Auslandssender: Dem freien Fluss unzensierter Information weltweit Geltung verschaffen

Erklärung von DW, RNW, BBC, RFI und VoA zum Tag der Pressefreiheit

(PresseBox) (Bonn, ) In Ländern, in denen die Meinungs- und Medienfreiheit massiv eingeschränkt wird, ist es für international agierende Sender besonders schwer, ihr Publikum zu erreichen. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai haben die fünf einflussreichsten Auslandssender eine Bestandsaufnahme über Behinderungen ihres Programmauftrags durch Dritte vorgenommen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden Deutsche Welle (DW), Radio Netherlands Worldwide (RNW), BBC, Radio France Internationale (RFI) und Voice of America (VoA) demnach durch "Jamming" oder Blocken bei der Verbreitung ihrer Programmangebote gestört. Sie wiesen zudem auf Fälle hin, in denen Korrespondenten vor Ort physischen Übergriffen ausgesetzt waren - als Preis für eine wahrheitsgetreue Berichterstattung.

"Jeder Fall vorsätzlicher Behinderung, jedes Sperren von Webseiten und jede Drohung und Gewalt gegen Journalisten macht uns nur umso entschlossener, diese Hürden zu überwinden und die Menschen dennoch zu erreichen. Als Auslandssender haben wir eine besondere Verpflichtung, dem freien Fluss von unzensierter Information weltweit Geltung zu verschaffen", sagte der Intendant von Radio Netherlands, Jan Hoek stellvertretend für die Sender.

Hoek unterstrich die besonderen Herausforderungen, mit denen Auslandssender konfrontiert seien, um ihre Zielgruppen in einigen Ländern zu erreichen. So habe China die seit Jahren andauernden Störungen und Blockaden von Informationsangeboten aus dem Ausland fortgesetzt. Parallel wende China zunehmend Mittel auf, um die eigene Präsenz auf den internationalen Medienmärkten auszubauen.

Ebenso werde es zunehmend schwieriger, Publikum im Iran zu erreichen. Teheran habe die Ausstrahlungen über Satellit und Kurzwelle über Jamming gestört und ebenfalls Internetseiten geblockt. Als weitere Beispiele nannte Jan Hoek Zimbabwe, Korea, Kuba, Usbekistan und - seit Kurzem - auch Äthiopien, wo die Regierung in Addis Abeba jüngst bei einer Pressekonferenz das Jamming von Auslandssendern eingestanden hat.

Zudem würden Korrespondenten der Auslandssender vor Ort bedroht, seien physischen Übergriffen ausgesetzt oder würden inhaftiert - in Afghanistan, Angola, Äthiopien, Guinea, Pakistan, Somalia und dem Jemen.

"Was diese Länder verbindet, ist eine extreme Feindseligkeit gegenüber Informationen von außerhalb. Der Grund dafür ist schlicht: Sie können die Informationen nicht kontrollieren, also versuchen sie diese zu unterdrücken", so Jan Hoek.

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