Besser Online: Bezahlmodelle für guten Journalismus gefragt

(PresseBox) (München, ) Tragfähige Bezahlmodelle für den Online- Journalismus standen thematisch im Mittelpunkt der Tagung "Besser Online 2010" des Deutschen Journalisten-Verbandes, die am heutigen Abend in München zu Ende ging. An der Veranstaltung in den Räumen des Bayerischen Rundfunks, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfand, hatten seit dem Vormittag über 200 Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland teilgenommen. "Der große Zuspruch zu Besser Online, der rege fachliche Austausch der Teilnehmer und die lebhaften Diskussionen haben gezeigt, dass wir mit der Tagung den Nerv der Online-Journalisten treffen", sagte Thomas Mrazek, Vorsitzender des DJV-Fachausschusses Online, der die Tagung vorbereitete.

Bereits am Morgen ging es in der Eröffnungsdiskussion um das Spannungsfeld zwischen Bezahlinhalten und der Gratiskultur des Internet.

Vor dem Hintergrund der in der Medienlandschaft geführten Debatte um ein Leistungsschutzrecht der Verlage prallten bei Besser Online die Standpunkte aufeinander. Ralf Bremer von Google Deutschland und Andreas Popp von der Piratenpartei sprachen sich gegen ein Leistungsschutzrecht aus, während Robert Schweitzer von Hubert Burda Media dessen Notwendigkeit betonte.

Einigkeit bestand darin, dass qualitativ guter Online-Journalismus auf Dauer nicht gratis zu haben sein könne. Wie Online-Journalismus künftig finanziert werden kann, darüber gab es jedoch keinen Konsens.

Mit unterschiedlichen Ansätzen gingen auch die Teilnehmer der zweiten Podiumsdiskussion in die Debatte um die Freiheit des Internet. Stefan Endter, Geschäftsführer des DJV Hamburg, plädierte dafür, die Freiheit im Internet nur da einzuschränken, wo es unabdingbar ist. Entscheidend sei, die Position der Urheber zu stärken. Der auf IT spezialisierte Fachanwalt Andreas Krieg riet Online-Journalisten dazu, sich im eigenen Interesse grundlegende medienrechtliche Kenntnisse anzueignen.

Auf großes Interesse bei den Teilnehmern an Besser Online stießen die Workshops, die die praktischen Aspekte des Online-Journalismus in den Vordergrund rückten. Ein Schwerpunkt lag hier beim Thema Crossmedia.

Andere Themen waren die Bedeutung von Social Media in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder die neuesten Trends bei mobilen Endgeräten.

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