Innovation und Wachstum - Unsere Erwartungen an die Messe "SCHWEISSEN & SCHNEIDEN" 2009

Ausgangssituation

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, in Europa und in anderen Staaten der Welt ist seit Beginn Finanzkrise in den USA, die sich zu einer bis hin zum Übergang auf eine weltweiten Wirtschaftskrise entwickelt hat, Gegenstand intensiver öffentlicher Berichterstattung. Es stellt sich nun die Frage, welche Zukunftsaussichten die Unternehmen der Schweißtechnik haben, wie sich aus der Krise Chancen ableiten lassen und welche Unterstützung die Verbände der Schweißtechnik ihren Mitgliedsunternehmen geben können.

Gute Jahre für die Schweißtechnik 2005 bis 2008!

Die Basisdaten für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweißtechnik sind bekannt: in den Jahren 2005 bis 2008 hat es für die Unternehmen der Branche ein kontinuierliches Wachstum in der Produktion gegeben, sowohl die Hersteller von Maschinen, Geräten und Systemen als auch die Hersteller von Zusatzwerkstoffen und Prozessstoffen haben deutliche Zuwachsraten erreicht. Ein Grund für diese positive wirtschaftliche Entwicklung in der Branche waren neben einer generell lebhaften Nachfrage aus dem Inland hohe Bauinvestitionen und hohe Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland. Darüber hinaus gab es einen erheblichen Nachfragesog von den Weltmärkten. In den Jahren 2005 bis 2008 wurden rund 70% der in Deutschland erbrachten Produktion der Branche exportiert. Neben den USA und China waren Wachstumsmärkte wie Russland und Indien aber auch einige europäische Nachbarländer die wichtigsten Exportziele. Die Unternehmen der Schweißtechnik haben die guten Ergebnisse der Vorjahre genutzt, ihre technologische Basis zu verstärken und neue Produktverfahren und Anwendungen zu entwickeln.

Starke Umsatzrückgänge 2009!

Der Ausblick auf das Jahr 2009 zeigt nun, dass die für die Schweißtechnik entscheidenden Ausrüstungsinvestitionen, Bauinvestitionen und Exportleistungen in Wachstumsmärkte zum Teil dramatisch zurückgehen - erstmals seit mehreren Jahren werden die Ausrüstungsinvestitionen sinken, von den Bauinvestitionen sind kurzfristig keine Wachstumsimpulse zu erwarten und die Rezession wirkt auch in den bisher bevorzugten internationalen Absatzmärkten.

Wirtschaftswachstum ab 2010 wieder möglich?

Bleibt die optimistische Annahme, dass sich die wirtschaftliche Situation nachhaltig bessert - nur wann? Die weltweit aufgelegten staatlichen Infrastrukturprogramme werden ihre Wirkung entfalten. In diesen staatlichen Infrastrukturprogrammen - in Deutschland, in Europa und international - werden deutsche Technologien, und damit Produkte und Dienstleistungen deutscher Unternehmen der Schweißtechnik, zur Anwendung kommen.

Richtig aufwärts für die Unternehmen der Fügetechnik wird es dann gehen, wenn die Wirtschaft in wichtigen Exportmärkten, wie den Vereinigten Staaten, in Brasilien, China, Indien und Russland, wieder Tritt gefasst hat. Mit einer solchen Wiederbelebung des wirtschaftlichen globalen Wachstums kann in den Jahren 2010 und 2011 gerechnet werden kann. Diese Belebung wird vor allem aus den weiteren globalen Nachfragen in den Bereichen Verkehr, Mobilität, Energieversorgung und Klimaschutz sowie den damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen und Bauinvestitionen resultieren. sowie aus der weiter wachsenden Bevölkerung und der demografischen Entwicklung. Spätestens im Jahr 2011 wird sich auch ein entsprechender Nachhol- und Ersatzbedarf an Technologien mit entsprechenden Ausrüstungsinvestitionen in sämtlichen westlichen Industrienationen, aber auch in vielen Schwellenländern ergeben. Diese Investitionen werden für nachhaltige Wachstumsimpulse sorgen.

Die Krise als Chance!

Die Unternehmen denken darüber nach, wie die Krise genutzt werden kann und wie sie gestärkt und weltweit wettbewerbsfähiger daraus hervor gehen. Die Unternehmen der Schweißtechnik nutzen gegenwärtig die Chancen, die sich aus der Krisensituation ergeben: neben einer straffen Kostensenkung und einer weiteren Verbesserung der Geschäftsprozesse werden Umsatzsteigerungen durch neue Produkte, neue Dienstleistungen und neue Technologien und die Erschließung neuer Märkte angestrebt.

Forschung führt zu und neuen Produkten!

Grundvoraussetzung dazu ist, dass die Forschungsbudgets innerhalb der Unternehmen ausreichend hoch sind, möglicherweise sogar aufgestockt werden. Entsprechende Maßnahmen in den Unternehmen können - wie bisher auch - durch zeitlich befristete Unterstützung und Hilfe des Staates gefördert werden. Hier ist sicherlich auch die öffentlich geförderte Forschung zu nennen. Aber die Ideen für die möglichen und notwendigen Maßnahmen müssen von den Unternehmen selbst kommen. Die Verbände der Schweißtechnik werden für ihre Unternehmen weiterhin den Zugang zu Forschungsergebnissen und zu neuen Forschungsinitiativen öffnen und sie bei der Durchführung von Forschungsarbeiten unterstützen können.

