Fraunhofer-Technik unterstützt Senioren in Darmstadt - 5. Deutscher AAL-Kongress startet in Berlin

(PresseBox) (Berlin/Darmstadt, ) Der Wohnpark Kranichstein und das Fraunhofer IGD starten ein Projekt, das Senioren das Leben zu Hause erleichtert. Die verwendete Technologie ist zugleich ein Sicherheitsgewinn. Beim heute in Berlin startenden 5. Deutschen AAL-Kongress zeigen die Fraunhofer -Forscher einige der verwendeten Technologien.

Ob Smartphone, iPad oder Computer, viele moderne technische Geräte scheinen sich fast ausschließlich an jüngere Zielgruppen zu richten. Doch kann Technologie auch älteren Menschen das Leben erleichtern? Dieser Frage widmen sich das Seniorenstift Wohnpark Kranichstein in Darmstadt und das Fraunhofer IGD, die weltweit führende Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing, in einem gemeinsamen Projekt. Intelligente Wohnumgebungen (Ambient Assisted Living, kurz AAL) sollen die Lebensqualität heben und ein Stück Sicherheit vermitteln.

Uwe Hinze, der Leiter des Wohnparks Kranichstein, erklärt: "Stellen Sie sich vor, ein Mensch ist prinzipiell noch in der Lage sich eigenständig zu versorgen, doch in seinem Seh- und Gehvermögen oder in der Orientierungsfähigkeit eingeschränkt. Dann führt die Angst vor Stürzen und Unsicherheiten im Alltag, wie der vergessene Kochtopf auf dem Herd, oftmals in die Resignation." Dem wirkt AAL entgegen. Sensoren in den Häusern oder Wohnungen nehmen Stürze oder angelassene Herdplatten wahr. Die Systeme erinnern den Bewohner an Versäumnisse und benachrichtigen gegebenenfalls Hilfe. Gewohnte Aktivitäten bleiben erhalten und die eigenen vier Wände können weiter bewohnt werden. Der Umzug in ein Pflegeheim lässt sich vermeiden.

Zunächst werden drei Wohnungen des Wohnparks Kranichstein mit AAL ausgestattet. Die Projektpartner möchten Senioren bei der Entwicklung der Technologie einbinden. Der ständige Austausch zwischen Forschern und Bewohnern des Wohnkomplexes Kranichstein ist deshalb wichtig. "Wir erproben hier Technologie für die Menschen", sagt Dr. Reiner Wichert vom Fraunhofer IGD. "Ohne Vertrauen in die Technik, werden die Hilfssysteme nicht angenommen und keine verwertbaren Ergebnisse erzielt."

Bewohner und Leitung des Wohnparks Kranichstein möchten durch die Zusammenarbeit mit den Fraunhofer-Forschern zu sorgenfreierem Altern beitragen. Beim heute in Berlin beginnenden 5. Deutschen AAL-Kongress stellt das Fraunhofer IGD einen Teil der AAL-Technologien vor, die auch im Wohnpark Kranichstein zu finden sind. Die heute erprobten Systeme sind vielleicht schon in zehn Jahren der Standard einer jeden Wohnung.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

www.wohnpark-kranichstein.de
www.igd.fraunhofer.de
www.aal-kongress.de

Bild: Stürze sind eine ständige Gefahr für Senioren. Intelligente Wohnumgebungen helfen älteren Menschen, mit dieser und ähnlichen Gefahren besser umzugehen. Sensoren in Wohnungen nehmen Stürze wahr oder registrieren angelassene Herdplatten. Die Systeme erinnern die Bewohner an Versäumnisse und benachrichtigen gegebenenfalls Hilfe. Beim heute in Berlin beginnenden 5. Deutschen AAL-Kongress stellt das Fraunhofer IGD solche Technologien vor, die es im Moment auch im Wohnpark Kranichstein in Darmstadt erprobt. (Bild: Fraunhofer IGD)

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu zählen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken für alle denkbaren computerbasierten Anwendungen.

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxislösungen ist sehr vielfältig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung über Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.

Gemeinsam mit seinen Partneruniversitäten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schlüsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es beschäftigt über 200 (vollzeitäquivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 16 Millionen Euro.

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