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18. Jugend forscht Regionalwettbewerb vom 25. bis 27. Februar in Künzelsau

„Es soll auf jeden Fall Spaß machen“

(PresseBox) (Mulfingen, ) Erich Kamleiter und Joachim Kempf sind Juroren beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Heilbronn-Franken. Im Interview erklären sie, wie die Jury Entscheidungen trifft und warum es auch mal keinen ersten Platz gibt.

Herr Kamleiter, Herr Kempf, wie wird man eigentlich Juror für den Regionalwettbewerb bei „Jugend forscht“?
Joachim Kempf: Mich hat mein Schulleiter angesprochen. Da ich fand, dass der Wettbewerb eine tolle Plattform für wissenschaftlich interessierte Jugendliche ist, habe ich sofort zugesagt. Das war im Jahr 2002. Seitdem bin ich mit kleinen Unterbrechungen als Juror dabei.
Erich Kamleiter: ebm-papst, der Organisator des Regionalwettbewerbs, ist vor zwei Jahren auf mich zugekommen. Da ich an der Hochschule Projektleiter der Technik Initiative Campus Künzelau (TICK) bin, die Kinder und Jugendliche für Technik begeistern soll, war das für mich eine interessante Option. Zumal ich den Wettbewerb seit vielen Jahren verfolge.

Welche Voraussetzungen muss ein Juror denn erfüllen?
Kamleiter: Zum einen sollte das Fachwissen da sein. Jemand der nichts mit Naturwissenschaften und Technik am Hut hat, wird die Projekte nur schwer beurteilen können. Und zum anderen muss man einen Beruf ausüben. Wer in den Ruhestand geht, darf nicht mehr in der Jury sitzen.

Wie viele Juroren gibt es insgesamt?
Kempf: Das hängt von der Teilnehmerzahl ab. Für jeden der sieben Fachbereiche, sind es in der Regel mindestens drei Juroren. Bei vielen eingereichten Projekten in einzelnen Fachbereichen auch mehr. Die Tendenz geht ja aktuell dahin, dass wir jedes Jahr eine neue Rekordteilnehmerzahl verzeichnen.

Wie arbeitet die Jury?
Kamleiter: Zunächst reichen die Teilnehmer ihre Projekte bis Januar schriftlich ein. Diese ausführlichen Projektbeschreibungen liest sich jeder Juror durch. Danach setzen wir uns alle zusammen und prüfen, ob die Einreichungen zulässig sind. Im Prinzip lehnen wir aber nur Vorhaben ab, die rechtlich oder gesundheitlich bedenklich sind, wie z. B. bei Verwendung gesundheitsgefährdender Stoffe oder Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Kempf: Die eigentliche Beurteilung findet aber am Veranstaltungstag statt. Dann gehen wir von Stand zu Stand, stellen Fragen und lassen uns die Ideen von den Teilnehmern präsentieren. Wir wollen dabei vor allem herausfinden, wie die Jugendlichen an ihr Projekt herangegangen sind, Probleme erkannt, analysiert und gelöst haben.

Nach welchen Kriterien bewerten Sie die Ideen der jungen Forscher?
Kempf: Wir haben einen Bewertungsbogen auf dem wir Punkte für Originalität, Eigenständigkeit und Kreativität vergeben. Aber auch die Präsentation spielt eine entscheidende Rolle. Immerhin steckt das Wort Forschung im Wettbewerbsnamen. Da sollten auch grundlegende wissenschaftliche Standards stimmen.
Kamleiter: Trotzdem wollen wir in erster Linie motivieren. Deshalb geben wir konstruktives Feedback an die Jugendlichen, weisen aber auch auf Fehler hin und sagen, was man noch hätte besser machen können.

