Berthold Huber: Verständnis für Opel-Produktion in Russland

Vorsitzender der IG Metall im Interview der Deutschen Welle

(PresseBox) (Bonn, ) Der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, unterstützt den vom russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin geäußerten Wunsch nach einer Opel-Produktion in Russland. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Huber: "Es ist nachvollziehbar, dass Opel-Modelle, die für den russischen Markt vorgesehen sind, zum großen Teil auch vor Ort montiert werden. Die russische Gesellschaft hat einen Anspruch darauf, dass für Arbeit und Einkommen bei den Menschen gesorgt wird." Die IG Metall, so Huber, sei nie der Meinung gewesen, dass Opel-Arbeitsplätze nur in Deutschland entstehen sollten.

Allerdings plädiere die IG Metall für die "Einhaltung sozialer Normen in Russland". Huber: "Wir wollen verhindern, dass Standards, die wir in Deutschland erreicht haben, kaputtgehen." Der IG Metall-Chef hält sich derzeit in Russland auf, "auch um sich einen Eindruck über die Arbeitsbedingungen zu verschaffen". Bei einem Treffen mit Ministerpräsident Putin in Moskau sprach Huber auch das Thema der insolventen ostdeutschen Wadan-Werften an. "Es war immer die Rede davon, dass der russische Investor große Auftragsvolumina einbringen könnte. Aber die russische Regierung scheint von ihm hinsichtlich der Schiffbauaufträge nie angesprochen worden zu sein", sagte Huber nach dem Treffen. Ob sich nun bessere Chancen für die Werften in Mecklenburg-Vorpommern ergeben würden, könne er nicht sagen. Zuerst müsse er mit dem Management und seinen IG Metall-Kollegen an der Ostsee-Küste sprechen.

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