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iPad: DATEV und Fraunhofer zeigen neue Technologien
Die Szene erinnert an die lebendigen Bilder aus den Harry-Potter-Filmen: Die Kamera eines Smartphones oder eines Tablet-PCs wird auf ein Plakat gerichtet und auf dem Bildschirm tauchen plötzlich Filme, Bilder und Texte auf, die Hintergrundinformationen liefern. Die verwendete Technologie wird als "Augmented Reality" (AR), also "erweiterte Realität", bezeichnet. Diese AR-Anwendung nutzt die DATEV eG bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Nürnberg. Am Samstag, den 22. Oktober 2011, von 18.00 bis 01.00 Uhr nachts entführt das Unternehmen die Besucher mittels ausleihbarer iPads zu einer Zeitreise in die Geschichte der DATEV, des genossenschaftlich organisierten IT-Dienstleisters vor allem für die Freien Berufe und mittelständischen Unternehmen.
Die Technologie hierfür stammt vom Fraunhofer IGD, der weltweit führenden Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing. "Um für unsere Kunden neue Ideen zu erschließen, ist ein enger Kontakt zur Forschungswelt für uns eine Selbstverständlichkeit", sagt Dr. Michael Seyd, Mitglied der Geschäftsleitung bei DATEV. "Die Kooperation mit Fraunhofer ermöglicht uns eine Präsentation unserer Geschichte, die ihrer Zeit weit voraus ist." Die von den Fraunhofer-Forschern entwickelte Technik ermittelt Position und Blickrichtung des iPad-Nutzers und überblendet beispielsweise das Plakat mit einer Szene aus der Geschichte der DATEV lagerichtig mit passendem Videomaterial.
So wird für den Betrachter einer Fotographie der Geburtsstunde des Unternehmens auf dem iPad der aktuelle DATEV-Vorstandschef Professor Dieter Kempf sichtbar, der den Anwender begrüßt und die Anwendung erläutert. Das Video bleibt dabei auf dem Bildschirm immer an derselben Stelle des Plakates. "Unsere Technologie erkennt die Bilder anhand ihrer besonderen Merkmale", erklärt Dr. Ulrich Bockholt, Abteilungsleiter "Virtuelle und Erweiterte Realität" am Fraunhofer IGD. "Bilder, Texte und Grafiken können so lagerichtig im iPad eingeblendet werden." Veranstaltungsort ist das Gebäude DATEV II an der Oberen Kanalstraße 4/Ecke Fürther Straße in Nürnberg.
Die DATEV eG, Nürnberg, ist das Softwarehaus und der IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren zumeist mittelständische Man-danten. Über den Kreis der Mitglieder hinaus zählen zudem Großunternehmen, Kommunen, Vereine und Institutionen zu den Kunden der Genossenschaft. Mit nahezu 40.000 Mitgliedern, mehr als 5.800 Mitarbeitern und einem Umsatz von 698,6 Millionen Euro im Jahr 2010 zählt die 1966 gegründete DATEV zu den größten Informationsdienstleistern und Softwarehäusern in Europa. So belegt das Unternehmen beispielsweise im bekannten Lünendonk-Ranking Platz Vier in der Kategorie Softwarehäuser (gelistet nach Umsatz in Deutschland).
Bild: Den Gründungsvorstand und weitere Meilensteine in der Ge-schichte der DATEV eG sieht der Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften in Nürnberg am kommenden Samstag (22. Oktober 2011, von 18.00 bis 01.00 Uhr) nur mittels Erweiterter Realität (engl. Augmented Reality, kurz AR). Der aktuelle DATEV-Vorstandschef Professor Dieter Kempf wird ebenfalls auf dem iPad sichtbar. Er begrüßt den Gast und erläutert die Anwendung. AR-Technologien vom Fraunhofer IGD überblenden die Plakate lagerichtig mit Filmen, Bildern und Texten. (Nutzungsrechte: Fraunhofer IGD)
Über Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu zählen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.
Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken für alle denkbaren computerbasierten Anwendungen.
Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxislösungen ist sehr vielfältig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung über Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.
Gemeinsam mit seinen Partneruniversitäten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schlüsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es beschäftigt rund 180 (vollzeitäquivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat beträgt etwa 15 Millionen Euro.
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