Wie wird der Sieger dann ermittelt?
Kempf: Zunächst schaut jeder Juror, wer die höchste Punktzahl erreicht hat und dann vergleichen wir die Ergebnisse. Der Kandidat mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält aber nicht unbedingt den ersten Platz. Wir diskutieren schon sehr genau, ob wir im Einzelfall alle Aspekte berücksichtigt und die Gewichtung richtig gesetzt haben.
Kamleiter: Es kann auch sein, dass wir gar keinen ersten Platz vergeben. Beim Landeswettbewerb ist das Niveau schon sehr hoch und wenn wir der Meinung sind, dass keines der Projekte diesen Ansprüchen gerecht wird, schicken wir auch niemanden hin.

Gibt es Dinge, die Sie immer wieder aufs Neue überraschen?
Kamleiter: Mich überrascht immer wieder das zum Teil sehr hohe Niveau. Da muss ich manchmal auch selbst erst die Hintergründe recherchieren. Aber das ist ja das Reizvolle, dass ich da selbst etwas lerne.
Kempf: Ich finde es immer richtig toll, wie begeistert und überzeugt die Mädchen und Jungen von ihren Ideen sind und wie intensiv sie sich mit ihren Projekten beschäftigen. Da höre ich dann auch richtig gerne zu.

Warum ist der Wettbewerb Ihrer Meinung nach wichtig?
Kempf: Ich finde es wichtig, dass Jugendliche lernen, Dingen auf den Grund zu gehen. Dass sie verstehen wollen, wie etwas funktioniert und nicht nur passiv anwenden und konsumieren. „Jugend forscht“ ist da eine tolle Plattform.
Kamleiter: Und dann ist er natürlich eine tolle Gelegenheit Gleichgesinnte kennenzulernen, da entstehen auch viele Freundschaften. Zudem haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, ihre Interessen nach außen sichtbar zu machen und sich mit anderen zu messen. Beim Sport ist so etwas ja viel einfacher, da sind Wettbewerbe ganz selbstverständlich.

Was raten Sie künftigen Teilnehmern?
Kempf: Auf jeden Fall sollte jeder ein Projekt wählen, das ihn interessiert und ihm Spaß macht. Und nicht nur weil es ein Lehrer oder die Eltern vorgeschlagen haben. Wenn das Projekt Spaß macht, hat man auch Erfolg. Und wenn es am Ende nicht der erste Platz wird, bekommt man zumindest ein gutes Feedback.
Kamleiter: Ein halbwegs gutes Zeitmanagement sollten die Teilnehmer schon haben. Oft scheitern die Projekte, weil die Jugendlich zu spät angefangen haben, die Projekte auszuarbeiten. Aber im Prinzip kann ich jedem Neugierigen den Ratschlag geben: Probiert es aus und macht mit!

(Zusatzinformation)
Erich Kamleiter ist Laboringenieur an der Hochschule Heilbronn und in dieser Funktion Projektleiter der Technik Initiative Campus Künzelau (TICK). Seit 2014 ist er Juror für den Fachbereich „Physik“.
Joachim Kempf ist Lehrer an der gewerblichen Schule für Elektrotechnik und Mathematik in Künzelsau. Seit 2002 ist er Juror für den Fachbereich „Arbeitswelt“.

Aktuelle Informationen, Bilder und Einblicke rund um den Wettbewerb Heilbronn-Franken gibt es unter www.facebook.com/JuFoRegional

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Über die ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

Die ebm-papst Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren. Seit Gründung setzt das Technologieunternehmen kontinuierlich weltweite Marktstandards: von der Marktreife elektronisch geregelter EC-Ventilatoren über die aerodynamische Verbesserung der Ventilatorflügel bis hin zur ressourcenschonen-den Materialauswahl u. a. mit Biowerkstoffen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von knapp 1,6 Mrd. €. ebm-papst beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 18 Produktionsstätten (u. a. in Deutschland, China und den USA) sowie 57 Vertriebsstandorten weltweit. Ventilatoren und Motoren des Weltmarktführers sind in vielen Branchen zu finden, wie zum Beispiel in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Haushaltsgeräte, Heiztechnik, IT und Telekommunikation, Pkw-Applikationen und Nutzfahrzeugtechnik.

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