Statement ohn Rietveldt, Präsident Tarkett Residential Europa

DOMOTEX HANNOVER 2006, 14. Januar bis 17. Januar

(PresseBox) (Hannover, ) Hartbodenbeläge - quo vadis

1.)
Während das Produktsegment elastische Bodenbeläge eine starke Konzentration mit nur wenigen Anbietern aufweist, existiert in der Parkettindustrie eine hohe Anzahl von kleinen, regionalen Firmen, die zusammen einen beträchtlichen Marktanteil ausmachen. Auch im Bereich der Laminatböden gibt es einen Trend zur Marktkonzentration.

2.)
Ein Markt wie Westeuropa ist gesättigt und wird zukünftig maximal im einstelligen Prozentbereich wachsen - oder stagnieren. Hier kann Wachstum nur durch Verdrängung und Differenzierung erfolgen. Wobei zu berücksichtigen ist, das die Entwicklung nicht einheitlich läuft: Laminat verzeichnet hohe Wachstumsraten, CV-Böden verlieren abgesehen von den osteuropäischen Märkten an Volumen, Holzböden schreiben leichtes Wachstum.

Andere Märkte wie Osteuropa haben sowohl mittel- als auch langfristig ein enormes Potenzial mit zweistelligen Wachstumsraten. Den größten Produktionsanstieg findet man in Ländern mit traditionell niedrigen Herstellungskosten - die Bodenbelagsbranche folgt hier erwartungsgemäß dem gleichen Muster wie vor ihr andere Industriebranchen: Verstärkte Anfangsinvestitionen, dann steigende Produktion im Billigland. Dieser Trend beschränkt sich auf alle Bodenbelagsarten, nicht nur auf Parkett, Laminat, Keramikfliesen und elastische Beläge, sondern auch auf die verschiedenen Arten der textilen Beläge.

Die US-amerikanische Bodenbelagsindustrie ist stabil. Auch wenn nicht an die zweistelligen Steigerungsraten von 2004 angeschlossen werden kann, verzeichnet sich erfreuliches Wachstum für Hartbeläge im Handelsbereich. Nicht-textile Bodenbeläge haben auch hier Wachstumspotenzial.

3.)
Im CV-Bereich ist weltweit betrachtet (Westeuropa, Zentral-Osteuropa: Polen, Ungarn, tschechische Republik und Nordamerika) in 2005 ein lecihter Marktrückgang zu verzeichnen (im Vergleich: Deutschland ca. 10 Prozent). Ausnahme: Osteuropa, hier ist der CV-Markt in den letzten drei Jahren um fast 30 Prozent gewachsen, Tendenz steigend.

Diese Entwicklung wird auch für 2006 erwartet und hat im Wesentlichen drei Gründe: steigende Verbrauchernachfrage nach Keramikfliesen und Laminat in Westeuropa, steigende Nachfrage nach hochwertigen CV-Belägen mit Glasvliesträger in Nordamerika und das allgemein steigende Wachstum in Osteuropa.

4.)
Die wichtigsten technischen Entwicklungen im CV-Bereich liegen deshalb vor allem in der Finesse, einen elastischen Kunststoffbodenbelag aussehen zu lassen wie sein natürliches Vorbild, beispielsweise durch die Oberflächenstruktur - die Prägung - , die sowohl chemisch als auch mechanischer Natur sein kann. Das Ergebnis sind exklusive PVC-Beläge, die die Vorzüge eines elastischen Belages mit natürlichem Aussehen und hohem Komfortwert kombinieren.

5.)
Der weltweite Siegeszug der Laminatbeläge (Verbrauch in Deutschland inzwischen knapp 55 Mio. Quadratmeter) war anfangs mehr ein Marketingerfolg, denn ein Produkterfolg. Inzwischen sind Laminatbeläge technisch ausgereifte und perfektionierte Produkte mit begehrten Wachstumsraten: Von 2004 auf 2005 stieg das weltweite Absatzvolumen von 641 Mio. qm auf 709 Mio. qm.

Westeuropa gilt dabei als der größte Markt mit rund 192 Mio. qm. Die wichtigsten Absatzländer: Deutschland, dicht gefolgt von Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.

In Osteuropa und Zentral-Osteuropa erzielen Laminatbeläge ebenfalls zweistelligen Wachstumsraten mit steigender Tendenz: 79 Mio. qm im Jahr 2004 und 93 Mio. qm in 2005.

In Nordamerika gelang eine Steigerung um 14 Prozent auf 175 Mio. qm. Während hierzulande die Preise der Anfangszeiten nicht mehr annähernd erzielt werden (in Deutschland konnten einmal Endverbraucherpreise

zwischen 70 und 80 DM erreicht werden...), zeigen die vergleichsweise hohen Preise in Nordamerika ein hohes Verbraucherinteresse an ausgereiften Laminatprodukten mit intelligentem Mehrwert.

Insgesamt setzte sich der Siegeszug der Laminatbeläge in 2005 fort und wird auch in 2006 mit hohen Wachstumsraten Markt machen. Die Gründe für diese Erfolgssträhne, dessen Ende vorerst noch nicht abzusehen ist, sind vielschichtig:

Zum einen gibt es den allgemeinen, sehr starken Nachfragetrend zu harten Bodenbelägen. Zum anderen hat die spezifische Erfolgsstory der Laminatbeläge vor allem etwas mit technologischem Know-how, überzeugenden Gebrauchseigenschaften und globalen Lifestyletrends zu tun.

6.)
Holz hat in den letzten Jahren ständig Marktanteile gewonnen und zählt eindeutig zu den Wachstumsmärkten im Bereich Hartbodenbeläge. Zwar sind die Steigerungsraten nicht so exorbitant wie beim Laminat, aber solide vier Prozent Steigerung jährlich sind auch in den nächsten zwei Jahren zu erwarten.

7.)
Die Gründe liegen auch hier in der generellen Tendenz weg vom Teppichboden, hin zu Hartbelägen, bedingt durch längere Haltbarkeit und einfachere Instandhaltung - und dem erfolgreichen Bemühen der Hersteller durch Innovationen das Produkt mit interessantem Mehrwert auszustatten, wie zum Beispiel spezifische Oberflächenbehandlungen zur Werterhaltung und Stärkung der Widerstandskraft der Holzoberfläche.

8.)
Seitens der Verbraucher wird wieder verstärkt auf Qualität geachtet, eine Entwicklung, die nicht nur im Segment Holzfußboden zu beobachten ist. Aber gerade hier vermag die qualitätsvolle Ausstattung mit Mehrwert den mengenmäßigen Durchbruch der neuen Wettbewerber aus Polen, Tschechien, Spanien, China, Malaysia und Indonesien vorerst aufzuhalten.

Zum Tarkett-Konzern:

Mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro zählt Tarkett zu den führenden Herstellern und Distributeuren von Hartbelägen weltweit (CV, Laminat, Holz und Tarkett Objekt: homogene, heterogene, chlorfreie Kunststoff-beläge, Designbeläge und Linoleum). Binnen zwei Jahren wird der Umsatz auf zwei Milliarden steigen. Für die Wachstumsstrategie werden bis 2008 500 Millionen Euro investiert.

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