Grundsteinlegung für futuristischen Neubau am Neunerplatz

(PresseBox) (Würzburg, ) Der Grundstein für die Erweiterung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung am Neunerplatz wird gelegt. Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung feiern das Ereignis mit den Mitarbeitern des Würzburger Instituts.

Nach rund eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit seit der Genehmigung des Raum- und Stellenplans durch das Bundesforschungsministerium wird es am Würzburger Neunerplatz nun ernst. Seit Anfang Juni arbeiten sich die Bagger immer tiefer in den Baugrund am Rand der Talavera vor, um Platz für das neue Labor- und Technikumsgebäude des Fraunhofer ISC zu schaffen. Zwei Stockwerke tief wird der Bau in den Boden reichen, vier Geschoße werden über der Erde aufragen. Hauptsächlich Labors und Technikumsflächen entstehen für die Werkstoffforscher am Neunerplatz. Der Fraunhofer-Campus rund um den markanten Backsteinbau am Neunerplatz war zuletzt in den Jahren 1996 und 2006 um zwei Technikumsgebäude am Rand der Talavera erweitert worden.

Für die dritte Institutserweiterung in den letzten 15 Jahren lässt es sich Wirtschaftsminister Martin Zeil nicht nehmen, den Fraunhofer-Forschern persönlich die guten Wünsche der Bayerischen Staatsregierung zu überbringen. »Ihr Institut ist ein wichtiger Standortfaktor für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Bayern«, so Bayerns Wirtschaftsminister Zeil in seinem Grußwort.

Institutsleiter Prof. Gerhard Sextl unterstreicht die Bedeutung des Erweiterungsbaus für die weitere Zukunft des Instituts. »Forschung und Entwicklung - gerade auch im Bereich der Werkstoffe - muss bereits die Anforderungen in der industriellen Produktion berücksichtigen. Im neuen Gebäude werden wir solche industrienahen Standards bei der Entwicklung von Werkstoffe und Technologien v. a. im Bereich der Regenerativen Medizin, der Energiespeicherung und der Prozessoptimierung verwirklichen können.«

In der Fraunhofer-Gesellschaft - mit ihren über 17 000 Mitarbeitern die größte Einrichtung für angewandte Forschung in Europa - steht das ISC für neue Werkstoffe für Energie, Umwelt und Gesundheit. Wie Vorstandsmitglied Professor Alfred Gossner betont, legt die Fraunhofer-Gesellschaft großen Wert darauf, dass ihre Neubauten effizient und nachhaltig sind. So wird Solartechnik zur Wärme-Kälte-Gewinnung mit Adsorptionskältemaschinen eingesetzt. Das Raumklima wird durch eine Bauteiltemperierung unterstützt werden, die Lichtsteuerung erfolgt tageslichtsensorisch und bewegungsabhängig. Erklärtes Ziel ist es, Bau und Betrieb eines Laborgebäudes dieser Größenordnung nachhaltig, d. h.

energieeffizient und ressourcenschonend zu realisieren. »Das neue Technikumsgebäude des ISC wird eines der ersten dieser Art in Deutschland sein, das nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen DGNB zertifiziert werden soll.«

Ein weiteres Anliegen ist der Fraunhofer-Gesellschaft auch die intensive Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung auf regionaler Ebene. In Würzburg ist das Fraunhofer ISC jedenfalls gut vernetzt. Allein mehr als 800 Kleinaufträge, die jedes Jahr für das regionale Umfeld bearbeitet werden, die Zusammenarbeit mit umliegenden Hochschulen im Center Smart Materials CeSMa sowie die Kooperationen mit der Würzburger Universität in Forschung und Lehre zeigen das deutlich. Oberbürgermeister Georg Rosenthal hebt denn auch die gute Vernetzung hervor, als er in seinem Grußwort auf die Bedeutung des ISC für die Wissenschaftsstadt Würzburg eingeht. Er betont, dass die Stadt deshalb die Erweiterungspläne des Fraunhofer ISC von Anfang an gerne unterstützt hat.

Jan Hübener, federführender Architekt für das Vorhaben im Büro von Zaha Hadid Architects, berichtet von einigen Herausforderungen, die ein solches Labor- und Technikumsgebäude für alle Planungsbeteiligten bedeutet. »Eine zentrale Aufgabe lag darin, hoch installierte Nutzungsbereiche mit völlig unterschiedlichen räumlichen und technischen Anforderungen in einem gemeinsamen Baukörper zu integrieren.« Für das international renommierte Büro ist dieses Projekt nicht nur anspruchsvoll, sondern auch reizvoll, da hier die Gelegenheit gesehen wurde, an einer städtebaulich interessanten Stelle das Gesicht des Fraunhofer ISC neu zu prägen.

In den nächsten Monaten wird man Schritt für Schritt beobachten können, wie das innere Tragwerk des Gebäudes errichtet wird. »Im zweiten Halbjahr 2011 wird dann die äußere Glashülle des Gebäudes Gestalt annehmen«, erklärt Michael Martin, der technische Leiter des Fraunhofer ISC den geplanten Baufortgang. Nicht nur die Mitarbeiter und Planungsbeteiligten sind gespannt auf das neue Bauwerk am Neunerplatz.

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