CMS - Wege zur Steigerung der Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen

Sonderschau Condition Monitoring präsentiert Lösungen für Hersteller von Maschinen und Anlagen

(PresseBox) (Hannover, ) Welche Instandhaltung ist die beste - die vorbeugende oder die zustandsorientierte? Diese Frage beantwortet jeder Anwender individuell für sich. Innerhalb der Sonderschau "Condition Monitoring Systems" auf der HANNOVER MESSE präsentiert eine Reihe von Unternehmen, wie sich die Verfügbarkeit systematisch steigern lässt. Die Hersteller von Maschinen und Anlagen erfahren so, wie sie ihre Lösungen mit Condition Monitoring weiter veredeln und so einen Wettbewerbs­vorteil generieren können.

"Sonderausstellungsflächen eignen sich dafür, besondere Aufmerk­samkeit auf Themen zu lenken, die entweder sehr speziell sind oder sich an eine große Anwenderzielgruppe richten", erklärt Manfred Kutzinski, Projektleiter der Deutschen Messe. Zur letzteren Gruppe gehört die Sonderschau "Condition Monitoring Systems", die auf der HANNOVER MESSE in Halle 24 auf rund 1 000 Quadratmetern Fläche stattfindet.

Der Erfolg der CMS-Sonderschau, die zum dritten Mal im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet und bisher jedes Mal etwa 20 00 Besucher zählte, liegt in der systematischen Weiterentwicklung der Technik. Waren Systeme zur kontinuierlichen Überwachung von Maschinen und Anlagen aus Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen früher auf besonders kosten­intensive Anwendungen konzentriert, gibt es heute günstige Lösungen für jedermann.

Kleiner Aufwand - großer Schutz

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die systematische Be- und Entlüftung von Hydraulikanlagen und Getrieben. Der Hersteller Doedijns Hydraulics zeigt seinen neu entwickelten "Mini-Aircon" in der CMS-Sonderschau. Dieser schützt hydraulische Kompaktaggregate sowie kleinere und mittelgroße Getriebe vor Schmutz- und Wassereintrag über die notwendigerweise stets vorhandene Luftöffnung.

"Für viele Anwender stehen heute Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wie Total Cost of Ownership (TCO) beziehungsweise Life Cycle Management (LCM) im Mittelpunkt", weiß Branchenexperte Peter-Michael Synek, Projektmanager beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) und Mitorganisator der Sonderschau. "Vor diesem Hintergrund interessieren sich viele für professionelle und umfassende Möglichkeiten, die Verfügbarkeit und damit die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Technik zu erhöhen", fährt er fort.

Davon lebt beispielsweise eine ganze Branche, nämlich die Filtertechnik. Über Jahrzehnte wurde die Systemreinheit in Hydrauliksystemen, Getrieben etc. mit ausgefeilten Konzepten systematisch auf ein extrem hohes Niveau gebracht. Allerdings achten viele Hersteller beziehungs­weise Betreiber von Maschinen und Anlagen noch nicht in dem Maß auf den Schmutz- oder Wassereintrag über Be- und Entlüftungsöffnungen, wie es möglich wäre. Was jedoch ohne großen Aufwand umsetzbar ist, wie Doedijns in Halle 24 im Rahmen der CMS zeigt.

Nur trockene und saubere Luft erreicht das Systeminnere

Die Mini-Aircon-Kartuschen lassen sich mithilfe entsprechender Adapterstücke auf die in hydraulischen Kompaktaggregaten und Getrieben vorhandenen Gewindeöffnungen aufschrauben. Strömt Luft ein, muss diese erst den Weg durch das Trocknungsgel nehmen und anschließend durch einen 3µ-Filter. Sobald das Gel gesättigt ist, wechselt es seine Farbe von Rubinrot auf Orange und signalisiert der Instandhaltung damit, dass es getauscht werden muss.