Integration von Forschung, Technik, Bildung als tragfähiges Konzept!

Die Umsetzung neuer Ideen ist notwendig, am besten in einem ganzheitlichen Konzept, in dem Forschung, Technik und Bildung zusammengefasst sind. Die Unternehmen und Verbände der Schweißtechnik sprechen sich daher für weiterhin konsequente Weiterbildung des Personals aus. Sie regen eine Umstellung der Fertigungen und Dienstleistungen auf moderne, energiesparende Techniken an, und sie schlagen eine Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen mit dem Ziel der Ressourcen- und Energieschonung und der Recyclebarkeit am Ende ihres Lebens- bzw. Nutzungszyklus und die Unterstützung von Forschungsprojekten mit dem Ziel der Entwicklungen neuer Produkte, neuer Dienstleistungen und neuer Technologien vor.

Internationale Fachmesse "SCHWEISSEN & SCHNEIDEN" 2009

Alles deutet darauf hin, dass anlässlich dieser weltweit größten und wichtigsten Fachmesse, die vom 14. bis zum 19. September 2009 in Essen unter Beteiligung nationaler und internationaler Verbände und Unternehmen stattfindet, neue Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen präsentiert werden. Von dieser Messe werden daher wichtige Wachstumsimpulse für die Unternehmen der Schweißtechnik erwartet.

Die Krise wird gehen - der Fachkräftemangel wird bleiben!

All diese Initiativen dienen dazu, die Unternehmen der Fügetechnik attraktiv und erfolgreich im Markt zu halten. Dafür bleiben auch in der Zukunft - und in der Krise - Fachkräfte wichtig, und sie bleiben gesucht. Sie müssen unbedingt im Unternehmen gehalten werden. Anzeichen deuten darauf hin, dass trotz der insgesamt deutlich verschlechterten Perspektive am deutschen Arbeitsmarkt zusätzlich Personal für Forschung und Entwicklung gebraucht wird. Das bedingt allerdings eine genügende Anzahl von Forschern und Entwicklern mit entsprechender Qualifikation. Umfragen zeigen, dass jedes zweite Unternehmen die mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften und Forschern derzeit als das größte Innovationshemmnis in Deutschland erkennt. Strategien müssen entwickelt werden, die helfen, den Mangel an Forschern und Fachkräften zu bewältigen. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich müssen die Bildungsanstrengungen verstärkt werden. Auch der Zugang hoch qualifizierter ausländischer Fachkräfte muss möglich sein.

Untersuchungen der Verbände zeigen, dass zunehmend Unternehmen der Schweißtechnik und Anwender Aufträge nicht übernehmen oder nur unzureichend bearbeiten können, weil qualifiziertes schweißtechnisches Personal auf allen Ebenen fehlt. Alle Anstrengungen der Unternehmen und der Verbände zur Qualifizierung von Mitarbeitern und die Anstrengungen mit den Bildungseinrichtungen zur Qualifizierung von Arbeitslosen müssen ungehindert fortgeführt werden.

Fügetechnik als bedeutende Größe auf dem deutschen Arbeitsmarkt!

Wie eine aktuelle Studie belegt, liegt die Wertschöpfung durch die Herstellung und Anwendung von Fügetechnik in Deutschland bei insgesamt 26,1 Mrd. Euro. Beachtenswert dabei ist, dass der größte Teil der Wertschöpfung durch die Anwendung von Fügetechnik entsteht: Allein 22,5 Mrd. Euro wurden 2007 in Deutschland durch die Produktionsprozesse Fügen, Trennen und Beschichten erzielt.

Nicht nur für die deutsche Volkswirtschaft, auch für den Arbeitsmarkt ist die Bedeutung der Fügetechnik maßgeblich: über 500.000 Arbeitsplätze sind derzeit direkt und indirekt mit der Füge-, Trenn- und Beschichtungsbranche verbunden. Dabei ist eine deutliche Hebelwirkung zu erkennen: Einem Beschäftigten in der Produktion der Fügetechnik sowie einem Beschäftigten in der Herstellung komplementärer Güter und Dienstleistungen stehen 30 Beschäftigte in der Anwendung der Technologien gegenüber.

Für die Unternehmen der Branche birgt diese auf den Arbeitsmarkt bezogene Bedeutung großes Potenzial, denn in der deutschen Wirtschaft werden sie zu einer wichtigen Größe mit beachtenswertem Einfluss. Die Verbände verpflichten sich deshalb auch weiterhin, diese Rolle im Interesse ihrer Mitglieder und zum Wohl der deutschen Wirtschaft zu stärken und nach außen zu tragen.

Zusammengefasst gilt also:

Die Schweiß- und Fügetechnik hat eine hohe Bedeutung für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Deutschland. Es besteht durchaus Aussicht auf ein zukünftiges Wachstum in der Branche.

Daher gilt:

- trotz Krise weiter in die schweißtechnische Forschung zu investieren
- trotz Krise technologische Entwicklungen der Unternehmen zu verstärken
- trotz Krise weiterhin und zunehmend in Personalqualifizierungen zu investieren
- trotz Krise die Bedeutung der Branche für den Arbeitsmarkt nicht aus den Augen zu verlieren

gezeichnet:

- DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.
- Schweißelektroden-Vereinigung e.V.
- Fachverband Elektroschweißgeräte im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.
- European Welding Association
- Industriegaseverband e. V.
- Verband der Fachgroßhändler der Schweiß- und Schneidtechnik e.V.

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