DJV zum Tag der Arbeit: Journalistenberuf ist in Gefahr

(PresseBox) (Berlin, ) Zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Deutsche Journalisten-Verband mit Sorge auf die akute Bedrohung des Journalistenberufs in Deutschland hingewiesen. Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise hätten insbesondere Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Redakteurinnen und Redakteure entlassen und frei werdende Stellen nicht wieder besetzt, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Nach Schätzungen des DJV sind in den zurückliegenden drei Jahren auf diese Weise allein bei Tageszeitungen rund 2.000 redaktionelle Arbeitsplätze vernichtet worden. Von staatlichen Regelungen zur Kurzarbeit und anderen Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung hätten Zeitungs- und Zeitschriftenverlage nur unzureichend Gebrauch gemacht. Darüber hinaus belegten die Forderungen der Zeitschriftenverleger nach Tarifabsenkungen, dass die Wertschätzung der Verlagsmanager für den Redakteursberuf abnehme. "Die Personalpolitik vieler Verlage blendet die fundamentale Bedeutung des Journalismus als Schmierstoff für das Funktionieren der Demokratie aus." Von geringeren Umfängen der Zeitungen und Zeitschriften seien auch freie Journalisten betroffen, die zum Teil deutliche Einbußen registrierten.

"Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Personalstärke von Redaktionen und dem Qualitätsanspruch der Zeitungen und Zeitschriften", sagte Konken. "Wer qualifizierte Redakteure entlässt und weniger Texte und Fotos von professionellen Freien einkauft, handelt kurzsichtig und gefährdet die Zukunft des eigenen Blattes." Die meisten Journalistinnen und Journalisten verfügten heute über einen akademischen Abschluss und eine gründliche Ausbildung zum Journalistenberuf. Das müsse sich auch künftig in den Tarifverträgen niederschlagen.

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