Fall Schäuble: DJV bedauert Offers Rücktritt

(PresseBox) (Essen, ) Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Rücktritt von Schäuble-Pressesprecher Michael Offer bedauert. Das Verhalten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gegenüber Offer vor einigen Tagen sei völlig inakzeptabel gewesen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte: "Die Bloßstellung Offers durch Schäuble ist nicht nur illoyal, sondern auch empörend. Loyalität darf keine Einbahnstraße sein."

Pressesprecher seien das Aushängeschild von Ministerien und das wichtigste Bindeglied zwischen Journalisten und Politikern, betonte Konken. "Auf ihren Schultern lastet eine enorme Verantwortung. Eine Pressesprecher kann aber nur dann gut arbeiten, wenn er das Vertrauen seines Chefs besitzt."

Es sei absolut nachvollziehbar, dass Schäubles Pressesprecher Michael Offer jetzt die Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen habe, so Konken. Schäuble hatte Offer auf einer Pressekonferenz zur Steuerschätzung in der vergangenen Woche öffentlich gerüffelt, weil Zahlen zur Steuerschätzung noch nicht an die Journalisten verteilt waren. Es folgte eine bestenfalls halbherzige Entschuldigung Schäubles, der von berechtigter Verärgerung, aber möglicher Überreaktion sprach.

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