Funkwerk AG: StarkesAuftragsplus für Funkwerk im erstenQuartal 2010

(PresseBox) (Kölleda / Thür., ) .
- Auftragszugang 22 Prozent über Vorjahr, Auftragsbestand erreicht wieder Vorkrisen-Niveau
- Quartalsumsatz bedingt durch Aufgabe von unprofitablen Aktivitäten rückläufig
- Ergebnis durch Restrukturierung und Neuausrichtung des Bereichs Security Communication belastet, andere Geschäftsbereiche verbessern Ertragskraft
- 2010 Umsatzzuwachs bis zu 10 Prozent und wieder positives Ergebnis erwartet

Die Funkwerk AG (ISIN DE0005753149) hat im ersten Quartal ein starkes Plus im Auftragseingang verzeichnet und sieht für 2010 insgesamt wieder eine Belebung des Geschäfts. 'Wir registrieren in allen Geschäftsbereichen zweistellige Zuwachsraten bei neuen Aufträgen. Gestützt auf diese positive Entwicklung erwarten wir in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von bis zu 10 Prozent gegenüber 2009. In allen Geschäftsbereichen greifen nun zunehmend die Fixkostensenkungen, so dass wir in 2010 wieder zurück in die Gewinnzone kehren können', erklärte der Vorstand bei der Vorlage seines Berichts über das erste Quartal.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Funkwerk sowohl beim Umsatz wie auf der Ergebnisseite wieder mit Zuwächsen sowie einer nachhaltigen Stabilisierung. Das stärkste Indiz hierfür ist die kräftige Zunahme des Auftragseingangs um über 22 Prozent auf 61,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (50,1 Mio. Euro). Damit erreicht das Verhältnis zwischen Auftragszugang und Umsatz, die Booktobill Ratio, als maßgeblicher Wachstumsindikator für Funkwerk einen Wert von über 1,3. Ein vergleichbarer Wert wurde zuletzt vor Beginn der Wirtschaftskrise registriert. Der Auftragsbestand erhöhte sich per Ende März mit 112,1 Mio. Euro (2009: 106,6 Mio. Euro) ebenfalls auf Vorkrisen-Niveau.

Quartalsergebnis noch negativ - Defizit bei Security Communication ausschlaggebend

In der Umsatzentwicklung gab es für Funkwerk im ersten Quartal 2010 nochmals einen Rückgang. 'Dies ist jedoch im Wesentlichen der Reflex des schwachen Auftragseingangs im zweiten Halbjahr 2009 sowie der mit der Restrukturierung und Konzentration der Produktpalette verbundenen Aufgabe von Umsatzpositionen und Schließung von Verlustquellen geschuldet', erläutert der Vorstand dazu im Quartalsbericht.

Insgesamt lagen die Erlöse auf Konzernebene mit 47,4 Mio. Euro so um 16 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert (2009: 56,7 Mio. Euro), wobei allein durch die Endkonsolidierung der französischen Tochtergesellschaft Bouyer S.A.S. sowie das 'Einfrieren' der Geschäftsaktivitäten in Algerien im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzvolumen von rund 7 Mio.Euro entfiel. Nachteilig wirkte sich zudem der lange und harte Winter aus, der verhinderte, dass im Bahnbereich angearbeitete Projekte mit einem Volumen von rund 4 Mio. Euro wie vorgesehen realisiert werden konnten.

Das operative Betriebsergebnis vor Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwendungen konnte trotz des reduzierten Umsatzes mit -2,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (Q1 2009: -2,9 Mio. Euro) verbessert werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei -2,8 Mio. Euro (Vorjahr: -2,9 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür war die noch laufende Restrukturierung des Geschäftsbereichs Security Communication, die Personalaufwendungen und weitere Lasten nach sich zog, so dass das negative Quartalsergebnis fast ausschließlich auf diesen Geschäftsbereich (Segmentergebnis: -2,7 Mio. Euro) zurückzuführen ist. Der Vorsteuerverlust (EBT) im Funkwerk-Konzern erreichte im ersten Quartal 2010 mit 3,1 Mio. Euro denselben Wert wie 2009. Das Konzernergebnis nach Steuern stellte sich auf -2,9 Mio. Euro (2009: -2,4 Mio. Euro). Das entspricht einem Verlust pro Aktie von -0,36 Euro (2009: -0,29 Euro).

