen, die Menschen dieser einzigartigen Landschaft in ihren spezifischen Identitäten, ihren unverwechselbaren Lebensmarkmalen und -einstellungen zu beschreiben und zu erleben. Wie "einen einzigen Schrei nach Identität, nach Anerkennung des Ruhrgebiets" habe er die Beziehung von Menschen in Dortmund zum Fußball empfunden, resümierte Winkelmann seine Erlebnisse aus den frühen Neunziger Jahren, als er "Nordkurve" konzipierte und realisierte.

Das Festival "TV: Tour de Ruhr", unterstreicht Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Instituts, "ist darauf angelegt, im wichtigsten Medium des Alltags das kulturelle Gedächtnis einer ganzen Region ins Schaufenster zu stellen und sich mit dem Mitteln eben dieses Mediums seiner selbst, seiner Gegenwart und seiner Zukunftsperspektiven zu vergewissern."

Möglich geworden sei das Fernsehfestival "TV: Tour de Ruhr", wie Kammann betonte, nur durch das engagierte Mitwirken der starken Partner RUHR.2010, RWE, ecce und des WDR, der als Mitveranstalter die Rechte für die zahlreichen Filme aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt habe.

Zum Festival gehört auch eine begleitende Ausstellung von Fotos mit Motiven aus dem Ruhrgebiet. Dazu zählen Lochkamera-Bilder von Ulrich Timmermann und die Fotoserie "A40", die der Oberhausener Fotograf Sebastian Mölleken entlang der Autobahn entwickelt hat. Diese Ausstellung wurde ebenfalls durch die Partnerschaft mit RWE ermöglicht. In der Vertriebszentrale am Standort Dortmund ist die Gesamtschau dieser Fotoarbeiten noch bis zum 12. November zu sehen.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Alle Veranstaltungen des Fernsehfestivals "TV: Tour de Ruhr" finden statt im

Adolf-Grimme-Institut
Eduard-Weitsch-Weg 25
45768 Marl
(Navigations-Zieleingabe: Adolf-Grimme-Straße 1)

Weiterführende Informationen sowie das vollständige Programm gibt es im Internet unter www.grimme-institut.de.

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