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Neuestes aus der Solarwirtschaft in Frankreich

2006 : ausgezeichnetes Solar-Jahr für Frankreich

(PresseBox) (La Ciotat, ) Die Solarwirtschaft erfährt in Frankreich einen enormen Aufschwung: der weiterhin stark wachsende Markt für thermische Solaranlagen dehnt sich auf die Photovoltaikbranche aus. Mit einem Wachstum von 80 % bei den thermischen Solaranlagen ist Frankreich Europameister. Dieser kräftige Anstieg überträgt sich auf die Photovoltaik, die sich mittlerweile als viel versprechende Technologie durchsetzt: 2006 ist der Photovoltaik-Markt 2 ½ mal so groß wie in 2005.

Solarthermie: Frankreich Europameister beim Wachstum

Der französische Solarthermie-Markt 2006 nähert sich einer Kollektorfläche von 300 000 m², was rund 210 MWth entspricht. Das sind + 80 % im Vergleich zu 2005.

2006 beträgt die Fläche der thermischen Solaranlagen auf dem französischen Festland 220 000 m² :

- Über 35 000 Solar-Brauchwassertanks für EFH (CESI), was ca. 150 000 m² entspricht
- Rund 5 000 Kombianlagen für Brauchwasser + Heizung (SSC), was ca. 51 000 m² entspricht
- Rund 22 000 m² zur Brauchwasserheizung für Mehrfamilienhäuser und größere Gebäude.

Mit den französischen Überseegebieten (schätzungsweise 75 000 m²) nähert sich der französische Markt für thermische Solaranlagen den 300 000 m² bzw. 210 MWth.

Mit dem Jahr 2006 wird das Solarprojekt "Plan Soleil" vollendet. Es wurde 1999 durch die französische Umwelt- und Energiewirtschaftsagentur ADEME ins Leben gerufen, um die Verbreitung der thermischen Solaranlagen durch Werbemaßnahmen, finanzielle Unterstützungen und Qualifizierung der Installateure zu verstärken. ENERPLAN und seine Mitglieder haben während des gesamten Projektverlaufs eng mit der ADEME zusammen gearbeitet, um diesen einzigartigen Erfolg in Europa erzielen zu können.

Frankreich: Europameister beim Wachstum

Während das europäische Branchenwachstum bei 35 à 40 % liegt, hat Frankreich immer noch die Nase vorn, was die Wachstumsstärke seines Solarmarktes betrifft. Mit fast 300 000 m² installierter Fläche im Jahre 2006 ist Frankreich - die Überseegebiete mit eingerechnet - dabei, vor Österreich der zweitwichtigste Markt Europas nach Deutschland zu werden (wo im Jahr 2006 über 1,25 Millionen m² angelegt wurden).

Neue Kollektivmarke Référencement Enerplan : Ô Solaire : Auswahl von thermischen Einzel-Solaranlagen (Cesi) und Solar-Kombi-Anlagen (SSC)

Die Solarfachleute des Enerplan-Verbands haben am 30. Mai 2007 ein Gütezeichen Référencement Enerplan - Ô Solaire eingeführt, um thermische Solaranlagen für Einfamilienhäuser (CESI) und Kombi-Anlagen (SSC), die auf dem französischen Markt im Rahmen eines Qualitätskonzepts angeboten werden, zu kennzeichnen.

Diese Kollektivmarke verdeutlicht die Entwicklung hin zu einer gezielten Auswahl von thermischen Solarausrüstungen für Privathaushalte, die von der französischen Umwelt- und Energieagentur ADEME 1999 eingeführt wurde:

- 1999 : die französische Umwelt- und Energieagentur ADEME stellt im Rahmen des Plan Soleil finanzielle Hilfsmittel für thermische Solarausrüstungen in Privathaushalten bereit. Parallel zu diesen Subventionen legt sie Auswahlkriterien für die Ausrüstungen fest (komplette Einheiten, die als Bausätze, d.h. Tank + Kollektor + Regler… vertrieben werden).

- Juli 2006 : in Anbetracht der Normenentwicklung übernimmt Enerplan von ADEME die Aufgabe der Materialauswahl und stellt einen Bezugsrahmen mit Auswahlkriterien für Einzelanlagen (CESI) und Kombi-Anlagen (SSC) auf, die in Frankreich angeboten werden. Dieser Bezugsrahmen gibt einfache, praxisorientierte und mit den europäischen Standards kompatible Regeln vor, um Einzel- und Kombi-Anlagen zu wählen, die für regionale und kommunale Finanzhilfen relevant sind.

