Neues Konzept überzeugt ERP-Anwender und -Anbieter

16. Aachener ERP-Tage zeigen Krise als produktiven Zustand

(PresseBox) (Aachen, ) Aachen – „Potenziale erkennen, Effizienz steigern, Liquidität sichern“, so lautete das Motto der diesjährigen Aachener ERP-Tage des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR). Und das Konzept der Veranstalter ist aufgegangen: Trotz der wirtschaftlich turbulenten Zeiten konnten hohe Besucherzahlen verzeichnet werden.

Im Rahmen der dreitägigen Fachveranstaltung lud das FIR ERP-Anwender und -Experten am 17. und 18. Juni zur Fachtagung und Fachmesse im Aachener Eurogress ein, um über Trends und Best Practices in der ERP-Branche zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Gemeinsam mit dem am Vortag stattgefundenen Praxistag, der zwei themenbezogene Workshops beinhaltete, boten die drei Elemente der 16. Aachener ERP-Tage den Besuchern einmal mehr ein umfassendes Angebot an Austausch- und Informationsmöglichkeiten. Im Vorfeld wurde das Messekonzept unter Einbezug von Anbietervertretern im so genannten Fachmessebereit weiterentwickelt. Innovationen wie ein Key-Note-Vortrag und eine ERP-LAN-Party in der Fachmesse nahmen Aussteller und Besucher äußerst positiv auf.

Der Institutsdirektor des FIR, Prof. Dr. Günther Schuh, eröffnete die Tagung mit einem Vortrag über die Bedeutung des so genannten „Bullwhip-Effekts“. Er stellte anschaulich dar, wie auch die Finanzwirtschaft diesen ursprünglich in der Logistik verwurzelten Mechanismen unterliegt und auf welche Maßnahmen es momentan ankommt. So gilt es gerade jetzt, den Rucksack des in Beständen gebundenen Umlaufvermögens abzustreifen und den Blick vorwärts und auf die Straffung der eigenen Prozesse zu richten.

„Vereinfachung statt Verwaltung“ sei hier der richtige Ansatz, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Prozesse, so erklärte Christian Reuter, Leiter Produktionssysteme der Freudenberg und Co. KG, ließen sich erheblich durch eine Automatisierung im ERP-System rationalisieren. Auf diese Weise können Kräfte entlang der Lieferkette effizienter genutzt und somit Wettbewerbsvorteile geschaffen werden.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden viele weitere Ansätze und Möglichkeiten, durch Erhöhung von Transparenz im Informationsfluss dem „Bullwhip-Effekt“ entgegenzuwirken, präsentiert. So wurde auf der ERP-LAN-Party das Prozessmodell des FIR-Spin-Offs myOpenFactory anschaulich vorgeführt, indem die Besucher bei allen angeschlossenen Ausstellern Cocktails ordern konnten, die zentral von einem Roboter gemixt wurden. Einzige Voraussetzung: die Automatisierung der Auftragsabwicklung zwischen den ERP-Systemen unterschiedlicher Besteller (Kunden) und des Roboters (Lieferant) durch den Quasi-Standard myOpenFactory. Dies zeigt beispielhaft, dass mithilfe einer verbesserten Transparenz Unternehmer Prozesse besser planen und Umsatzeinbußen frühzeitig vermeiden können.

Tenor aller Anwesenden: Unternehmen, die in der jetzigen Zeit vor Investitionsentscheidungen zurückschrecken, sollten die Krise nutzen, um Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren, Entscheidungen zu planen und vorzubereiten.

Die Aachener ERP-Tage haben sich auch in diesem Jahr als eine erfolgreiche Austauschplattform sowohl für Software-Anbieter und Wirtschaftsexperten als auch für Wissenschaftler und nicht zuletzt für die Anwender bewährt.

„Krise kann“, so bestärkte Christian Reuter, „durchaus ein produktiver Zustand sein, wenn man ihr den Beigeschmack der Katastrophe nimmt.“

Weitere Informationen zu den Aachener ERP-Tagen sind online abrufbar unter: www.erp-tage.de

FIR an der RWTH Aachen

Das Forschungsinstitut für Rationalisierung e. V. (FIR) ist ein selbstständiger Forschungsdienstleister an der RWTH Aachen mit mehr als 50-jähriger Erfahrung in der Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung.Das FIR ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und zählt rund 150 Mitgliedsunternehmen und Verbände mit mehr als 50.000 angeschlossenen Unternehmen.In den drei Forschungsbereichen Dienstleistungsmanagement, Informationsmanagement und Produktionsmanagement gestalten in einer Netzorganisation rund 120 wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte die Betriebsorganisation im Unternehmen der Zukunft.

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