DJV weist Verlegerforderungen als unkonkret zurück

(PresseBox) (Berlin, ) Ohne Ergebnis endete am heutigen Nachmittag in Berlin die zweite Verhandlungsrunde des Deutschen Journalisten-Verbands mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger über neue Tarifverträge für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen. In der Tarifrunde hatten die Verleger die Forderung des DJV nach angemessenen Gehalts- und Honorarerhöhungen mit der Notwendigkeit beantwortet, einen neuen, deutlich abgesenkten Tarifvertrag für Berufseinsteiger einzuführen. Ohne konkret zu werden, solle der Einsteigertarifvertrag nach Meinung der Verleger niedrigere Gehälter, eine Absenkung bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine höhere Wochenarbeitszeit beinhalten. Für den heutigen Personalstamm an Redakteurinnen und Redakteuren erwarten die Verleger als Laufzeit eines neuen Gehalts- und Manteltarifvertrags drei Jahre. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollten abgesenkt werden, die Gehälter sollten in den ersten zwei Jahren durch Einmalzahlungen und im dritten Jahr durch eine prozentuale Anhebung steigen.

"Die Forderungen der Verleger sind weder für uns in dieser Form annehmbar noch ohne konkrete Zahlen verhandelbar", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Es ist bedauerlich, dass der BDZV die Augen vor der Realität in den Redaktionen verschließt. Die sieht vor allem so aus: immer mehr Arbeit bei schrumpfender Personaldecke." Es sei nicht zu verstehen, dass die Verleger die wirtschaftliche Situation einseitig negativ darstellten, monierte der DJV-Verhandlungsführer. Mit Billigtarifen schadeten die Verleger nicht nur den Journalistinnen und Journalisten, sondern letztendlich den Zeitungen selbst, die immer weniger auf Qualität setzen könnten.

Mit der Tarifsituation Zeitungen wird sich der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission auf seiner Sitzung am 8. November in Essen befassen. Als nächster Verhandlungstermin mit dem BDZV wurde der 8. Dezember in Berlin vereinbart.

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