- Mai 2007 : der Enerplan-Bezugsrahmen führt zur Schaffung des Gütezeichens Ô Solaire - Référencement Enerplan. Diese Kollektivmarke auf der Basis des Bezugsrahmens von Enerplan macht das Engagement insgesamt und die Verantwortlichkeit jedes einzelnen der industriellen Betreiber deutlich. Die Kollektivmarke hat den Zweck, die Erteilung der Steuergutschrift an Privatpersonen zu vereinfachen und einen Bezugsrahmen für Finanzhilfen für Privatpersonen zu schaffen und betrifft auch die Erteilung des Vivrelec-Gütesiegels.

Photovoltaik hebt ab und beschleunigt um 100 %

Nach Schätzungen der ADEME (französische Umwelt- und Energieagentur) übertrifft die Photovoltaik im Jahr 2006 die 14,4 MW, mit 8,4 MW in den Überseegebieten und Korsika.

Der Markt hat somit zwischen 2005 und 2006 um 150 % zugelegt. Die Veröffentlichung neuer Einspeisetarife mitten im Sommer konnte dazu wesentlich beigetragen (Beschluss vom 10. Juli 2006):

- Der vom staatlichen Stromversorger EDF auf dem französischen Kontinent bezahlte Einspeisetarif steigt von 0,15 auf 0,30 €/kWh bzw. auf 0,55 € bei gebäudeintegrierten Modulen (" Prämie I bei Gebäudeintegration findet Anwendung, wenn die Photovoltaikausrüstung für die Stromerzeugung außerdem technisch oder architektonisch eine wesentliche Funktion beim Bau erfüllt. Die Ausrüstungen müssen Bestandteil der nachstehenden erschöpfenden Liste sein :

- industriell hergestellte Bedachungen, Schieferplatten oder Ziegel mit oder ohne Träger ;
- Brise-soleil ;
- Fensterbrüstungen ;
- Großverglasung ohne Fensterschutz, Balkon oder Terrasse ; - Wandverkleidungen, Sichtblenden. ")

- Auf Korsika, Mayotte und in den Überseedepartements beträgt die Vergütung 0,40 €/kWh und 0,55 € mit der Prämie für Gebäudeintegration.

Die DIDEME (Direktion für Energienachfrage und Energiemärkte) hat am 17. April 2007 einen technischen Leitfaden zu den " Kriterien zur Gewährung der Prämie für Gebäudeintegration bei Photovoltaik-Ausrüstungen für die Stromerzeugung " herausgegeben. Darin werden Ausrüstungen (mit Fotos) aufgeführt, die zur zusätzlichen Förderung bei Gebäudeintegration berechtigen oder nicht, und zwar so wie es im Anhang des Beschlusses über die Stromkaufbedingungen für Photovoltaik vorgesehen ist. Beispielsweise werden nun auch Membranen zusätzlich gefördert, was bisher nicht eindeutig geklärt war. Der Leitfaden ist auf der Website von Enerplan verfügbar (www.enerplan.asso.fr).

Seit dem 12. Juni 2007 hat das französische Forschungsinstitut für Bauwesen CSTB zusammen mit Fachleuten der Branche Verfahren zur technologischen Bewertung von integrierten Photovoltaikanlagen ausgearbeitet, um klare Rahmenbedingungen für die Photovoltaikbranche in Frankreich zu schaffen und insbesondere derzeitige Fragen zur Versicherungsfähigkeit (10-Jahres-Garantie) sowie Verjährung zu klären.

Gesetzliche Regelung rückt Solarenergie in den Vordergrund

- Bei Neubauten : die Solarthermie wird unter Brauchwassererwärmung (ESC) genannt, die Photovoltaik wird in der Regelung Réglementation Thermique RT2005 hervorgehoben.
- Bei energieeffizienten Gebäuden : die Zertifikate " Sehr hohe Energieffizienz - Erneuerbare Energien (THPE ENR) und Niedrigenergiehäuser (BBC) (Beschluss vom 3. Mai 2007) schließen thermische Solaranlagen und Photovoltaik mit ein. - In den Gemeinden : die Erweiterung des Baurechts mit der Erhöhung der gesetzlichen GFZ. (Beschluss vom 8. Mai 2007) schafft Möglichkeiten, den Einbau von Solaranlagen bei Neubauten zu fördern.
- Für alle Betreiber : die Energiesparzertifikate (CEE).

Alle diese Instrumente dienen der Förderung der Solarthermie und der Photovoltaik beim Neubau sowie im Gebäudebestand.
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