- Pressemitteilung BoxID 111945
Messung der Sauerstoffzufuhr von Belüftungseinrichtungen in Belebungsanlagen in Reinwasser und in belebtem Schlamm
Merkblatt DWA-M 209
Bei Absorptionsmessungen wird der Sauerstoffgehalt zunächst künstlich abgesenkt. Gemessen wird schließlich der durch Belüftung erreichte Anstieg der Sauerstoffzufuhr. Im Gegensatz dazu erfolgt bei Desorptionsmessungen eine künstliche Erhöhung des Sauerstoffgehaltes, um anschließend die Abnahme zu erfassen.
Alternativ kann mit Hilfe von Abluftmessungen bei normalem Betrieb des Belebungsbeckens der Sauerstoffverbrauch gemessen und daraus die Sauerstoffzufuhr berechnet werden. Dies ist jedoch nur bei Belebungsbecken mit Druckbelüftung möglich. Abluftmessungen an verschiedenen Stellen des Beckens zu unterschiedlichen Zeiten können aufschlussreiche Informationen über die Vorgänge im Becken und die Auslastung der Belüftungseinrichtung liefern.
Für die Ausschreibung reicht ein pauschaler Bezug auf das DWA-M 209 nicht aus. Zum Versuchsablauf sollten zuvor bestimmte Vereinbarungen mit dem Auftragnehmer bzw. Hersteller getroffen werden, auf die im Merkblatt hingewiesen wird.
Der Versuchsablauf wird im DWA-M 209 detailliert beschrieben. Neben Hinweisen zur Beckengeometrien sind Informationen zu den erforderlichen Messgeräten und Chemikalien enthalten. Auch auf die Auswertung der Versuchsergebnisse und Darstellung in einem Versuchsbericht wird eingegangen. Ergänzend ist ein Auswertungsbeispiel als Anhang beigefügt. Darüber hinaus enthält der Anhang des Merkblattes eine Tabelle mit Sauerstoffkonzentrationen von luftgesättigtem Wasser unter vorgegebenen Druck- und Temperaturbedingungen. Auch Erläuterungen zur Abschätzung des Bedarfes an Stickstoff- und Sauerstoffgas für die Absorptions- und Desorptionsversuche sind im Anhang zu finden.
Über den DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Als politisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation arbeitet sie fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. In Europa ist die DWA die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich Normung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14 000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt auf der Erarbeitung und Aktualisierung eines einheitlichen technischen Regelwerkes sowie der Mitarbeit bei der Aufstellung fachspezifischer Normen auf nationaler und internationaler Ebene. Hierzu gehören nicht nur die technisch-wissenschaftlichen Themen, sondern auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Belange des Umwelt- und Gewässerschutzes.
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