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Finale Zahlen 2011

Q1 sollte solide sein

(PresseBox) (Berlin, ) First Sensor hat die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht.

Akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum: Seit Oktober 2011 wurde die von der börsennotierten AUGUSTA Technologie übernommene Sensortechnics-Gruppe konsolidiert und hat EUR 12,6 Mio. zum Umsatz beigetragen. Folglich lag das organische Wachstum 2011 bei 16% und war in Q4 leicht negativ. Damit reflektiert das Schlussquartal eine Verlangsamung der Nachfrage durch Kunden aus allen Industriezweigen. Dies spiegelt konjunkturelle Unsicherheiten und den daraus folgenden Vorratsabbau wider. Da First Sensor die Produkte auf Basis von mehrjährigen Verträgen liefert, bedeutet dieser niedrigere Umsatz eine Verlagerungen auf zukünftige Quartale.

Transaktion hat Auswirkungen auf Bottom Line: Die transaktionsbedingten Kosten wirkten sich mit EUR 1 Mio. auf die Bottom Line aus. Weitere Einmaleffekte reduzierten das operative Ergebnis um ca. EUR 2,1 Mio. Eine weitere Belastung waren Abschreibungen aus Kaufpreisallokation in Höhe von ca. EUR 1 Mio. Bereinigt um diese Effekte wäre ein EBIT von ca. EUR 5,7 Mio. erzielt worden.

Die Nettoverschuldung lag bei EUR 30 Mio. und damit unter unserer Erwartung von EUR 20 Mio. Bedingt war dies durch höher als erwartete Vorräte infolge der geringeren Kundennachfrage sowie der Zusammenführung der Produktionsstätten von First Sensor und der vor Kurzem akquirierten First Sensor GmbH.

Weitere Investitionen zu erwarten: Maßnahmen zur Steigerung der Produktionseffizienz und zur Anpassung an die Produktionsverfahren von Kunden dürften den Cashflow in Zukunft beeinträchtigen. Jedoch sollten sich diese Maßnahmen in der darauf folgenden Zeit in einer höheren Profitabilität widerspiegeln.

Verbesserungen in Sicht: Auch wenn Q4 schwach war, gewinnt die operative Entwicklung an Dynamik. Im Rahmen der Telefonkonferenz wies CEO Dr. Giering darauf hin, dass die Book-to-Bill-Ratio in Q1 bei über 1 lag. Außerdem wurde die Guidance 2012 bestätigt: es soll ein Umsatz von EUR 118-122 Mio. (WRe: EUR 115 Mio.) und ein EBITA von EUR 13-15 Mio. (WRe: EUR 14,7 Mio.) erreicht werden. Mittelfristig sollte First Sensor zudem von Cross-Selling-Möglichkeiten zu Sensortechnics-Kunden und dem starken Vertrieb der Sensortechnics in Europa profitieren.

Das Kursziel von EUR 11,50 bleibt unverändert. Angesichts des Kurspotenzials von 15% wird die Kaufempfehlung bestätigt.

Unternehmenshintergrund

First Sensor entwickelt kundenspezifische hochpräzise Sensorlösungen. Die Wertschöpfung erstreckt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Sensorbauteil (Chip) bis hin zum kompletten System. Die Produkte werden in kleinen bis hin zu großen Serien gefertigt. Bei für Kunden maßgeschneiderten Lösungen gehört First Sensor weltweit zu den größten Anbietern.

Die von First Sensor entwickelten und gefertigten Sensoren (z.B. optische Sensoren, Druck- und Flüssigkeitssensoren, Neigungswinkel und Positionssensoren) und Sensorsysteme bilden einen funktionsnotwendigen und daher kritischen Bestandteil diverser Endprodukte. Diese kommen in vielfältigen Anwendungen zum Einsatz. Zu den adressierten Branchen zählen Life Science, Industrial, Mobility, Security sowie Aerospace.

Wettbewerbsqualität

Für spezifische Problemstellungen entwickelte und produzierte Sensoren und Sensorsysteme von First Sensor ermöglichen es den Kunden, Anwendungsgebiete zu erschließen, die mit Standardsensoren der Massenhersteller nicht realisierbar wären. Dies ermöglicht es Kunden von First Sensor, sich zu differenzieren. Zudem machen die Sensorkosten lediglich einen geringen Anteil der Kosten des Endprodukts der Kunden aus, was die Verhandlungsposition von First Sensor stärkt.

Die erreichte herausragende Wettbewerbsposition ist gut zu verteidigen, denn...

...große Sensorhersteller fokussieren sich auf Standardprodukte und differenzieren sich durch Skalenvorteile - daher sind die von First Sensor adressierten Nischen für diese häufig nicht attraktiv.

...den vielen kleineren Playern des stark fragmentierten Sensormarktes bleibt der Zugang zu den von First Sensor adressierten attraktiven Märkten und Kunden verwehrt.

Ursächlich dafür ist das Zusammenspiel diverser Faktoren wie...

...die hohen Abhängigkeiten vom Lieferanten der Sensoren und Sensorsystem, die den Anspruch an eine solide finanzielle Situation des Lieferanten mit sich bringen.

...das langjährig aufgebaute Know-how in der Sensortechnologie, das durch signifikante Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ca. 10% vom Umsatz p.a.) verteidigt wird,

...die nicht von der Hand zu weisende Anlagenintensität der Geschäftstätigkeit sowie verbunden damit...

...die Fähigkeit, Fertigungsabläufe effizient zu gestalten und nicht zuletzt...

...die kontinuierlich gewachsenen Beziehungen zu Schlüsselunternehmen wichtiger Industrien.

All dies bildet nicht nur wichtige Säulen der hohen Wettbewerbsqualität, sondern auch Markteintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber.

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