Tarifeinigung beim Schwarzwälder Boten erkämpft

(PresseBox) (Berlin, ) Nach fast 100 Streiktagen der Beschäftigten des Schwarzwälder Boten haben die Gewerkschaften DJV und ver.di mit der Geschäftsleitung des Blattes am gestrigen Dienstag einen Tarifabschluss erzielt. Er ist in weiten Teilen identisch mit dem Flächentarifvertrag für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen und sieht unter anderem 1,5 Prozent mehr Gehalt ab Mai 2012 vor. Die Einmalzahlung von 200 Euro, die im Oktober fällig war, wurde den Schwabo-Beschäftigten bereits ausgezahlt. Die Einmalzahlung in gleicher Höhe im Februar 2013 wird beim Schwarzwälder Boten jedoch nicht fällig. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit bis Ende April 2014 haben. Er gilt nach dem gestrigen Verhandlungsergebnis jedoch nur für die derzeit beschäftigten Mitarbeiter sowie für die Volontäre des Jahrgangs 2012. Für alle künftigen Beschäftigten fordert die Geschäftsleitung nach wie vor drastische Einbußen von bis zu 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Tarifniveau. Darüber soll im Januar weiter verhandelt werden.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken wertete das Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten als wichtigen Schritt in die richtige Richtung und als Beweis dafür, "dass sich Engagement lohnt". Nur durch den lang anhaltenden Arbeitskampf sei es gelungen, die Geschäftsführung zu einem Tarifvertrag zu bewegen. "Der Kampf ist noch nicht zu Ende", sagte Konken. "Abgesenkte Tarifverträge für künftige Schwabo-Journalisten können wir nicht akzeptieren."

Für einen fairen Haustarifvertrag beim Schwarzwälder Boten hatte sich neben den Beschäftigten des Blattes und dem DJV-Landesverband Baden- Württemberg auch der DJV-Bundesvorstand nachdrücklich eingesetzt, zuletzt in Oberndorf Anfang Dezember.

Als Erklärungsfrist für das Tarifergebnis wurde der 31. Januar 2012 vereinbart.

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