Um die Standzeit dieser Reinigungs- und Trocknungseinheiten möglichst hoch zu halten, wurde in den "Mini-Aircon" ein Ventilsystem integriert, das eine Vorspannung von etwa 0,01 bar besitzt. Damit wird erreicht, dass ein Luftaustausch ausschließlich dann erfolgt, wenn das hydraulische Kompaktaggregat beziehungsweise das Getriebe arbeiten - und somit Umgebungsluft benötigen.

"Solche und weitere Beispiele zeigen, wie einfach es heute ist, die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen ohne große Investitionskosten zu erhöhen", kommentiert Peter-Michael Synek und ergänzt: "Und das ist es doch, weshalb Condition Monitoring immer stärker mit in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei Herstellern und Anwendern einfließt."

Solche Maßnahmen verlängern die Standzeit von Druck- und Getriebeflüssigkeiten spürbar. Denn sowohl Schmutz als auch Wasser verunreinigen die Fluide nicht nur, sondern bilden teilweise sogar Reaktionsprodukte, die sich extrem negativ auf ihre Schmier- und Korrosionseigenschaften auswirken. Das gilt vor allem auch für biologisch schnell abbaubare Druckflüssigkeiten.

MDA-Forum als Wissens-Pool

"Die Vielzahl der Beispiele und die Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten rund um das Trendthema Condition Monitoring sind derart umfangreich", erklärt Manfred Kutzinski, "dass wir auf der CMS-Sonder­ausstellungsfläche in Halle 24 zusätzlich eine Vortragsplattform anbieten." Auf diesem "MDA-Forum" erfahren Besucher quasi im Vorbeigehen, wo und in welchem Umfang heute Condition-Monitoring-Maßnahmen den notwendigen Wettbewerbsvorsprung bringen.

Peter-Michael Synek berichtet: "Das Interesse seitens der Aussteller, im MDA-Forum über Erfahrungen, Einsatzschwerpunkte und Wirtschaft­lichkeitsüberlegungen im direkten Kontakt mit den Besuchern zu berichten, ist enorm." Das gilt auch für das Trendthema E-Motive, das im Vorfeld bereits für viel Interesse sorgt.

Mit E-Motive soll zum Ausdruck gebracht werden, dass alternative Antriebskonzepte - vorrangig im Automobilbau - aus entsprechenden antriebstechnischen Entwicklungen resultieren. Hier will die Deutsche Messe frühzeitig ein Umfeld schaffen, das den Informationsaustausch zwischen Entwicklern und Anwendern nachhaltig fördert. "Aus diesem Grund haben wir nicht nur den Ausstellern aus den typischen E-Motive-Bereichen in Halle 24 einen eigenen Ausstellungsbereich gewidmet, sondern sie auch gleich in das MDA-Forum inmitten der Leitmesse ,Motion, Drive & Automation' (MDA) integriert", erklärt Manfred Kutzinski.

CMS und E-Motive im Schulterschluss

Direkt angrenzend an die Sonderveranstaltung Condition Monitoring Systems auf der HANNOVER MESSE findet die Sonderschau E-Motive statt. Die gleichnamige Initiative, die vom VDMA und der Forschungs­vereinigung Antriebstechnik (FVA) gegründet wurde, widmet sich dem Bereich der elektrischen Fahrzeugantriebe.

Inhaltlich richtet sich diese Veranstaltung an all diejenigen, die alternative elektrische Antriebssysteme in Fahrzeugen bauen bzw. diese entwickeln. Das Spektrum erstreckt sich dabei von Hybridantrieben über Brennstoff­zellenlösungen bis hin zu Leistungselektronik und Speicher-/Puffereinheiten in der Fahrzeugtechnik. All diese Themen werden auch im MDA-Forum inmitten der Sonderschauen CMS und E-Motive in Fachvorträgen besprochen und die heutigen beziehungsweise. zukünftige Möglichkeiten elektrischer Antriebe von Experten detailliert erörtert.

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