Festo zeigt innovative Lösungen für die energieeffiziente grüne Produktion der Zukunft auf der Expo 2010 in Shanghai

Energie- und Ressourceneffizienz in Automation immer wichtiger

(PresseBox) (Esslingen, ) Balancity - eine Stadt in Balance - ist das übergreifende Thema des deutschen Pavillons auf der Expo 2010 in Shanghai, China. Wichtigster Bestandteil der Ausstellung wird die Energiezentrale sein. Auch für Festo ist Ressourcen- und Energieeffizienz eines der Topthemen für die Gegenwart und die Zukunft. Mit Hilfe der Biomechatronik, will Festo neue Technologien aufspüren und seine Produkte noch intelligenter und effizienter gestalten. In den Pavillonräumen "Fabrik" und "Depot" werden Innovationen deutscher Unternehmen thematisiert. Hier zeigt Festo seinen AquaPenguin und seinen BionicTripod. Unter Nutzung bionischer Prinzipien liefern diese energieeffizienten Future Concepts Impulse für die grüne Produktion von morgen. Im "Depot" befinden sich die Exponate in einer Art Lager, Magazin und Umschlagplatz von Waren. Die "Fabrik" ist ein Raum, der ständig in Bewegung ist. Die Besucher werden über Fahrsteige befördert und können interaktive Scanner-Stationen durchfahren und dort Information in Form von Filmen abrufen.

Durch die Verwendung innovativer technischer Materialien und die schöpferische Kombination unterschiedlicher Konstruktions- und Funktionsprinzipien können neue Gestaltungsräume erschlossen und für die Automatisierungstechnik nutzbar gemacht werden. In der Automation werden Flexibilität, Leichtbau und Energieeffizienz immer wichtiger. Die Natur zeigt in den vielfältigsten Beispielen wie man mit einem Minimum an Energieverbrauch ein Maximum an Leistung erzielen kann.

Das Bionic Learning Network ist Ausdruck der Lösungskompetenz von Festo zur Überprüfung neuer Ansätze für nachhaltige Produktentwicklungen. "Wir wollen Innovationsführer unserer Branche sein. Dazu müssen wir immer wieder neue und auch ganz andere Wege gehen", erklärt Dr. Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technology and Market Positioning der Festo AG. "Die Natur hat viele Probleme ideal gelöst. Durch Übertragung solcher Erkenntnisse und deren Umsetzung in der Biomechatronik versuchen wir unsere Produkte noch effizienter und intelligenter zu machen."

Die bionischen Pinguine veranschaulichen, was Lernen von der Natur bedeutet. Ein absolutes Novum in der Robotertechnik ist der in alle Richtungen bewegliche Rumpf. Um eine solche "organische" Formveränderung zu ermöglichen, wurden Kopf, Hals und Schwanzsegment mit einer neuartigen bionischen 3D- Struktur ausgestattet.

Sein biologisches Vorbild sind Fischflossen: Berührt man diese mit dem Finger, passen sie sich ihm an und versuchen, ihn zu umschließen. Mit dieser der Flosse nachgebauten dreidimensionalen Struktur mit Fin Ray® Effekt (Flossenstrahlstruktur) bekommen nicht nur die künstlichen Pinguine den richtigen Dreh für die nächste Kurve.

Was Festo mit seinen AquaPenguins eindrucksvoll darstellt, lässt sich bei Handhabungsaufgaben konkret einsetzen. Der FinGripper greift damit sicher verschiedenste Bauteile - vergleichbar der menschlichen Hand. Der FinGripper stellt die Zukunft des Greifens dar, denn die drei Greiffinger passen sich dem zu greifenden Objekt flexibel und elastisch an; verschiedene Bauteile oder sogar Agrarprodukte lassen sich so sicher handhaben, ohne ständig Spezialgreifer wechseln zu müssen.

Auch der bionische Tripod basiert auf der 3D-Struktur mit Fin Ray® Effekt. Der BionicTripod ist dank seiner drei pyramidenförmig angeordneten Arme in der Lage, etwa einen Greifer innerhalb eines großen Arbeitsraumes zu positionieren. Er ist extrem leicht, hoch flexibel und einfach herzustellen. "Wir sparen hier bis zu 90 Prozent Gewicht ein", erläutert Markus Fischer, Leiter Corporate Design bei Festo. "Dies wirkt sich direkt auf den Energieverbrauch aus, da weniger Masse zu bewegen ist. Die Bionik öffnet hier der Energieeffizienz die Tür."

Interessante Ansatzpunkte ergeben sich auch hinsichtlich der Steuerungstechnologien. Als Stichpunkt sei hier nur das kollektive Verhalten sich selbst steuernder, autonomer Systeme genannt, wie dies bei dem Technologieträger AquaPenguin demonstriert werden kann. Die Bionischen Pinguine sind als autonome Unterwasserfahrzeuge (AUV) ausgebildet, die sich im Wasser-Bassin eigenständig orientieren, selbständig navigieren und im Gruppenverband unterschiedliche, variable Verhaltensmuster ausbilden.

Sie können auf engstem Raum manövrieren, bei Bedarf auf der Stelle wenden und - anders als ihre biologischen Vorbilder - sogar rückwärts schwimmen. Die Manöver werden durch eine intelligente 3D-Sensorik unterstützt. Zur Analyse des Umfeldes wurden die Pinguine mit einem speziellen 3D-Sonar ausgestattet, das ähnlich den Delfinen und Fledermäusen mit breitbandigen Ultraschall-Signalen arbeitet.

Diese Erkenntnisse und weitere andere wie beispielsweise die Phänomene des Schwarmverhaltens von Tieren in der Natur nutzen die Forscher und Designer von Festo und übertragen diese auf die Technik und überlegen wie die Arbeitswelt und die Fabrik von morgen unter Einbindung der Natur als Ideengeber aussehen könnte.

Fin Ray Effect® ist eine Marke der Evologics GmbH.

Pressetext und bilder finden Sie auch im Internet unter www.festo.com/presse, weitere Informationen zum Bionic Learning Network von Festo unter www.festo.com/de/bionic
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