Im Übrigen zeigten sich jedoch in den Geschäftsbereichen bereits die positiven Effekte des 2009 umgesetzten Kostensenkungsprogramms. Trotz des um 9 Mio. Euro niedrigeren Quartalsumsatzes reduzierte sich der Rohertrag lediglich um 1,5 Mio. Euro, was zu einem Anstieg der Rohertragsmarge von 46,9 auf 52,9 Prozent führte. Darüber hinaus wurden gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt rund 4 Mio. Euro Fixkosten eingespart.

Automotive und Enterprise Communication auf gutem Weg

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Funkwerk aufgrund der Neuausrichtung auch für den derzeitigen Problembereich Security Communication (Videosysteme, Objektschutz und Personensicherung) eine tendenziell steigende Geschäftsentwicklung mit einer sukzessiven Verbesserung der Ergebnissituation. Darauf deutet der positive Trend im Auftragseingang hin: Hier konnte per Ende März mit 13,9 Mio. Euro ein Zuwachs von rund 20 Prozent registriert werden (2009: 11,6 Mio. Euro).

Der Geschäftsbereich Automotive Communication (Kommunikationseinrichtungen für Fahrzeuge) hat den durch den weltweiten Einbruch der Fahrzeugmärkte ausgelösten Anpassungsprozess bereits erfolgreich bewältigt. Hier konnte bei Erlösen auf Vorjahresniveau im ersten Quartal 2010 das Betriebsergebnis auf -0,5 Mio. Euro (2009: -1,4 Mio. Euro) verbessert werden und wird im Jahresverlauf weiter stabilisiert. Auch in diesem Geschäftsbereich zeigte der Auftragszugang eine positive Tendenz und liegt per Ende März mit 7,7 Mio. Euro um 22 Prozent über dem Vorjahr (6,3 Mio. Euro).

Auf einem guten Weg ist der Geschäftsbereich Enterprise Communication (Netzwerke, TK-Anlagen und Datensicherheit). Nach der Reduzierung der Variantenvielfalt in der Produktpalette und der Neuausrichtung ist das Geschäft trotz eines starken Wettbewerbs- und Preisdrucks wieder profitabel. Im weiteren Jahresverlauf erwartet Funkwerk auch hier eine stetige Aufwärtsentwicklung.

Traffic & Control Communication: Wieder in der Erfolgsspur

Am größten ist für Funkwerk aktuell das Wachstumspotenzial im Geschäft mit Kommunikations-, Informations- und Managementsystemen für Verkehrsbetriebe und Hersteller von Verkehrsinfrastrukturen (Traffic & Control Communication). In diesem Geschäftsbereich konnte Funkwerk mit 32,3 Mio. Euro per Ende März ein Plus bei den Auftragseingängen von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Funkwerk baute dabei seine führende Position als Lieferant von Kommunikationssystemen (Mobilfunkterminals), bei Informationssystemen und bei Managementsystemen im nationalen wie internationalen Geschäft aus. So wurde mit der Deutschen Bahn ein Rahmenvertrag zur Lieferung von Elektronischen Stellwerksystemen (ESTW) für den Regionalverkehr und zur Automatisierung von Nebenstrecken abgeschlossen, der ab dem zweiten Halbjahr umsatzwirksam werden soll. Im internationalen Geschäft verzeichnete Funkwerk mit der Lieferung eines Informationssystems für die Österreichische Bundesbahn (ÖBB), der Ausrüstung der Schienenfahrzeugflotte in Saudi-Arabien mit Mobilfunkgeräten sowie einem Großauftrag der ungarischen Staatsbahn MAV Erfolge.

Den vollständigen Bericht über das erste Quartal des Geschäftsjahres 2010 der Funkwerk AG finden Sie im Internet unter www.funkwerk.com sowie auf der Homepage der Deutschen Börse.

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