Das Ende der Energiewende

Offener Brief von der Emmvee Photovoltaics GmbH zur Kürzung der Solarförderung

(PresseBox) (Berlin, ) Offener Brief der Emmvee Photovoltaics GmbH an die
Bundesminister Röttgen und Rösler zur Gesetzesvorlage EEG


Wir schreiben Ihnen heute, um Unmut, Unverständnis und Unruhe über die Gesetzesvorlage des EEG zum Ausdruck zu bringen. Die Emmvee Photovoltaics GmbH ist seit 2007 am Markt. In dieser Zeit haben wir erfolgreich internationale Handelsverbindungen geknüpft, unsere Module bestehen aus deutschen Komponenten, die in Indien zusammengebaut werden. Made in Germany, assembled in India, nicht, weil dort die Arbeitskräfte billiger sind (wir produzieren auf den besten Maschinen, die der Markt hergibt, da spart man nicht am Personal) sondern weil das Unternehmen 1992 dort gegründet wurde. Die Emmvee-Gruppe ist ein Modell für internationale Kooperation und Austausch. Wir haben 30 Arbeitsplätze in Heppenheim, Berlin, in Italien, Frankreich und Großbritannien aufgebaut. Wir fürchten, dass die Gesetzesvorlage den Markt für erneuerbare Energien gänzlich zerstören wird. Bundesminister Rösler und Röttgen mit ihrem ignoranten Missverstehen des Marktes, mit einer ausgeprägten Klientelpolitik für konventionelle Energieerzeugung und mit einer Missachtung der volkswirtschaftlichen Komponenten der Solarwirtschaft, alles zunichte macht, was hier in Deutschland erdacht wurde. Ein Schelm, wer hier nicht an Klientelpolitik denkt.

Der gesamte Markt für Photovoltaik ist eine deutsche Erfindung, dass EEG, entgegen der Meinung der Regierung kein Subventionsinstrument sondern die Förderung neuer alternativen Energien, ist ein Erfolgsmodell, was mittlerweile weltweit kopiert wird. Deutsche Technologie ist noch das non plus ultra. Die Regierung überlässt dies alles einer nebulösen Zukunft. Chinesische Firmen erweitern gerade ihren technischen Horizont und führen einen Technologietransfer in die falsche Richtung durch. Was einst in Deutschland ob der hervorragenden Qualität, der Zuverlässigkeit und der Performance Top war, ist heute schon fest im den Händen von chinesischen Staatsunternehmen, die durch stark subventionierte Preise, Firmenaufkäufe und Technologieanleihen den Markt zu einem sehr großen Teil dominieren.
Die Regierung setzt weiter auf Dinosaurier-Technologie. Sie setzt weiter auf die vier Energie-Dinosaurier.
Atomkraft ist nicht sicher, sie ist träge und mordsgefährlich und sie wurde mit hohen Steuerbeträgen subventioniert. Ach ja, ein Endlager für den atomar verseuchten Müll wurde vergessen. Wohin mit dem Müll, der noch viele zehntausend Jahre lebensgefährlich sein wird. Warum hält die Regierung an altmodischer Energieerzeugung fest? Fehlt es ihr an progressiven Köpfen? Will sie aus dumpfer Nibelungentreue die vier Energie-Monopolisten unterstützen, die derzeit kein Konzept für die Energieversorgung der Zukunft haben, die jahrzehntelang stumpfer Profitgier auf dem Rücken der Steuerzahler nachgerannt sind? Hat die Partei keine Vision für eine sichere und saubere Zukunft.

Alternative Energien sind die Zukunft. Sie sind unumgänglich, sauber, ausbaufähig.
Ebenso wie einst der Kohlepfennig oder der Atomscheck bedarf diese Energie noch einer Förderung. Sie muss entwickelt werden. In den 70er Jahren kostete photovoltaische Energie ein Vermögen. Effizient war sie auch nicht. Das EEG hat dazu geführt, dass heute normale Steuerzahler, Hausbesitzer, Vereine und Unternehmen auf Photovoltaik setzen können. Sie ist effizient und bezahlbar. Sie braucht nur noch für relativ kurze Zeit die Unterstützung des EEG, weshalb die Industrie ja immer auch mit den im Gesetz vorgesehenen Schnitten einverstanden war.
Die Regierung wird das zerstören.
Vielleicht, weil ihre Günstlinge, die vier Energiemonopolisten, demnächst massiv in die Windkraft einsteigen, die aufgrund massiver Investitionen eben nicht so demokratisch ist, wie Solarenergie. Vielleicht aber auch nur, weil Ihre Partei kein Konzept für die Zukunft hat?
Rechnen Sie bitte nicht mit dem Anteil der Förderung für Solarenergie und ihrem Anteil am Strommix. Hätte man das in den 50er und 60er Jahren gemacht, gäbe es keinen Kohle- oder Atomstrom. Sinn des EEG ist es, Photovoltaik erschwinglich für jedermann zu machen, dass EEG hielt die Förderung auch in einem volkswirtschaftlichen Kreislauf (bevor schwarz-gelb die Eigennutzung subventionierte).
Die Zukunft sieht so aus: ein gescheiter Mix aus Wind-, Sonne-, Wasser- und Bioenenergie in einem smarten Netz. So werden die jeweiligen Schwachpunkte der einzelnen Arten ausgeglichen. Das wird bezahlbar und machbar sein.
Trotz dieser Regierung.
Wie sieht Ihr Konzept für die Energieversorgung der Zukunft aus?
Das würden wir gerne erfahren. Aber vielleicht sitzen die zuständigen Minister bald schon bei einem der vier großen Energieerzeuger im Verwaltungsrat.

Deutschland fordert erneuerbare Energien. Ein Umweltminister sollte dafür Sorge tragen, dass umweltfreundliche Energie ausgebaut wird, der Wirtschaftsminister sollte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür herstellen. Beides gelingt den Bundesministern nicht. Sie machen das Gegenteil! Damit verstoßen sie gegen Ihren Auftrag, zugunsten einer dubiosen Energiepolitik, Klientelpolitik und wider besseren Wissens.
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Über die EMMVEE Photovoltaics GmbH

Emmvee Photovoltaics GmbH ist ein deutsch-indischer Entwickler und Hersteller von mono- und polykristallinen Solarmodulen. Das Unternehmen bietet vielfältige Lösungen für netzgekoppelte oder
netzunabhängige Anwendungen im Bereich der solaren Stromerzeugung an.
Emmvee legt Wert auf langfristige Kooperationen. So auch in der Zusammenarbeit mit den Herstellern der Komponenten. Alle Komponenten der Module sind Markenprodukte. Viele kommen aus Deutschland. Der überwiegende Teil der Module wird mit Zellen von Bosch, Q-Cells und ab sofort auch mit Gintech-Zellen verbaut. Emmvee war der erste Hersteller, der auf das strukturierte Solarglas Albarino P gesetzt hat. Die Produktion findet in Bangalore, Indien, auf 3S Maschinen statt. Auf der Website des Unternehmens, www.emmveephotovoltaics.com, finden Sie alle Informationen zu Produkten und Dienstleistungen.

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