G+J-Redakteure streiken für faire Abfindungen

(PresseBox) (Köln, ) Der Deutsche Journalisten-Verband hat zusammen mit ver.di NRW erneut die rund 70 Redakteurinnen und Redakteure der Wirtschaftsmagazine Capital und Impulse am Standort Köln heute zum Streik aufgerufen. Wie schon bei der letzten Arbeitsniederlegung am 18. Februar fordern die Beschäftigten der vor der Auflösung stehenden Kölner Redaktionen einen fairen Sozialplan mit angemessenen Abfindungen. Der DJV kritisiert zusammen mit den Streikenden die schleppenden Verhandlungen und die unzureichenden Angebote der Geschäftsführung von Gruner+Jahr. Die Redakteure von Capital und Impulse haben im Januar ihre Kündigungen erhalten und sollen von der kommenden Woche an freigestellt werden. Auf die Aufforderung der Gewerkschaften DJV NRW und ver.di NRW an die Geschäftsführung von Ende Januar, zügig in Verhandlungen über einen Tarifsozialplan einzutreten, reagierte Gruner+Jahr bisher mit Verzögerungstaktik.

"Abfindungen in Höhe von durchschnittlich acht Monatsgehältern sind angesichts der schwierigen Arbeitsmarktlage am Standort Köln nicht hinnehmbar", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken das letzte Angebot des Arbeitgebers. Zahlreiche G+J-Redakteure seien über 40 und erst seit weniger als 10 Jahren bei Capital oder Impulse beschäftigt. "Für den Versuch, die Mitarbeiter zu Dumping-Konditionen los zu werden, gibt es keine wirtschaftliche Notwendigkeit bei Gruner+Jahr." Der DJV-Vorsitzende begrüßte den heutigen Streik als "leider unvermeidbar, da die Geschäftsleitung eine andere Sprache nicht versteht". Der DJV fordert für die Redakteurinnen und Redakteure ein Bruttogehalt pro Beschäftigungsjahr sowie einen altersabhängigen Sockelbetrag. Anders sei es für die Betroffenen nicht möglich, die Durststrecke bis zu einem neuen Job zu überbrücken.

Die beiden Wirtschaftsmagazine sollen nach den Plänen der Geschäftsleitung künftig von einer Hamburger Zentralredaktion erstellt werden, die auch für Börse online und die Financial Times Deutschland arbeitet. In der Zentralredaktion werden rund 60 Redakteure weniger tätig sein als bisher bei allen vier Titeln zusammen. Nur die wenigsten der bisher Beschäftigten haben die Möglichkeit erhalten, in der neuen Zentralredaktion zu arbeiten. Die Redaktion gehört nicht dem Tarifvertrag an.

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